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22.07.2012, 14:49 Uhr

Olympia-Favorit Harting fühlt sich unterbezahlt

Berlin (dpa) - Der zweifache Diskus-Weltmeister Robert Harting hat sich bitterlich über seine Einkommensverhältnisse beklagt.

"Rein wirtschaftlich muss ich nach Olympia prüfen, ob das alles Sinn ergibt. Oder ob der Preis, den man zahlt, am Ende zu hoch ist", sagte der Goldmedaillenfavorit für London in einem Interview der "Bild am Sonntag". Was er an Privatleben aufgeben haben müssen, an Ruhe und Freiheit verloren habe, stehe in keinem Verhältnis "zu dem, was ich dafür bekommen habe".

DOSB-Chef

Olympiasieger bekommen seit Jahren 15.000 Euro Prämie von Verband. >

Der 27 Jahre alte Berliner, der die Weltjahresbestenliste mit 70,66 Metern anführt und Bei der Europameisterschaft Ende Juni in Helsinki den Titel geholt hatte, sagte auf die Frage, ob er sich unterbezahlt fühlt: "Ja, eindeutig - und nicht zu knapp. Es gibt Schätzungen, dass ich im Jahr 450 000 Euro verdienen könnte. Der Werbewert mag stimmen, aber die Realität ist es nicht und das regt mich dann auf ... Es passt einfach nicht. Es ist nicht fair."

Nach seinem ersten WM-Triumph 2009 in Berlin sei er von einer Veranstaltung zu anderen geschleift worden, sagte Harting und kritisierte damit auch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). "Ich wurde überall vorgezeigt, viele Leute haben davon profitiert, auch finanziell - nur ich nicht. Ich musste noch draufzahlen."

Der Diskus-Hüne hatte kürzlich schon über die seiner Ansicht nach zu geringen Olympia-Prämien geklagt: "Wenn ich höre, dass Bosnier oder Slowenen 60 000 Euro für einen Olympiasieg spendieren, dann machen uns andere Nationen doch diesbezüglich einiges vor." Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hatte Kritik an den seit Jahren unveränderten Prämien von 15 000 Euro für deutsche Goldmedaillengewinner jedoch zurückgewiesen. "Das Fördersystem ist nicht darauf ausgerichtet, dass einem Olympiasieger eine lebenslange Versorgung garantiert ist", sagte er.

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232 Meinungen zu "Harting fühlt sich unterbezahlt"

  • querdenker54
    Samstag, 25.08.2012, 15:56 Uhr
    Ich mich aber erstmal !
  • Kagemusha
    Donnerstag, 26.07.2012, 16:47 Uhr
    Rambay Und wenn alle Sender 24 Stunden Turmspringen oder Bodenturnen zeigten, ließe mich das kalt. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Da mag für dich persönlich zutreffen (mir geht es mittlerweile beim Fußball so), doch etliche neue, interessierte Zuschauer ließen sich damit auch für diese Sportarten gewinnen. Aber keine Angst, so wird es ohnehin nie geschehen. Trotzdem, grundsätzlich würde es auch niemandem schaden, gelegentlich mal über den eigenen, "sportlich" beschränkten Horizont hinauszublicken.
  • duplexagon
    Donnerstag, 26.07.2012, 08:58 Uhr
    dodo33 Die werden auch dafür gut bezahlt. Davon können viele nur träumen. Darum gings mir auch, um das beklagen seines Einkommens. Er verdient mehr als die meißten Arbeiter in DE. Und meißt betreiben sie den Sport nur für sich, tuen also für die Gesellschaft weniger als eine Putzkraft, ausgenommen natürlich die Unterhaltung. Der mit einzige Grund wieso sie so viel verdeienen, viele Spitzensportler ist; weil sie nicht bis 67 "arbeiten" können, meißtens. Dich kann man hier nur als Fan deklarieren, fast schon fanatisch. Du eschofierst dich hier extrem, obwohl Du auch kaum Ahnung davon hast. Wie alle die laut rumschreien, und andere beleidigen.
  • Rambay
    Donnerstag, 26.07.2012, 08:20 Uhr
    @Kagemusha: " Wenn die großen Programme mehr anderen Sport außer Fußball sendeten, würden sich schon bald auch wesentlich mehr Zuschauer dafür interessieren." Und wenn alle Sender 24 Stunden Turmspringen oder Bodenturnen zeigten, ließe mich das kalt.
  • Kagemusha
    Mittwoch, 25.07.2012, 16:13 Uhr
    pischti Du zäumst das Pferd von hinten auf. Wenn die großen Programme mehr anderen Sport außer Fußball sendeten, würden sich schon bald auch wesentlich mehr Zuschauer dafür interessieren. Das SEIN bestimmt das BEWUSSTSEIN. Fußball war natürlich schon immer sehr beliebt, aber mittlerweile gucken viele Leute vor allem deshalb zu, weil es die andern auch machen und es eben ständig irgendwo läuft. Die glauben dann, dass Sport nur aus Fußball besteht.
  • pischti
    Mittwoch, 25.07.2012, 08:36 Uhr
    @Kgemusha Ist ja alles schön und gut, Leistung hin oder her, ändert trotzdem nichts daran, dass es kaum ein Mensch regelmäßig sehen will! Ich muss mich nicht besser informieren um zu wissen dass Diskuswerfen nicht viele Fans hat ^^ Und warum bringen die Medien keine dieser Sportarten regelmäßig im Fernsehen? Richtig, weil die Einschaltquoten einfach zu schlecht wären :)
  • Kagemusha
    Dienstag, 24.07.2012, 17:36 Uhr
    Du solltest dich mal etwas besser informieren, bevor du hier was von "Schwachsinn" fabulierst. Diskuswerfen ist ein Teil der Leichtathletik und findet in der Regel im Rahmen größerer Leichtathletikveranstaltungen statt. Bei großen internationalen Sportfesten werden dort in kurzer Zeit in vielen verschiedenen Disziplinen Weltklasseleistungen gezeigt, es passiert viel mehr als in einem Fußballspiel. Bis in die achtziger Jahre wurde Leichtathletik regelmäßig von ARD und ZDF einem großen Publikum präsentiert, das dadurch im Gegensatz zu heute auch gut über diesen Sport informiert war. Leider haben die öffentlich-rechtlichen Sender sich irgendwann wegen des Quotendrucks im Vergleich mit dem Kommerzfernsehen fast ausschließlich auf Fußball fixiert (Ausnahme Wintersport) und verschwenden dafür leider einen beträchtlichen Teil der Fernsehgebühren. Deswegen sieht man die meisten olympischen Sportarten heute normalerweise nur noch in Spartenkanälen, es liegt also sehr wohl an den Medien

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