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08.08.2012, 16:27 Uhr

So erlebte Robert Harting die Nacht in der S-Bahn

(sl/jfi) - Welch ein Abend für den deutschen Diskus-Helden Robert Harting: Erst Olympia-Gold gewonnen, dann die Nacht in der S-Bahn verbracht. Schuld an dem Schlamassel ist ein Dieb, der den Deutschen ausgeraubt hatte.

Robert Harting Ganz so beschwingt wie nach seinem Olympiasieg wird Diskuswerfer Robert Harting nicht durch die Londoner Bahnen gehüpft sein. (Fotomontage) © JOHANNES EISELE / AFP - imago / Sabine Gudath

Wie "Bild.de" berichtet, feierte der Berliner mit Freunden auf der MS Deutschland seinen Sieg, als ihm die Akkreditierung und seine Sportausrüstung gestohlen wurde. Das wurde dem Olympiasieger dann zum Verhängnis: Harting wurde der Zutritt zum Olympischen Dorf verweigert, da er keine Zugangsberechtigung vorlegen konnte. Obwohl sich der Diskuswerfer mit seinem Reisepass ausweisen konnte, blieb ihm der Eintritt zu seiner Unterkunft verwehrt. "Ich musste mir mehrere Stunden eine Ersatz-Akkreditierung organisieren, obwohl ich meinen Reisepass dabei hatte", sagte der Goldgewinner bei "Bild.de".

Sein Leid twitterte der Riese dann am Morgen: "Puuh i just got robbed while i did some work to please athletic fans! I lost all my accredition for olympic village! - no entrance ;( " (Übersetzt: Puuh, ich wurde gerade ausgeraubt, während ich Olympia-Fans einen Gefallen tat! Ich verlor all meine Akkreditierung für das Olympische Dorf! - Kein Einlass ;( ). Da blieb dem Berliner nichts anderes übrig, als es sich in der Londoner S-Bahn gemütlich zu machen, bevor er dann um 8.10 Uhr wieder in sein Bett konnte. "Vorher hab ich nur kurz in der S-Bahn, auf einem Stuhl und auf einem Teppich gepennt", so der Diskuswerfer.

Seinen Besuch bei seinen Kanu-Kumpels musste er dann schließlich absagen, zu müde war er nach dieser Schreckensnacht. Ein Glück nur, dass er erste heute Abend seine Goldmedaille bekommt.

Alle News vom: 8. August 2012 Zur Übersicht: Olympia

23 Meinungen zu "So erlebte Harting die Nacht"

  • dermichi79
    Freitag, 10.08.2012, 10:44 Uhr
    Alles halb so wild. Schlimmer wäre gewesen, wenn sie ihm die Goldmedallie geklaut hätten.
  • mschaffer
    Donnerstag, 09.08.2012, 17:01 Uhr
    Hätte der nicht einfach zurück zur MS Deutschland und dort schlafen können? Das ist doch ein Hotelschiff, oder nicht?
  • wennwegdannweg
    Donnerstag, 09.08.2012, 14:38 Uhr
    @kregra & alle: und deshalb niemals das Portemonnaie in die Gesäßtasche! Ich wurde zwar nie beklaut, allerdings einmal beim Radfahren verloren, weil unbemerkt aus der Gesäßtasche gerutscht - alles war weg... Glück im Unglück: dank einem ehrlichen Finder ein paar Tage später im Briefkasten gehabt.... Und zum eigentlichen Thema: Shit happens! Davor ist scheinbar selbst ein Gold-Olympionike nicht gefeit....
  • MrBill
    Donnerstag, 09.08.2012, 10:54 Uhr
    Ich dachte er hat seine sachen vor freude über bord geworfen
  • Gumpfkopf
    Donnerstag, 09.08.2012, 10:53 Uhr
    Das Ganze ist mir unverständlich. Man hätte doch die Möglichkeit gehabt, Trainer, Offizielle oder IOC-Mitglieder der deutschen Mannschaft nach der Richtigkeit seiner Aussagen zu befragen und dann wäre er sicherlich auch ins Olympische Dorf reingelassen worden. Wahrscheinlich hatte er auch sein Handy nicht mehr und die wichtigen Rufnummern alle vergessen oder nie gewusst und ein Telefon gab es wahrscheinlich in ganz London nicht. Naja, mehr möchte ich dazu auch nicht sagen. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

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