Zehnkämpfer Behrenbruch erlebt "Katastrophe"
Zur Halbzeit fand sich der 27-Jährige in London nur auf dem 15. Platz wieder. 4108 Punkte, 553 Zähler hinter Weltrekordler und Top-Favorit Ashton Eaton aus den USA.
Behrenbruch muss nun auf eine enorme Steigerung an seinem starken zweiten Tag setzen. Er sprintete die 100 Meter zum Auftakt in 11,06 Sekunden und blieb damit 22 Hundertstel über seiner persönlichen Bestleistung. Mit 7,15 Metern im Weitsprung konnte sich Behrenbruch nicht steigern. Im Kugelstoße1n war er mit 15,67 Meter weit von seiner Bestleistung entfernt.
Auch die 1,96 Meter waren für den 2,03-Meter-Hochspringer keine Offenbarung. Im abschließenden 400-Meter Lauf quälte er sich in 50,04 Sekunden ebenfalls weit entfernt von seinen Ansprüchen über die Stadionrunde und sank danach ratlos auf die Tartanbahn.
"Das ist jetzt schon eine absolute Katastrophe. Jetzt muss ich mal schauen, wo ich diese fehlenden Punkte wieder herbekomme", bemerkte der Olympia-Debütant schon nach dem Kugelstoßen enttäuscht. Dabei war der Europameister, der nach seiner Ausbootung durch den DLV seit November 2011 im estnischen Tallinn lebt und trainiert, als Zweiter der Jahresweltrangliste hinter Weltrekordler Eaton angereist. Der Amerikaner führt nach dem ersten Tag mit 4661 Punkten vor seinem Landsmann Trey Hardee (4441) und dem dem Kanadier Damian Warner (4386.).
Der Hallenser Rico Freimuth erwischte mit 4206 Punkten einen guten Start und liegt als Neunter sogar 98 Punkte vor Behrenbruch. Der Frankfurter Jan Felix-Knobel belegt nach der Hälfte der zehn Disziplinen mit 3938 Zählern den 24. Rang.
Für den früheren Weltrekordler Roman Sebrle ist das letzte Olympia-Abenteuer bereits zu Ende. Wegen einer Fußverletzung musste der 37 Jahre den Wettkampf aufgeben. Über 100 Meter hatte er sich noch durchgebissen, war aber in 11,54 Sekunden nur 31. und Letzter geworden. Zum Weitsprung konnte der Olympiasieger von 2004 in Athen und Weltmeister von 2007 nicht mehr antreten. Sebrle will aber weitermachen: 2013 gibt es eine Hallen-EM in Göteborg und die Freiluft-Weltmeisterschaften in Moskau.
6 Meinungen zu ""Katastrophe" für Zehnkämpfer"
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Jasonein
Donnerstag, 09.08.2012, 11:16 Uhr Der Leistungeinbruch zieht sich durch fast die gesamte deutsche Olympiamannschaft. Insofern ist das bei dem hoch gehandelten Zehnkämpfer auch nicht anders. Viele schaffen die guten Leistungen nur vor oder nach den Olympischen Spielen. Offensichtlich können die Deutschen ihre Leistungen nicht zum richtigen Zeitpunkt bringen. Denn bei Olympia gilt der alte Satz: "hic Rhodos, hic salta". Das hic ist in diesem Fall London 2012. -
fehmarnfan
Donnerstag, 09.08.2012, 11:09 Uhr @Eisflamme: Lasst doch endlich diese dämlichen, mit dem 3. Reich in Verbindung gebrachten Äusserungen. Ich kann es nicht mehr hören/lesen. ! Es geht um Sport, nicht um Krieg oder arisches Aussehen! Lasst es endlich ruhen. PS. Was hättet ihr geschrieben wenn PB wohl dunkelhaarig mit einem braunen Teint antreten würde? -
Swissangel
Donnerstag, 09.08.2012, 10:37 Uhr @Eisflamme: das habe ich mir auch für einen Moment gedacht. -
Eisflamme
Donnerstag, 09.08.2012, 10:00 Uhr "Arisches" Bilderbuchaussehen hilft halt nicht immer. -
buxevoll
Donnerstag, 09.08.2012, 09:13 Uhr Hätte sich vielleicht nach der EM weniger im TV rumtreiben sollen!? Typisch für unsere Journalie, nach dem EM-Titel wurde der gleich wieder in den Himmel gehoben und zum Saisonhöhepunkt ist er nun nicht fit.
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