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26.06.2012, 10:42 Uhr

Über Bord mit der Seekrankheit

Trockener Mund, kalter Schweiß, Übelkeit -​ jeder zehnte Kreuzfahrtreisende leidet an Seekrankheit. Medizinisch gesehen ist sie eine Art der Reise-​ und Bewegungskrankheit und entsteht, wenn der Körper Probleme damit hat, verschiedene widersprüchliche Reize zu verarbeiten.

Was tun

Seekrankheit wird leider vererbt und wirkt sich individuell sehr unterschiedlich aus. Frauen sind deutlich anfälliger, insbesondere während der Schwangerschaft. Kleine Kinder und ältere Menschen haben dagegen fast gar keine Probleme.

Die Vorbereitung

Vorbeugend sollte man am Vortag der Reise auf Alkohol und Nikotin verzichten und ausgeschlafen an Bord gehen. Der Magen sollte bei Betreten des Schiffs nicht leer sein. Es wird empfohlen, kleine Mahlzeiten statt großer Portionen zu essen.

Einen Punkt fixieren

Aufenthalt in der Mitte des Schiffes ist immer besser als am Bug oder Heck, wo das Schaukeln viel stärker zu spüren ist. Bei ersten Anzeichen der Seekrankheit aufs Deck an die frische Luft gehen und einen Punkt am Horizont fixieren. Unter Deck sieht man nur eine weiße Wand, während das Gleichgewichtsorgan meldet, dass es schaukelt.

Medikamente gegen Seekrankheit

Ein Nickerchen hilft immer. Denn beim Schlafen sinkt der Histaminspiegel. Bei leichten Beschwerden helfen auch bewährte Hausmittelchen wie Ingwer und Vitamin C. Bei starken Beschwerden oder bekannter Anfälligkeit dafür, sollte man zwei Stunden im Voraus Medikamente nehmen. Antihistaminika wie Diphenhydramin oder Dimenhydrinat helfen bei leichten bis mittleren Beschwerden. Bei stärkeren Beschwerden empfehlen sich Präparate mit Scopolamin oder Promethazin (rezeptpflichtig). Gute Nachricht: Nach zwei bis drei Tagen auf See haben die meisten Menschen kaum noch Probleme.

© Axel Springer AG

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