Kaiserslautern entlässt Balakov
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates beim Bundesliga-Absteiger, Dieter Rombach, bestätigte dem Radiosender SWR die Trennung. Balakow war als Hoffnungsträger am 22. März bei den Roten Teufeln als Nachfolger von Marco Kurz angetreten. Doch bewirkt hat der 46-Jährige nichts: Sieben der letzten acht Erstliga-Begegnungen verlor Balakovs Team, die erhoffte Rettung gelang nicht.
Vorstandschef Stefan Kuntz traute Balakov zunächst den Neuaufbau zu und stattete den einstigen Weltklasse-Fußballer mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2013 aus. Das Vertrauen schwand jedoch schnell. "Hinterher ist man immer klüger. Nichts wurde besser. Wir haben noch schlechter gespielt als vorher", zog der selbst wegen der verfehlten Personalpolitik in der Kritik stehende Kuntz ein vernichtendes Fazit. Kuntz war am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Pressesprecher Christian Gruber erklärte lediglich, dass man die Meldungen "nicht kommentieren" wolle.
Für Balakov sollte der Wechsel von Hajduk Split in die Pfalz zum Sprungbrett auf den deutschen Markt werden. Seinen Vertrag beim kroatischen Tabellenzweiten hatte der Bulgare einvernehmlich gekündigt. Mit dem FCK und einem von ihm zusammengestellten Kader wollte er zum Retter werden. Jetzt verhandeln seine Anwälte, wie der laufende Kontrakt aufgelöst werden kann.
Kuntz ist nach vielen Flops auf dem Transfermarkt gut beraten, erst einen Nachfolger für Balakov zu finden und die Zusammenstellung des Kaders nicht im Alleingang anzugehen. Die Gerüchteküche auf dem Betzenberg brodelt. Für wahrscheinlich wird es rund um das Fritz-Walter-Stadion gehalten, dass ein Trainer mit "Stallgeruch" kommen muss. Der Neue soll den notwendigen Neuaufbau und den sofortigen Wiederaufstieg planen - und dann verwirklichen.
Als heißer Kandidat gilt Franco Foda, der mit Kuntz 1990 DFB-Pokalsieger wurde. Ihn wollte Kuntz schon 2009 verpflichten. Doch der 46-Jährige blieb lieber in Österreich. Bei Sturm Graz feierte der gebürtige Mainzer große Erfolge, musste aber vorzeitig gehen, nachdem er seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte.
In Ciriaco Sforza wird ein zweiten Ex-Lauterer als künftiger Trainer gehandelt. Wie Foda ist auch der als schwierig geltende Sforza bei Grashoppers Zürich vorzeitig entlassen worden. Im Gespräch ist zudem Holger Schmidt, der mit dem SC Paderborn lange in der 2. Liga um den Titel mitspielte.
Nach dem Rausschmiss Balakovs soll nun die Mannschaft durchforstet werden: Einige Großverdiener sollen den auf zehn Millionen Euro zusammengestrichenen Spieleretat nicht mehr belasten. So scheint die Zukunft von Kapitän Christian Tiffert, Pierre de Wit sowie den vom FSV Frankfurt zurückkehrenden Ilijan Micanski und Chadli Amri ungewiss. Auch Itay Shechter, Richard Sukuta-Pasu und Anthar Yahia sind Abschiedskandidaten. Als Neuzugänge kann der neue Trainer mit Albert Bunjaku vom 1. FC Nürnberg und Mimoun Azaouagh vom VfL Bochum planen.
82 Meinungen zu "Kaiserslautern entlässt Balakov"
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Schnitzeljaeger
Freitag, 18.05.2012, 17:37 Uhr Wie wärs denn auch mit Möhlmann oder Friedhelm Funkel??? -
Schnitzeljaeger
Freitag, 18.05.2012, 17:26 Uhr ..Also wenn Sforza unser neuer Trainer sein sollte,dann verabschiede ich mich von meinen ""1.FCK" wenn man aus seinen Fehler nicht lernen möchte ...nur zu.. Und ich bin hier nicht der Einzige der so denkt. -
woronzow
Freitag, 18.05.2012, 17:24 Uhr der gute Trainer aus der Pfalz arbeitet momentan sehr erfolgreich in Basel -
Fuchshag
Freitag, 18.05.2012, 17:13 Uhr So, auf diese Art und Weise wird der FCK "durchgereicht" in die 3.Liga. Alemannia Aachen und der KSC warten schon..... Niemals hätte man Balakov mit einem Vertrag bis 2013 ausstatten dürfen. Und was ich da lese : Der Herr Sforza sei ein Kandidat. Da kann ich nur warnen ! Als Spieler schon ein Stinkstiefel, als Trainer taugt der auch nix, ich habe genau beobachtet, was er bei den Grashoppers Zürich gemacht hat. Lasst die Finger von dem ! Gibt es denn nicht einen guten Trainer in der Pfalz ? Und wo sind die Pfälzer Spielertalente ? Müssen es denn immer ausländer sein ? -
vision4712
Freitag, 18.05.2012, 16:45 Uhr Es hätte mich doch gewundert, wenn der Alleinherrschende Vorstandsvorsitzende Kuntz sich bezüglich dem erneuten Trainerwechsel der Presse gestellt hätte. So schickt er nun den Aufsichtsratsvorsitzenden Rombach vor, um den Trainerwechsel bekannt zu geben (welch ein Schwächling), nur um nicht berechtigten kritischen Fragen antworten zu müssen. Dieser, von dem gewählten Aufsichtsrat mit dem höchsten Stimmanteil (ein Rechtsanwalt aus Karlsruhe, keine Kenntnis vom Vereinsrecht und kein Selbstvertrauen) zum Vorsitzenden vorgeschlagen), soll nun erklären, warum dieser Trainer entlassen wurde. Es bleibt festzstellen, dass der Aufsichtsrat auch die Trainerentlassung von Marco Kurz "abgenickt hat und die Einstellung von Balakov auch abnicken durfte, ohne zu fragen, warum denn gleich einen Vertrag bis 2013 und nicht abwarten, bis dieser den FCK gerettet hätte. Wer ist eigentlich der Berater von Balakov?. Mit dem nun zu findenden neuen Trainer hat der FCK jetzt insgesamt drei Trainer (plus Cotrainer) mindestens ein Jahr zu bezahlen (in der freien Wirtschaft wäre der Vorstand schon längst vom Aufsichtsrat ausgewechselt worden, jedoch bei diesem, der absolut keinen Fußballkenner in seinen Reihen hat, ist das nicht zu erwarten, da man sich ja wie in der Vergangenheit mit dem Ruhm des ehemaligen Europameister sonnen möchte. Nun, der Lack dürfte zumindest seit der Balakoventlassung für Kuntz ab sein. Mich würde einmal interessieren wie die finanzierenden Banken diese erneuten außerplanmäßigen Ausgaben sehen. Normalerweise müßten diesem Vorstand ein Insolvenzverwalter zur Seite gestellt werden, um ordnungsgemäß zu wirtschaften. Der sogenannte Finanzvorstand Grünewald wird ja von Kunz als Finanzgenie hingestellt (oh, Wirtschaftsland Deutschland, die wahren Finanzmanager können einem leid tun bei so einer Einschätzung). Fest steht, dass das wahllose Durcheinander beim FCK so weitergeht und dass der saarländische Vorstandsvorsitzende Kuntz weiterhin seine nicht durchdachten Aktionen mit dem Abnicken vom Aufsichtsrat (wie lange noch Herr Rombach ?) fortführen kann. Mir ist es um den FCK Angst und Bange. -
locos69
Freitag, 18.05.2012, 16:31 Uhr 10 millionen etat und dann der wiederaufstieg wird eingeplant. träumt ruhig weiter, ihr spinner. -
sheldon2015
Freitag, 18.05.2012, 15:35 Uhr was für eine verantwortung hat ein trainer der den kader nicht zusammengestellt.
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