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18.07.2012, 10:50 Uhr

Rajkovic: "Thorsten Fink lügt"

(ae/rh) - Die Saison hat noch gar nicht richtig begonnen und beim Hamburger SV geht es drunter und drüber. Nach der öffentlich ausgetragenen Posse um ein mögliches Millionen-Investment von "Edel-Fan" Michael Kühne, der "Beinahe-Verpflichtung" von Rafael van der Vaart, folgte zuletzt die Prügelei im Training zwischen Heung Min Son und Slobodan Rajkovic. Nun beginnt der nächste Akt im Hamburger Sommertheater. In einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" rechnet der ausgebootete Rajkovic mit Trainer Thorsten Fink ab.

"Ich habe so etwas noch nie erlebt. Ich wurde noch nie so oft und so lange angelogen", motzt der 23 Jahre alte Abwehrspieler. Nach dem Zwischenfall im Training wurde er zunächst zur U23 geschickt, bevor Fink am nächsten Tag zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Carl Jarchow das endgültige Aus des Serben verkündete: "Für mich ist klar, dass er nicht mehr zurückkehrt. So etwas geht nicht, man muss untereinander Respekt haben."

Son bekam vom Klub lediglich eine Geldstrafe aufgebrummt. Mangelnden Respekt wirft Rajkovic auch Fink vor: "Der Trainer hat mir gesagt, dass ich bei ihm kein Spiel mehr mache. Der Streit mit Son war nur ein willkommener Anlass. Die Sache war schon vorher klar. Das hat er mir in einem Vieraugengespräch auch gesagt."

"Ich habe ihn gefragt, ob er mich nicht mag. Und er antwortete: 'Ja.' Ich sei nicht sein Typ Spieler", führt Rajkovic weiter aus. Doch das sei eigentlich kein Problem erklärt er weiter: "Fußball ist eben auch Geschäft. Das wäre hart für mich gewesen, aber ich hätte Bescheid gewusst und hätte aufhören können, an mir zu zweifeln. Vor allem aber hätte ich die Achtung vor ihm bewahrt, weil er es wenigstens ehrlich kommuniziert."

"Ich habe hintenherum erfahren, dass der HSV mich verkaufen will. Es war sogar ein Tauschgeschäft mit Dynamo Moskau vom Verein vorgeschlagen worden, ohne dass mein Berater oder ich involviert waren", verrät Rajkovic. "Er hätte mir seine Entscheidung wie ein Mann mitteilen können und sie nicht wie ein Mädchen über Zeitungen lancieren müssen. Es kam nie eine klare Aussage von ihm."

Und offenbar steht der Defensivspieler mit seiner Meinung nicht alleine da. "Bei Fink bestätigt sich langsam das Gefühl, das einige haben, dass Selbstständigkeit nicht erwünscht ist. Es wird immer populistisch eine Hierarchie gefordert - aber hier wird alles von außen gesteuert", erläutert er.

Während beim FC Bayern beispielsweise ein Zwist zwischen Franck Ribéry und Arjen Robben intern geklärt wird und nach außen hin die Spieler geschützt werden, ist es beim Hamburger SV offensichtlich anders, findet der ehemalige Chelsea-Profi. "Der Trainer hat mich öffentlich als Buhmann hingestellt und suspendiert. Noch bevor ich angehört wurde", bemängelt Rajkovic und führt weiter aus: "Trainer müssen viele Spieler bei Laune halten. Da kann man nicht immer alles sagen. Aber unser Trainer lügt. Er hat zwei Gesichter. Und leider sehen das in der Mannschaft schon einige so. Im Gegensatz zu mir wollen hier einige weg."

Schwere Vorwürfe des Innenverteidigers, die jede Menge Zündstoff beinhalten und eigentlich nur eine fristlose Kündigung des Spielers zur Folge haben kann. Eigentlich schade findet der Aussortierte: "Der HSV ist ein toller Klub. Hier wollte ich meine zweite Heimat finden. Aber jetzt wird es gefährlich, weil man dem Trainer zu viele Rechte einräumt. Wen er nicht will, den behandelt er schlecht."

Fortsetzung folgt...bestimmt...

Alle News vom: 18. Juli 2012 Zur Übersicht: Sport

89 Meinungen zu "Rajkovic: "Trainer Fink lügt""

  • lbbwler
    Freitag, 20.07.2012, 09:04 Uhr
    @Mattcon "@Ibbwler Welche Bestätigung? Da im Süden ist die Realität wohl auch nur eine Illusion verursacht durch Alkohol-(Champagner-)Mangel?!? ;-)" Ich sagte doch schon DANKE für Deine Bestätigung! Dann halt jetzt ein zweites Mal....
  • Mattcon
    Donnerstag, 19.07.2012, 16:43 Uhr
    @Ibbwler Welche Bestätigung? Da im Süden ist die Realität wohl auch nur eine Illusion verursacht durch Alkohol-(Champagner-)Mangel?!? ;-)
  • lbbwler
    Donnerstag, 19.07.2012, 16:31 Uhr
    @Mattcon "@Ibbwler Hä??? Das ist wohl alles "Stammtisch-Geschwätz", oder??? Was haben die nun die ach so großen "kulturellen und wirtschaftlichen" Unterschiede mit den Fußballvereinen aus dem Norden zu tun, bei denen nicht überwiegend Norddeutsche im Vorstand, als Trainer oder Spieler angestellt sind??? Und zum Länderfinanzausgleich: da hat sich der Seehofer ja ein schönes Thema zum Wahlkampf ausgesucht. Der Freistaat Bayern wurde übrigens auch mal finanziell unterstützt. Die Gewichte verlagern sich gen Süden??? Kaiserslautern als Beispiel eines Absteigers genannt- seit wann liegt die Stadt im Norden? Und D´dorf liegt natürlich auch im Süden, knapp nördlich von Köln. Prima, dass Sie sich im Süden, wo die "heile Welt" ist, so wohl fühlen, mit CSU-Politik und so, schön konservativ, in manchen distinguierten, versnobten Schicky Micky-Städten, mit Champagner statt Astra-Bier sich besaufend, im Süden der Republik, tief verwurzelt auch mit Mutter Natur, wo die Eltern noch Geschwister sind... (dies als mein Stammtisch-Geschwätz)." Nun denn! MUSS ich noch irgendwas ergänzen zu meinen vorhergehenden Darlegungen zum Thema "Unterschied zwischen Norden und Süden"??? Nö... Danke für die Bestätigung, Herr oder Frau Mattcon. "HSV NULL Der Süden FÜNF" "Danke !" "Bitte" Guten Abend !
  • Mattcon
    Donnerstag, 19.07.2012, 16:09 Uhr
    @Ibbwler Hä??? Das ist wohl alles "Stammtisch-Geschwätz", oder??? Was haben die nun die ach so großen "kulturellen und wirtschaftlichen" Unterschiede mit den Fußballvereinen aus dem Norden zu tun, bei denen nicht überwiegend Norddeutsche im Vorstand, als Trainer oder Spieler angestellt sind??? Und zum Länderfinanzausgleich: da hat sich der Seehofer ja ein schönes Thema zum Wahlkampf ausgesucht. Der Freistaat Bayern wurde übrigens auch mal finanziell unterstützt. Die Gewichte verlagern sich gen Süden??? Kaiserslautern als Beispiel eines Absteigers genannt- seit wann liegt die Stadt im Norden? Und D´dorf liegt natürlich auch im Süden, knapp nördlich von Köln. Prima, dass Sie sich im Süden, wo die "heile Welt" ist, so wohl fühlen, mit CSU-Politik und so, schön konservativ, in manchen distinguierten, versnobten Schicky Micky-Städten, mit Champagner statt Astra-Bier sich besaufend, im Süden der Republik, tief verwurzelt auch mit Mutter Natur, wo die Eltern noch Geschwister sind... (dies als mein Stammtisch-Geschwätz).
  • lbbwler
    Donnerstag, 19.07.2012, 14:41 Uhr
    @krempelrot schrieb (S. 12) "@lbbwler u.a Und wer Astra säuft, der hat einen -sagen wir mal - bescheidenen "Horizont". Bleibe doch mal sachlich, oder hast du dir die Birne mit Astra zugeknallt....?" Soll ich hier jetzt ernsthaft über die kulturellen und wirtsdchaftlichen Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutschen schreiben? Über "Schaffe-schaffe-Häusle-baue" oder über "Wir können alles außer Hochdeutsch"? Oder über den Länderfinanzausgleich, wo der Südender republik dem Norden seine ganzen Annehmlichkeiten bezahlt? Oder über die Bundesliga, in der sich immer mehr die gewichte gen Süden verlagern? (=> Abstieg Hertha, Köln, Kaiserslautern und Aufstieg Fürth, Frankfurt, Düsseldorf) Muss ich etwas über den zustand vom HSV und St.Pauli sagen? Darüber, dass der HSV zwar der Dino der Bundesliga (noch) ist, aber inzwischen eine Lachnummer?! Oder darüber, dass St.Pauli nur überleben konnte, weil z.B. der FC Bayern immer malwieder unterstützend geholfen hat (benefizspiele)? Wohl wirklich nicht! Oder darüber, dass man, wenn man zum Training vom VFB Stuttgart oder des FC Bayern geht, keine biersaufenden "Fans" sieht, diese aber beim HSV-Training an der tagesordnung sind! Schau Dich um und setze Deine rosarote Hamburg-Brille mal ab. Ich als ehemaliger Norddeutscher bin auch aus einem Grund von dort oben im Norden weg: Die Menschen sind wenig zielstrebig, anders alös der "gemeine" Süddeutsche.
  • Monty0815
    Donnerstag, 19.07.2012, 13:58 Uhr
    @romandie4242 Currywurst-HSV, den Namen kannten wir Bremen auch noch nicht für die Stellinger. Das ist ja cool. Fink hat meiner Meinung nach nur ein Ziel, irgendwann Trainer beim FCB. Dem ist der HSV genauso Wurst wie seinerzeit Basel.
  • romandie4242
    Mittwoch, 18.07.2012, 17:41 Uhr
    Fink lügt? Für uns in Basel nichts Neues. Er wollte ja auch von Basel nicht weg vor Ende Saison und schwupp war er weg! Er wollte keine Spieler des FC Basel mitnehmen zum Currywurst-HSV und dennoch fielen Namen wie Xhaka, Abraham usw. Petrovic Abgang auch plötzliich, eigenartig!Ich habe viele Trainer gehabt in meiner fast 50-jährigen Fussballkarriere auf höchstem bis Veteranen-Niveau, aber noch nie ein menschlich so schwachen Typen. Sie mal gut in seine Augen bei den Intervieus. Er ist so etwas von unruhig, warum wohl?
Nicole Hosp

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