München: Bangen in Basel
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Rückschlag in Gladbach (1:3), in Hamburg (1:1), in Freiburg (0:0) - nicht nur Mario Gomez hat davon vor dem Achtelfinalhinspiel in Basel am Mittwochabend genug. "Es muss jetzt die letzte Warnung gewesen sein", sagte der Torjäger am Dienstag nach der Ankunft, "auch für die kommenden Wochen." Er fordert: "Wir müssen es schnellstens hinkriegen, dass wir in jedem Spiel topkonzentriert und topmotiviert sind."
Macht in etwa das Gegenteil von dem, was in Freiburg gezeigt wurde, als - wie Sportdirektor Christian Nerlinger aufzählte - "Leidenschaft, Einstellung, Aggressivität, Laufbereitschaft, aber auch die notwendige Spielanlage, um dominant und überzeugend zu spielen", fehlten. Aus den letzten zwölf Auswärtspflichtspielen sprangen nur vier Siege heraus.
Darum stattete Nerlinger gemeinsam mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Finanzvorstand Karl Hopfner der Mannschaft am Montag auch einen Besuch ab und richtete ein paar eindringliche, mahnende Worte an sie. Jupp Heynckes hatte nichts dagegen: "Das hat es bei Fußballmannschaften immer gegeben", meinte der Coach am Dienstag gelassen. "Ich habe das begrüßt, und es war abgestimmt. Ich denke, dass das Zusammenwirken aller Kräfte ganz wichtig ist."
In der Flut der Appelle durfte natürlich auch Präsident Uli Hoeneß nicht fehlen, der ebenfalls vor dem Abflug den Zeigefinger hob: "Unsere Mannschaft ist sehr gut beraten, das Spiel sehr ernst zu nehmen." Basel hat sich schließlich in der Königsklasse jüngst als Manchester-United-Schreck einen Namen gemacht.
Der englische Rekordmeister war auch an mangelhafter Einstellung gescheitert, deren Leitmotto ungefähr so geklungen haben könnte: "Unsere Mannschaft ist individuell besser besetzt als Basel, für diese Aussage muss man kein großer Prophet sein." Das allerdings erklärte Rummenigge am Dienstag.
An ein Scheitern gegen Basel will niemand einen Gedanken verschwenden. "Es ist klar", meint Heynckes, "dass der FC Bayern nicht ausscheiden darf." Allerdings fordert er gleichzeitig, das CL-Finale in München aus den Köpfen zu streichen. "Wir müssen Ziel um Ziel angreifen, dürfen nicht an irgendwelche Dinge denken, die irgendwann im Mai passieren." Sondern: "Wir müssen uns auf ein Ereignis wie am Mittwoch fokussieren."
Der Druck auf die Bayern könnte also kleiner sein, wenn am Mittwochabend der Anpfiff im St. Jakob-Park ertönt. Nach dem Freiburg-Ausrutscher (kicker-Durchschnittsnote 4,3) soll nicht weniger als eine 180-Grad-Wende her, zumindest was die Mentalität angeht. Genug geredet, meint Rummenigge: "Jetzt warten wir mal ab, was die Mannschaft macht."
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