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21.05.2012, 22:52 Uhr

Drogba verlässt Champions-League-Sieger Chelsea

Berlin (dpa) - Didier Drogba hat dem Rätselraten ein Ende gesetzt. Der Final-Held von München verlässt den FC Chelsea. Sein verwandelter Elfmeter kurz vor Mitternacht zum Gewinn der Champions League war die letzte Aktion des 34 Jahre alten Ivorers im Dress des Londoner Premier-League-Vereins.

Wie Drogba nun dem französischen Fachmagazin "France Football" verriet, teilte er seinen Mitspielern die Entscheidung nach der Rückkehr in London mit. "Wir werden nächste Saison nicht mehr zusammen sein", habe er seinen Mannschaftskollegen gesagt, erzählte Drogba. Er wolle nicht von der Bank mitansehen, wie beim FC Chelsea eine neue Mannschaft aufgebaut werde, erklärte der Stürmerstar, für den manch einer nach dem triumphalen Auftritt im Finale der Champions League gegen den FC Bayern schon ein Denkmal an der Stamford Bridge forderte. Wohin er nun wechselt, verriet der Ivorer nicht. "Es wird ein anderes Abenteuer", sagte der Angreifer, dem ein hoch dotiertes Angebot von Shanghai Shenhua in China vorliegen soll.

Mit dem Weggang von Drogba ist die erste der beiden wichtigsten Personalien geklärt. Nun warten alle auf ein erlösendes Zeichen von Roman Abramowitsch zur zweiten drängenden Frage: Bekommt Roberto di Matteo, der die "Blues" in zweieinhalb Monaten als Interimstrainer zum Gewinn des FA-Cups und der Champions League führte, einen Vertrag als Chefcoach? Eine Entscheidung wird laut britischer Medien auch noch in dieser Woche erwartet.

Der auch schon in Medien gehandelte Fabio Capello bekundete zwar am Wochenende, dass an den Gerüchten um seine Person beim FC Chelsea nichts dran sei. Spekulationen zufolge dürfte aber auch Josep Guardiola im Visier sein. Der Star-Coach des FC Barcelona hatte seinen Abschied bei den Katalanen in diesem Sommern angekündigt. Er will erstmal ein Jahr Pause machen.

Denkbar wäre also auch, dass di Matteo womöglich als Platzhalter installiert würde. Ob der 41-jährige Italo-Schweizer dazu bereit wäre, ist eine ganz andere Frage. Antworten kann letztlich nur Abramowitsch geben.

Club-Ikone Frank Lampard widersprach aber bereits allen Schwarzsehern, die nach dem größten Erfolg der 107-jährigen Vereinsgeschichte auch schon wieder das Ende der aktuellen Erfolgsgemeinschaft befürchten. "Das ist erst der Anfang", sagte Lampard. "Niemand will sich auf diesem Sieg ausruhen."

Abramowitsch erst recht nicht. "Jahr für Jahr will er, dass wir besser werden, er greift für uns jedes Jahr in seine Hosentasche. Vielleicht will er uns bald auf das nächste Level führen", sagte der Kapitän John Terry in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". Nur weiß auch er nicht, welchen Plan Abramowitsch derzeit ausheckt.

Nach dem Triumph in München hatte er noch in der Kabine Worte an die Mannschaft gerichtet. "Roman hat viel gelacht. Es war einer der Momente, in denen man die Distanz zwischen ihm und uns etwas aufbrechen konnte", erzählte Terry in dem "SZ"-Interview. "Man konnte spüren, wie viel es ihm bedeutet", meinte Lampard: "Die Leute reden viel Unsinn über Chelsea und den Besitzer."

Nun wäre es allerdings gut, wenn Abramowitsch auch über die Trainerfrage reden würde. Didier Drogba ließ unterdessen wie schon im Finale Taten sprechen.

Alle News vom: 21. Mai 2012 Zur Übersicht: Sport

93 Meinungen zu "Nach CL-Sieg: Drogba geht"

  • Teyas
    Sonntag, 27.05.2012, 11:44 Uhr
    Barce und Bayern rausgekickt. Ohne ihn hätten sies kaum geschafft. Ein hervorragender Fußballer, der nun leider auch in die Jahre gekommen ist.
  • CiC
    Freitag, 25.05.2012, 12:35 Uhr
    So nach dem Motto "Mission erfüllt, ich bin dann mal weg". Find ich in Ordnung, mehr kann er mit Chelsea schließlich nicht erreichen, also warum nicht mal was anderes probieren?
  • blink
    Dienstag, 22.05.2012, 17:32 Uhr
    @seeyou Hach, wenn ich so auf die ganzen Kommentare der "Bayerntrolle" reagiert hätte, dann wäre die Säbener Straße inzwischen ein Krater. Meine Fresse, nehmt die doch einfach nicht für voll.
  • seeyou11
    Dienstag, 22.05.2012, 14:11 Uhr
    @BVBSCHWARZGELB09 Normalerweise drücke ich wenn es um Internationale Spiele geht immer den Bundesligisten die Daumen, allein schon wegen der Teilnahmeplätze. Aber nach deinen so tollen kommentaren hier werde ich selbst Tumbuktu die Daumen drücken gegen den BVB und damit bin ich sicherlich nicht allein. Mal sehen ob ihr überhaupt die Gruppenphase übersteht, ist immer schade um den Teilnehmerplatz der sinnlos blockiert wird.
  • Karmapa
    Dienstag, 22.05.2012, 13:10 Uhr
    Na ja, ein paar 100 Yuan in China verdienen ist ja auch nicht schlecht. Mal sehen was das für seine Elfenbeinküste Karriere bedeutet. Oder hat er da schon seinen Abschied verkündet?
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