Niersbach will EM-Konflikt mit Bayern lösen
Die Planungen von Bundestrainer Joachim Löw könnten durch ein Freundschaftsspiel der Bayern am 22. Mai in München gegen die Niederlande beeinträchtigt werden.
Niersbach hat Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge bereits in einem Gespräch "auf die Probleme aufmerksam gemacht, die für die Nationalelf durch dieses Testspiel entstehen können", wie der noch amtierende DFB-Generalsekretär der "Bild"-Zeitung sagte.
Niersbach will versuchen, "eine Lösung zu finden, mit der sowohl der FC Bayern als auch der DFB leben können". Löw plant für die EM in Polen und der Ukraine mit derzeit acht Bayern-Spielern. Die Vorbereitung der Nationalelf beginnt bereits am 11. Mai mit einem ersten Trainingslager in Sardinien. Vom 18. bis 31. Mai folgt der Schwerpunkt der Turniereinstimmung in Südfrankreich.
Löw muss unter Umständen schon wegen des DFB-Pokalfinales am 12. Mai oder des Champions-League-Endspiels am 19. Mai teilweise auf die Münchner Profis in der EM-Vorbereitung verzichten. "Wenn der Bundestrainer sagt, das passt mir nicht in die Vorbereitung, ist das nachvollziehbar", erklärte Bayern-Trainer Jupp Heynckes zu der Problematik der Partie am 22. Mai. Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick verwies jedoch darauf, dass die Abstellungspflicht der Vereine für die Europameisterschaft erst am 24. Mai beginne.
Die Partie der Bayern gegen den WM-Zweiten Niederlande war abgemacht worden, nachdem Arjen Robben den Bayern nach der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wegen einer Verletzung monatelang nicht zur Verfügung stand. Die finanziellen Folgen des Ausfalls für die Bayern sollen mit dem Testkick ausgeglichen werden.
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