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06.02.2012, 14:21 Uhr

Roland Linz bei der Austria auf dem Abstellgleis

Bei der Austria hängt wenige Tage vor dem Start ins Frühjahr der Fußball-Bundesliga der Haussegen schief. Nach der Nicht-Berücksichtigung von Ex-Kapitän Roland Linz im abschließenden Vorbereitungsspiel gegen Ruzomberok holte der in der Stürmer-Hierarchie nur als Nummer vier rangierende Internationale in einem Zeitungsinterview zum Gegenschlag aus.

Beim 2:0 gegen den slowakischen Club drängte sich erneut Dario Tadic als echte Alternative zur deutlich prominenteren internen Konkurrenz auf. Der 21-Jährige, der den Treffer zum 1:0 erzielte, erhielt als Solo-Spitze von Beginn weg den Vorzug vor Neuzugang Roman Kienast. Für Linz gab es überhaupt keinen Platz im Kader. Eine Situation, die den bereits unter Ex-Austria-Trainer Karl Daxbacher ins Abseits gerutschten Steirer natürlich missfällt.

Gegenüber der Tageszeitung "Österreich" erklärte Linz daraufhin, "eiskalt abserviert" worden zu sein. Vastic habe seine Entscheidung ihm gegenüber nicht einmal erklärt. Auf seinen Lebenswandel als Grund für seine aktuelle Situation angesprochen, ließ sich der Stürmer allerdings zu einer Aussage gegen seine Teamkollegen hinreißen. "Ich gehe zwar gerne am Abend gut Essen. Das lasse ich mir auch von niemanden verbieten. Bei uns gibt es aber Spieler, die nicht einmal wissen, wo der Stephansdom steht", erklärte Linz.

Eine Äußerung, für die Vastic kein Verständnis hat. Er stellte den Torschützenkönig der vergangenen Saison, der sein Kapitänsamt im Jänner aus freien Stücken zurückgelegt hatte, laut Medienberichten vor versammelter Mannschaft zur Rede. "Linz muss lernen, mit der Situation umzugehen. Er tut sich selber nichts Gutes", erklärte der am Montag auf dem Trainerseminar weilende Vastic in der "Kronen Zeitung". Und weiter: "Wenn er Opfer statt Kämpfer sein will, dann ist das seine Wahl."

© APA

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