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11.08.2012, 20:40 Uhr

Eklat in Düsseldorf: Schiedsrichter zu Boden gestreckt

Düsseldorf (dpa) - Nach einer tätlichen Attacke auf den Schiedsrichter ist das Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Benfica Lissabon abgebrochen worden. Benfica-Kapitän Luisao streckte Referee Christian Fischer in der 40. Minute zu Boden. Daraufhin brach der Unparteiische die Partie ab.

"Das ist das Schlimmste, was ich je im Fußball erlebt habe. Es ist deprimierend, mit sowas in Verbindung gebracht zu werden", sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth. Die Entscheidung, das Spiel zwischen dem Bundesliga-Aufsteiger und dem portugiesischen Spitzenclub nicht fortzusetzen, wurde Frymuth von Fischer im Kabinentrakt mitgeteilt. Der Unparteiische hatte sich zunächst vom Düsseldorfer Teamarzt behandeln lassen. Wie der Fernsehsender Sport1 mitteilte, habe Fischer über Kopfschmerzen geklagt.

Bis zum Abbruch verlief die Partie vor 22 000 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena relativ fair. Erst als Fischer beim Spielstand von 0:0 eine Gelb-Rote Karte gegen Benfica-Profi Savi Garcia Fernandez zeigen wollte, lief Luisao auf den Unparteiischen zu und versetzte ihm einen Check. "Wenn so ein Schrank auf den Schiedsrichter zugelaufen kommt und ihn checkt, ist klar, wie das ausgeht", meinte Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz.

Fischer ließ sich zunächst in die Kabine bringen und entschied eine Viertelstunde später, das Spiel nicht wieder anzupfeifen. "Ich hoffe, dass es Konsequenzen durch die UEFA gibt", sagte Frymuth, der den Vorfall der Europäischen Fußball-Union melden will.

Um das Publikum nicht zu verärgern, teilte Fortuna-Trainer Norbert Meier seinen Kader in zwei Mannschaften auf und ließ ein Testspiel austragen. "Unsere Generalprobe wurde außer Kraft gesetzt, das stört unsere Vorbereitung extrem", schimpfte Meier.

Nachdem es Mitte Mai im Relegationsspiel gegen Hertha BSC zu Ausschreitungen gekommen war, mussten die Düsseldorfer zunächst wegen eines Protestes um den Aufstieg bangen. Zudem wurde ein Geisterspiel gegen die Fortuna verhängt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hatte erst am Freitag in einer Berufungsverhandlung in Frankfurt/Main entschieden, dass der Aufsteiger in den ersten beiden Heimspielen der neuen Saison jeweils 25 000 Heim- und maximal 5000 Gästefans zulassen darf.

Alle News vom: 11. August 2012 Zur Übersicht: Sport

438 Meinungen zu "Tätlicher Angriff auf Schiri"

  • haumirnix
    Dienstag, 14.08.2012, 11:40 Uhr
    Bei einem Fußballspiel muss sich jeder an die Regeln halten!! Auch der Schiedsrichter !! spielt ein Spieler "Faul" wird er vom Schiedsrichter Bestraft.... "spielt ein Schiedsrichter "Faul", sprich :er pfeift Scheiße, so wird er nicht Bestraft!!! Das nennt man dann "Tatsachenentscheidung" !! ist das Gerecht....??
  • DoktorPusteblum
    Montag, 13.08.2012, 17:46 Uhr
    Und die Delegation der Portugiesen versuchte auch noch diese klare Tätlichkeit als Schauspielerei des Schiedsrichters hinzustellen. Lebenslange Sperre kommt zwar einem Berufsverbot gleich, aber wenn du deinen Chef so zur Strecke bringst, hast du auch keine Chance mehr auf einen Job. Wenn sowas geduldet wird sehe ich jedenfalls pechschwarz für den Sport!
  • mugendriver
    Montag, 13.08.2012, 16:47 Uhr
    Vielleicht konnte der Schiri anders als durch Abbruch das vom Wettbüro geforderte Ergebnis zur Erlangung seiner Prämie nicht Sicher stellen.
  • Maxderzweite
    Montag, 13.08.2012, 16:42 Uhr
    ok hier wird neuer dings alles von mir gesperrt....Seiten30, 60 Also es ist natürlich nicht dumm wenn man in einem Testspiel einen Schiedsrichter, mit voller Absicht, umhaut. Und die ForenAufsicht ist natürlich auch nicht dumm.
Nicole Hosp

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