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05.02.2012, 13:47 Uhr

Mancuso siegt im Garmisch-Super-G vor Fenninger

Nur 13/100 Sekunden haben Anna Fenninger auf den ersten Super-G-Weltcup-Sieg ihrer Karriere gefehlt, mit Platz zwei hinter der US-Amerikanerin Julia Mancuso konnte die 22-jährige Salzburgerin in Garmisch-Partenkirchen aber gut leben. US-Topfavoritin Lindsey Vonn schied aus. Dritte wurde die erneut starke Liechtensteinerin Tina Weirather, die ÖSV-Damen waren deutlich stärker als am Vortag.

"Es war verdammt schwer, die Stelle an der Hölle hat ihren Namen verdient", erzählte Mancuso nach dem sechsten Weltcuperfolg ihrer Karriere, den zweiten im Super-G nach Cortina 2007. Nachdem sie im Ziel abgeschwungen hatte, überquerte sie die Rote Linie nach der Ehrenrunde noch einmal und schnallte sich die Skier davor ab, weshalb Diskussionen wegen einer möglichen Disqualifikation die Runde machten.

Sie sei wegen des Kameramannes dort stehengeblieben und werde in Zukunft besser achtgeben, beteuerte Mancuso. So wolle sie ein Rennen nicht gewinnen, erklärte Fenninger. Da diese Aktion keinen Wettbewerbsvorteil brachte, blieb Mancuso Siegerin. "Für Atle (FIS-Renndirektor Skaardal) ist eine Disqualifikation nie zur Diskussion gestanden, maximal eine Geldstrafe", erklärte Österreichs Damen-Rennsportleiter Herbert Mandl. Protest eingelegt hatte niemand. Zur Erinnerung: Hermann Maier war am 14. Dezember 1997 nach seinem Riesentorlauf-Sieg in Val d'Isere disqualifiziert worden, weil er im Jubel einen Ski bereits vor der Werbe-Begrenzungslinie abgeschnallt hatte. Für viele damals und heute eine Fehlentscheidung.

Fenninger setzte ihren guten Lauf im Super-G fort, es war der vierte Podestplatz in fünf Rennen. "Im Super-G geht es Kurve auf Kurve, da musst du die Schwünge genau treffen. Da sagt mir mein Instinkt sehr gut, was ich tun muss, da habe ich ein gutes Selbstvertrauen", erklärte Fenninger. Im Disziplinweltcup hat Fenninger Boden auf die mit 313 Zählern führende Vonn gutgemacht, liegt mit 293 an zweiter Stelle. "Dass sie trotzdem noch vorne ist, obwohl sie ausgefallen ist, zeigt, wie gut sie bis jetzt war", meinte Fenninger.

Mannschaftlich präsentierten sich die Österreicherinnen deutlich stärker als in der Königsdisziplin am Samstag. Die Abfahrts-Sechste Elisabeth Görgl landete auf Platz 7, Stefanie Moser auf 9, Andrea Fischbacher auf 11, Nicole Hosp auf 12, Regina Mader auf 21 und Stefanie Köhle auf 29.

© APA

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