Melzer schießt Österreich ins Viertelfinale
Nach drei Einzelsiegen von Melzer (2) und Andreas Haider-Maurer steht Österreich damit erstmals seit 1995 in der Runde der besten acht Nationen der Welt. Im praktisch bedeutungslosen finalen Einzel verlor Andreas Haider-Maurer gegen Igor Kunizyn 4:6,6:4,6:7. Damit endete der Ländervergleich mit 3:2 für Österreich. Für die Generation um Melzer bedeutet dies den größten Davis-Cup-Erfolg ihrer Karriere.
Unabhängig vom Ausgang im April bleiben Melzer und Co. auch 2013 erstklassig. Die ÖTV-Equipe trifft nun am Osterwochenende vom 6. bis 8. April auswärts auf Titelverteidiger Spanien. Auch gegen Österreich werden die Iberer ohne Rafael Nadal und David Ferrer auskommen müssen, denn beide Stars verzichten heuer nicht zuletzt wegen Olympia auf den Davis Cup.
"Es war eine sehr gute Leistung. Ich bin richtig happy, weil doch viel Druck auf meinen Schultern war", sagte Melzer und fügte erleichtert hinzu: "Jetzt haben wir endlich dieses Viertelfinale, von dem wir schon reden, seit ich Davis Cup spiele." Melzer hatte lediglich zu Beginn gegen Bogomolow kleine Startschwierigkeiten und geriet mit 1:2 und einem Break in Rückstand. "Ich habe das Gefühl gehabt, ich bin der bessere Spieler und habe mit jedem Winner mehr Selbstvertrauen gewonnen. Melzer ließ Bogomolow in der Folge im ersten Satz kein Game mehr machen.
Die Truppe von Neo-Kapitän Clemens Trimmel zeigte trotz der so knappen Doppel-Niederlage vom Samstag, dass sie es verdient, in der Weltgruppe zu stehen. "Es war natürlich ein kleiner Dämpfer gestern Abend, aber trotzdem sind wir heute wieder als Team aufgetreten. Wir haben oft Chancen gehabt in den letzten Jahren, es hat halt nie alles gepasst", erinnerte sich Melzer, der diesen Davis-Cup-Sieg klarerweise als seinen schönsten bezeichnete.
© APA
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