Klarer Alta-Badia-RTL-Triumph Ligetys vor Hirscher
Der US-Amerikaner deklassierte die Konkurrenz einmal mehr. Ligety siegte 2,04 Sekunden vor Hirscher, dahinter folgten mit gewaltigem Respektabstand der Franzose Thomas Fanara (+ 3,27 Sekunden) und der für für Deutschland fahrende Tiroler Fritz Dopfer (4,22).
Hinter Hirscher, der in allen neun Weltcup-Riesentorläufen des Jahres 2012 aufs Podest fuhr, klaffte im ÖSV-Team einmal mehr ein großes Loch. Christoph Nösig wurde 12., Benjamin Raich 13. und Marcel Mathis 16. Punkte gab es auch noch für Hannes Reichelt, der als 25. fast sieben Sekunden langsamer als Ligety war. Die Österreicher sind damit im Klassiker auf der Gran-Risa-Strecke weiter seit 1997 (Christian Mayer) ohne Sieg.
"Für mich war nicht der Rekord, sondern der Sieg wichtig", meinte Ligety nach seinem 14. Weltcup-Triumph, dem 14. im Riesentorlauf. Der gewaltige Rückstand auf Ligety gab Hirscher zu denken. Dass er im zweiten Lauf schneller war, sorgte beim Gesamt-Weltcup-Sieger aber für Erleichterung. "Das ist schon eine Genugtuung. Aber Ted ist wirklich unglaublich, das ist einzigartig. Da muss ich fast lachen, weil mich das so schockt."
"Diese Rückstände sind schon ein Wahnsinn, krass", meinte Mathis kopfschüttelnd im Ziel. Vor der WM in Schladming steht nur noch ein Riesentorlauf auf dem Programm, am 12. Jänner in Adelboden. Bis dato hat im ÖSV-Team lediglich Aushängeschild Hirscher sein Ticket sicher, der Rest der Truppe hat bisher noch nicht überzeugt.
Im Herren-Weltcup gehen die Italien-Wochen weiter. Als letztes Rennen vor Weihnachten steht am Dienstag unter Flutlicht der Slalom in Madonna di Campiglio auf dem Programm. Im Gesamt-Weltcup führt Aksel Lund Svindal, der Norweger wurde am Sonntag Neunter, mit 614 Punkten vor Ligety (508) und Hirscher (460).
© APA
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