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13.12.2012, 14:41 Uhr

Gröden: Kröll hat gute Chancen

Auch das zweite und letzte Abfahrtstraining der alpinen Ski-Herren in Gröden ist mit einer norwegischen Bestzeit zu Ende gegangen. Kjetil Jansrud markierte am Donnerstag in 1:58,45 Minuten die Topmarke, Zweiter wurde der Mittwoch-Schnellste Aksel Lund Svindal (+ 0,07). Bester Österreicher war neuerlich Klaus Kröll, der Abfahrts-Weltcup-Sieger belegte mit 0,45 Rückstand wie am Mittwoch Platz drei.

Am Freitag (12.15 Uhr) steht in Gröden der Super G auf dem Programm, am Samstag (12.15 Uhr) folgt der Abfahrts-Klassiker auf der Saslong.

Damit hat sich ein recht deutliches Bild der Topfavoriten herauskristallisiert. Die ersten Anwärter sind Svindal, Jansrud, Kröll und der Kanadier Erik Guay. Dass in Gröden stets mit Überraschungen durch Läufer mit hohen Startnummern zu rechnen ist, zeigte sich aber in den Trainings ebenfalls. So fuhr der Italiener Werner Heel mit Startnummern jenseits der 50 auf die Ränge vier und sieben.

"Der Blick auf die Ergebnisliste zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Aber man kann davon ausgehen, dass es am Samstag anders ausschauen wird", zeigte sich Jansrud trotz der Bestzeit und seines dritten Platzes am 30. November in Beaver Creek bescheiden.

Jansrud hat u.a. auch ÖSV-Ass Kröll dick auf der Rechnung. Kröll ist fest überzeugt, dass er Svindal am Samstag fordern kann. "Svindal ist für mich auf jeden Fall in Reichweite. Er hat zwar derzeit eine enorme Sicherheit, aber das heißt nicht, dass er nicht zu biegen ist", sagte der amtierende Abfahrts-Weltcup-Sieger optimistisch.

Zweitbester Österreicher war am Donnerstag Florian Scheiber als Elfter. Die Steigerung um gleich 39 Plätze im Vergleich zum Mittwoch war für den Gröden-Debütanten leicht erklärt. "Ich bin heute eine viel engere Linie gefahren, auch die Körperspannung war eine ganz andere", berichtete der 25-jährige Tiroler, der in Beaver Creek Überraschungs-Vierter war. Das Nachfragen bei den arrivierten Teamkollegen vor den Gröden-Trainings hätte sich Scheiber sparen können, Kröll und Co. hielten den Jungspund nämlich "am Schmäh".

"Die Älteren haben gemeint: 'Wennst ins Ziel kommst, merkst nicht einmal was.' Jetzt steh ich da und bin voll fertig", meinte Scheiber.

© APA

Alle News vom: 13. Dezember 2012 Zur Übersicht: Sport
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