"The Voice": Neuer Tiefstwert
Mit 2,82 Millionen Zuschauern in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen und einem Marktanteil von 23,7 Prozent blieb "The Voice" erneut hinter den hohen Erwartungen, die es seit den sehr erfolgreichen ersten Folgen nun einmal gibt, zurück und erreichte ein neues Tief. Doch woran lag es?
Die Kandidaten sangen wie immer gut, teils großartig, sie lächelten zielsicher in die Kamera und wurden von der Jury auf Händen getragen. Die Publikumslieblinge Percival und Michael Schulte überzeugten mit kraftvollen Interpretationen von "Hedonism" (Skunk Anansie) und Radioheads "Creep" und die Jury war gut gekleidet und geschminkt.
Vielleicht fehlten dem Zuschauer aber die Ecken und die Kanten oder aufgrund des monotonen Komplimentenregens auch einfach die Spannung. Irgendwie will sich nach dem fulminanten Start der Show keine richtige Stimmung einstellen, der Zuschauer wird mit all der Harmonie und Lobhudelei im Studio auf Distanz gehalten.
"Wir sind jetzt alle Freunde", erwiderte Xavier Naidoo auf die wachsende Kritik der Presse zur Show, da falle das Kritisieren eben schwer. "Eine kleine Kritik" hatte Juror Rea aber gleich im Anschluss dennoch zu bieten: Das Korsett von Powerfrau Nina Kutschera sei zu eng gewesen. Eine "Good Cop/Bad Cop"-Konstellation à la DSDS war das aber noch lange nicht.
Am Ende musste sich Küken Lena Sicks verabschieden und brach in Tränen aus. Außerdem gehen mussten: Charles Simmons, Lisa Weller und Nina Kutschera. Die dritte Live-Show mit Xavier Naidoos Schützlingen sowie denen der BossHoss-Gruppe findet am 13. Januar bei Sat.1 statt. Und wer weiß, vielleicht wird die Stimmung angesichts des sich nähernden Finales ja bald hitziger.
575 Meinungen zu ""The Voice": Neuer Tiefstwert"
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Bulletz
Montag, 23.01.2012, 09:34 Uhr ICh habe mir am Wochenende nur 3 Minuten DSDS angeschaut, da wurde gleich jemand als hässlich detuliert, weil er eine Zahnlücke hatte (oh, wie schlimm) und dem volgenden Kandidaten jegliche Selbstachtung genommen, indem er tanzen musste (was ja bei DSDS schon immer Schwerpunkt war) nur um am Schluss noch den Rest zu geben. Lieber "Redakteur", oder als was Sie auch immer bezeichnet werden könnten, wenn das die Unterhaltung der Zukunft und die durch die Medien dagestellte vorbildliche Umgangs-Art und Weise sein soll, wünsche ich Ihnen einmal eine dieser U-Bahn-Begegnungen mit Leuten, die gelernt haben, keinen Respekt vor Anderen und ihrer geistigen- sowie körperlichen Unversehrtheit zu haben. Ich sehe schon DSDS 2020, wo ein sich kaum noch bewegen könnender Dieter Bohlen, einem Türsteher ein Zeichen gibt und der den unwürdigen Kanditaten(in) durch die Mangel nimmt. Dann doch viel lieber glattgebügelt, bevor wir nur noch Hass und Neid für einander empfinden. P.S.: Lieber Radakteur(in), Sie sollten sich einen anderen Beruf aussuchen. Machen Sie etwas, von dem Sie ihren Kindern mit Stolz erzählen können. -
Wortgetreu
Dienstag, 10.01.2012, 11:21 Uhr Peter Alexander wurde sicher in der damaligen Zeit als Größe empfunden und von den (älteren) Nostalgikern sicher noch in der jüngsten Vergangenheit. Ich weiß nicht, ob Peter Alexander befähigt war, über Primitivität urteilen zu können. Er Ruhe in Frieden und obwohl ich Achtung vor seiner Lebensleistung in der Unterhaltungsbranche habe: Filme, wie "Charleys Tante" oder "Das weiße Rössl" empfinde ich eher als primitiv - im Sinne von einfach gestrickt, leicht. Und auch als Gesangskünstler habe ich ihn nicht als grandiosen Sänger in Erinnerung. Und das meine ich nicht abwertend, es passte in die damalige Zeit, als man leichte Unterhaltung wollte, in den Jahren nach Kriegsende. Und wer ihn einmal liebte, der begleitete ihn auch bis zum Schluss. Nur, der Zeitgeist hat sich verändert. Und heute schauen vorwiegend andere Generationen Castingshows. Und offenbar gibt es einen Markt dafür, sonst würden diese nicht geschaut werden und wir würden hier nicht diskutieren. Man kann eines doch mit Sicherheit sagen: Bei "The Voice..." finden sich Talente. Die Leute können doch wirklich singen und teilweise beherrschen sie sogar noch ein oder mehrere Instrumente. Das ist alles andere als leicht oder primitiv. Ich gebe Herrn Alexander nur eingeschränkt "Recht". -
tom07
Dienstag, 10.01.2012, 10:43 Uhr Peter Alexander sagte mal::: Das Deutsche Fernsehen ist absolut Primitiv geworden!! Da hat der gute Mann wirklich Recht,ob Talkshows,Castingshows,Richtersendungen,Frauentausch usw.usw. Aber die Einschaltquoten scheinen ja zu stimmen! Ich kann das Fernsehen auch nicht mehr ertragen,das gute daran,ich spare Strom ;-) -
Wortgetreu
Montag, 09.01.2012, 14:23 Uhr Es ist wirklich interessant zu sehen, wie schnell die Euphorie für diese Sendung gekippt ist. Da sind die Erwartungen an eine Show, bei der es wirklich "nur" um die Stimme gehen soll, in den Himmel gewachsen und anfangs genauso hoch gelobt worden. Ebenso schnell wird diese Sendung in den Boden gestampft... Das ist der Spiegel unserer Gesellschaft: Wenn etwas sehr gut läuft, dann werden sogenannte Fehler (also Dinge, die bei einem selbst keine Anerkennung finden, die man selbst anders - natürlich viel besser und wesentlich gerechter - gemacht hätte...) kaum verziehen und es findet ein "In der Luftzerreißen" statt. Und dabei wird vergessen, dass dort Menschen sitzen, auch wenn sie prominent sind. Es bleiben Menschen, unperfekt. Aber, das sind ja wir alle, die wir von unserem Sessel aus kritisieren, nicht. Wir sind perfekt! Wir wissen alles besser und hätten natürlich alles ganz anders gemacht... Vielleicht hilft es ja auch zu sehen, wie wir selbst, säßen wir in den Sesseln, das ganze "bewerten" würden. Würden wir wirklich ausschließlich die Gesangsleistung bewerten oder würden nicht auch andere Dinge miteinfließen. Auch wenn wir das nicht wollen: Würden wir wirklich in letzter Instanz jemanden weiter lassen, den wir einfach nicht ausstehen können. Der vielleicht schon mit dem goldenen Löffel zur Welt kam, völlig finanziell versorgt lebt... ? Oder würden wir denjenigen nehmen, der es niemals leicht im Leben hatte, dessen letzte Chance die Show sein könnte, der von der Hand in den Mund lebt... ? Gehen wir mal davon aus, beide singen gleichauf, beide Stimmen gefallen uns auch gleichauf. Da sitzen Menschen, die durch ihren eigenen Geschmack geleitet sind, gesanglich und persönlich. Da fließt alles zusmmen, auch die Sympathie. Bei dem einen wird das Herz eher berührt als bei dem anderen, der ans Geldverdienen denkt. Natürlich geht es auch darum, die Geldmaschine am Laufen zu halten. Und: Die Kandidaten möchten ja mit ihrem Gesang GELD verdienen. Also, mitgehangen - mitgefangen. Als Beispiel Lena - gute Sängerin in jungen Jahren, allerdings nicht weltbewegend: Als sie von ihrem Ausscheiden erfuhr, sackte sie zusammen. Sie ist eben noch jung und verkraftet vielleicht die Dinge anders. Vielleicht wurde sie auch zu sehr hochgelobt und war sich ihrer Sache zu sicher ...? Wie soll bitte ein solch instabiler junger Mensch in der als hart bekannten Showbranche klarkommen ? Mit all der Kritik, den Auf's und Ab's, der Zuneigung und dann wieder dem Entzug dieser durch das Publikum. Durch uns. Dazu noch die Tatsache, dass sie eben nicht besser gesungen hat als Benham, Michael, Kim oder Yasmina. Von Percival spreche ich jetzt nicht, da dieser einfach gradios ist und wohl auch den Sieg davon trägt. Es war doch von vornherein klar, dass es nicht nur um die Stimme gehen würde. Das Konzept wurde doch bekannt gemacht vor Beginn. Das kann es schon rein menschlich gesehen nicht. Weil wir alle nur subjektiv entscheiden können. Und dazu gehören neben guten Ohren auch Herz und die Fähigkeit, Dinge zutreffend einzuschätzen. Wenn es nur um die Stimme gehen soll, dann dürfte keiner - weder Coaches noch Zuschauer - jemals auch nur einen Kandidaten sehen. Denn wir Zuschauer entscheiden auch nicht nur nach Gehör. Dann hätte es eine handvoll Organisatoren mit absoluter Schweigepflicht geben müssen, die alles managen, die Kontakt zu Kandidaten und Coaches haben und irgendwie den Kontakt zwischen beiden am Laufen halten. Und die Kandidaten würden hinter einem dunklen Vorhang sitzen, damit auch wir sie nicht sehen können. Kein Wort über die Herkunft, kein Wort über ihr Leben. Nichts. Am Ende dann die große Überraschung für ALLE. Nur nach Stimme. -
DEEJAYs2012
Montag, 09.01.2012, 10:06 Uhr Wir als die "KÖLNER-DEEJAY-VEREINIGUNG" sind der Meinung, das nicht alle Entscheidungen der Jurofren, mit der erbrachten Leistung der jeweiligen Casting-Teilnehmer konform gewesen sind. Heißt also, das der zurückgehende Zuschauerpult auch darauf zurückzuführen ist, das einige Liebllinge, die man schon hat weiter kommen sehen, nun nicht mehr dabei sind. Es ist nicht immer von Vorteil wirklich nur das Talent zu bewerten, sondern auch die Sympathie jedes Einzelnen in Augenschein zu nehmen. Und da fragt man sich natürlich, ob man jemanden singen hören möchte, der mir aber vom Charakter und von der schon erwähnten Sympathie, überhaupt nichts zu bieten hat. Und der Zuschauer wird auch später der Konsument sein der die CD´s des jeweiligen Interpreten kaufen muss. Vielleicht sollte das Kriterium da mal ein wenig Wert drauf legen. Viele sind schon in den sogenannten BATTLE-SHOWS ausgeschieden, die es verdient gehabt hätten, weiter zu kommen. Und wenn wir uns die Truppe von NENA anschauen, fragen wir uns echt, was dieser BION-LADEN Verschnítt auf dieser Bühne zu suchen hat. Da ist doch von Stimme nicht zu hören. Alles in allem werden mehr Zustimmigkeiten zwischen Coaches und Castingteilnehmer zum Ausdruck gebracht, als wirklich wahres Können zu bewerten. Naja, wir werden´s auf jeden Fall weiter verfolgen und dabei sehen, ob wir mit unseren Vermutungen richtig liegen. DEEJAY-AND-DINNER Köln -
Muschel11
Montag, 09.01.2012, 08:48 Uhr Nun, dass das Zuschauerinteresse sinkt, wenn es etwas harmonischer und freundlicher zugeht, als in anderen vergleichbaren Shows, spricht doch für, besser gegen, unsere Gesellschaft. Das was heute zählt ist neben Kohle, Kohle, Kohle doch hauptsächlich daran teilzunehmen, wenn andere niedergemacht werden. Für uns ist "The Voice" die einzige derartige Show, die es sich lohnt, anzuschauen - nicht wegen der Jury, sondern wegen der wirklich herausragenden Talente.








