Künstler und Glööckler glänzten am Opernball
Nach den Klängen von Bundes- und Europahymne zog das Jungdamen-und Jungherren-Komitee zur "Fächerpolonaise" von Carl Michael Zieher in den Ballsaal ein. Unter den Debütanten waren u.a. Jennifer Lafer, die Tochter von Fernsehkoch Johann Lafer, Milliardärssohn Gianni Stumpf-Schalko und SCS-Erbe Johannes Dujsik.
Danach stand das Ballett der Staatsoper im Mittelpunkt. Für den Höhepunkt sorgten schließlich die Publikumslieblinge Valentina Nafornita und Adam Plachetka, die neben Solo-Auftritten zusammen das Liebeslied "Lippen schweigen" aus der Lehar-Operette "Die lustige Witwe" sangen. Peter Schneider vertrat den erkrankten Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst als Dirigent des Staatsopernorchesters.
Bundespräsident Heinz Fischer und seine Frau Margit - in einer violett glitzernden Robe - vertraten beim Opernball das "offizielle" Österreich, das sich heuer eher rarmachte, denn verhältnismäßig wenige Minister nahmen am Fest teil. Fischer gefiel die diesjährige, flotte Eröffnung: "Ich glaube, es war sehr gut gemacht." Während Vizekanzler Spindelegger das Tanzbein schwang, musste Kanzler Faymann den heurigen Opernball auslassen. Er weilte beim EU-Gipfel in Brüssel.
Am Promi-Parkett war es der Abend der Diven: Die zweifache Oscar-Preisträgerin Hilary Swank sorgte auf dem Ball genauso für Blitzlichtgewitter wie der schrille deutsche Designer Helmut Glööckler. Richard Lugner setzte heuer hingegen mit seinem sympathischen Gast Mira Sorvino auf "Seriosität" - und ging dafür am Parkett der Eitelkeiten gnadenlos unter. Oscar-Preisträgerin Sorvino war dennoch angetan von dem Ball: "Es ist noch schöner, als ich es gedacht habe", sagte sie gegenüber der APA.
Während Oscar-Preisträgerin Swank vom rigorosen Management abgeschirmt wurde, genoss Glööckler das Bad in der Menge. Zunächst fuhr er mit einer Kutsche samt Bodyguards und persönlichen "Lakaien" vor dem Sangeshaus am Ring vor. Ein Eye-Catcher war auch sein selbst entworfener Prunk-Frack, sein Gesicht war mit Glitzersteinen übersät. Welche Steine es sind, wollte der Designer nicht verraten, aber: "Wenn ich sie trage, dann sind sie sehr wertvoll."
Begleitet wurde der Deutsche von der im Stil einer schrillen "Sisi" ausstaffierten Xenia "Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen" mit Sternenspangen in der kunstvoll hochgesteckten Frisur und einer grellpinken Robe. "Sie sieht auch aus wie eine Kaiserin", freute sich der Paradiesvogel.
© APA
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