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19.02.2013, 09:02 Uhr

"Glorious" bei den Downloads vor "Nackert"

Der deutsche Grand-Prix-Beitrag hat nach seinem Triumph beim Vorentscheid auch bei den Downloads alle "Unser Song für Malmö"-Konkurrenten besiegt. Nach einem Gespräch der "Bild"-Zeitung mit den Produzenten des Vorjahres-Siegersongs "Glorious", scheinen auch die Plagiatsvorwürfe unhaltbar.

"Glorious" von der Bonner Pop-Band Cascada habe zwischen Freitag und Sonntag 70 Prozent mehr Verkäufe als "Nackert" verzeichnet, der Beitrag der bayerischen Bläser-Combo LaBrassBanda, teilten die Marktforscher von Media Control mit. Insgesamt schaffte "Glorious" demnach Platz drei bei den Single-Downloads vom Wochenende.

Sollte sich der Plagiatsvorwurf gegen "Glorious" erhärten, würden LaBrassBanda, für Deutschland am 18. Mai in Malmö starten, bestätigte eine NDR-Sprecherin laut Vorabbericht dem "Nordkurier".

"Glorious" war am Donnerstag in der ARD zum deutschen Beitrag für den Eurovision Songcontest 2013 gekürt worden. Schon kurz nach der Show gab es Stimmen, "Glorious" weise viel Ähnlichkeit mit dem schwedischen Sieger-Titel "Euphoria" aus dem vergangenen Jahr auf.

Der NDR wartet noch auf das Ergebnis eines Gutachtens, das feststellen soll, ob bei "Cascada" wirklich abgekupfert wurde. Ein Ergebnis des NDR-Gutachtens wird am Mittwoch erwartet.​

Diejenigen, die es wissen müssen, haben sich allerdings schon heute zu den Plagiatsvorwürfen geäußert: Thomas Gustafsson und Peter Boström, die Produzenten von "Euphoria", dem Siegerhit aus dem Vorjahr, sehen "Glorious" keineswegs als Plagiat ihres Songs. Gustafsson sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir haben uns den Song angehört und konnten in der Tat erkennen, dass sich 'Cascada' von unserem Song, sagen wir mal, inspirieren lassen hat. Wenn die deutschen Verantwortlichen in der Tat glauben, dass es sich bei ihrem Song um ein Plagiat unseres Songs handelt könnte, dann sollen sie das überprüfen, das ist ihr gutes Recht. Pop-Songs sind sich in der Regel aber immer ähnlich."

Als richtig erwiesene Plagiatsvorwürfe können zu einer Disqualifizierung führen. 1999 musste die Vorentscheid-Siegerin Corinna May auf ihre Reise zum internationalen Finale verzichten: Ihr Lied "Hör den Kindern einfach zu" war bereits 1997 mit einem anderen Text und Interpreten erschienen. Die Gruppe Sürpriz als Zweite des Vorentscheids trat deshalb damals mit dem Titel "Reise nach Jerusalem" anstelle von May an und wurde international Dritter.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber sagte in einem "Eurovision.de"-Interview, "Versuche, den ESC zu skandalisieren und Plagiatsvorwürfe" gehörten mittlerweile wohl "zur Folkore". 2012 sei dem Siegertitel von Loreen fälschlicherweise vorgeworfen worden, bei drei Titeln "geklaut" zu sein, "unter anderem bei Rihanna und David Guetta".

(tma/dpa)

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