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19.10.2007, 15:46 Uhr

Blackfield

in Kooperation mitLaut.de

Eine Live-DVD von Blackfield ist so logisch wie das Amen in der Kirche, sofern es sich um eine mit Jesus an der Wand handelt. Schließlich hilft ein DVD-Release dabei, im Gespräch zu bleiben. Blackfield-Songs sind ja ohnehin eingängig genug, um ein breites Publikum anzusprechen. Blackfield auf dem Weg zum Millionen-Seller? Das Potenzial ist ganz sicher vorhanden.

Die Menü der Disc empfängt den Zuschauer mit einer doch recht skurrilen Szene. Der Titel sagt es ja bereits, dass das hier aufgezeichnete Konzert im Big Apple über die Bühne ging. Dementsprechend ziert ein Bild der New Yorker Skyline den Bildschirm zu Beginn. Aber weshalb da noch die Twin Towers stehen, muss man nicht wirklich verstehen.

Die optische Ästhetik orientiert sich klar am Stil von Regisseur Lasse Hoiles bisherigen Werken für Porcupine Tree und markiert so etwas wie einen Wiedererkennungswert. Dessen Stilmittel prägen auch die in den Extras vorhandenen Promo-Videos zu "Pain", "Hello" und "Blackfield", die allemal sehenswert sind.

Hier schlagen wir die Brücke zum Konzert selbst und einem Problem, das ich persönlich mit der DVD habe. Die Musik der Herren Geffen und Wilson ist nämlich derart emotional gelagert, dass das Betrachten der Band-Performance dem Zauber der Töne kaum gerecht wird. Da stehen fünf Herren auf der Bühne, die eine tadellose Leistung abliefern.

Aber wo man sich im dunklen Kämmerlein beim Anhören der Studio-CDs verträumt und sinnierend in die Magie der Musik stürzt, bleibt bei der DVD nur der starre Blick auf eine Combo, die eben ihr Ding durchzieht. Extravaganzen beim Auftreten genehmigt sich die Band - von Avivs Glitzer-Make Up um die Augenpartie herum und dem obligatorischen Entledigen des Shirts für die Damschaft einmal abgesehen - auch nicht.

© LAUT AG

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