Der "mittlere Kottan": Franz Buchrieser wird 75
Buchrieser wurde 1937 in Graz geboren. Aber nicht nur in Österreich, auch international war Buchrieser erfolgreich - unter anderem in Roland Emmerichs "Das Arche Noah Prinzip". Zunächst war er vor allem im Umfeld des "forum stadtpark" in Graz als Theaterautor tätig. Er debütierte mit zwei Einaktern, Milieustudien in Mundart. Aus seiner schauspielerischen Laufbahn, die ihm als Autodidakt gelang, sticht vor allem die Figur des Bürgermeisters Reidinger in Christiane Hörbigers TV-Dauerbrenner "Julia - eine ungewöhnliche Frau" (bis 2003) heraus.
Am bekanntesten ist Buchrieser dennoch für seine Rolle des Polizeimajors Adolf Kottan, die er von Peter Vogel übernahm und an Lukas Resetarits weitergab und so zum "mittleren Kottan" wurde. Von 1977 bis 1979 spielte er unter der Regie von Peter Patzak den "Kottan", insgesamt in drei Episoden - zu sehen war er dann aber dennoch viermal, da er 1980 die Rolle in Patzaks Spielfilm "Den Tüchtigen gehört die Welt" übernahm.
Durchgehende Rollen spielte er unter anderem auch in "Alpensaga" (1976/77) und "Der Gletscherclan" (1994). In Roland Emmerichs ("Godzilla", "Independence Day", "Der Patriot") Abschlussfilm der HFF München "Das Arche Noah Prinzip" konnte er als Astronaut Max Marek auch internationale Filmluft schnuppern. Buchrieser ist neben seiner schauspielerischen Tätigkeit als Autor und Landwirt tätig.
Zudem spielte Buchrieser unter anderem in Rainer Werner Fassbinders Döblin-Verfilmung "Berlin Alexanderplatz" als Gottfried Meck, "Die Fernsehsaga - Eine steirische Fernsehgeschichte" von Julian Pölsler, "Wanted" von Harald Sicheritz sowie in "Der Bulle und das Mädchen" und in "Der Skipper", beide mit Jürgen Prochnow. In der deutschen Fernsehserie "Auf Achse" trat er in mehreren Folgen als österreichischer Trucker und Hasardeur Max Kottan auf. Seine aktuellste Rolle übernahm Buchrieser in "Tom und Hacke" von Regisseur Norbert Lechner.
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