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09.05.2007, 10:42 Uhr

Ich wär so gern Prinzessin

Prinzessinnen gibt es noch. Natürlich. Zum Beispiel im Märchen. Eine Mischung aus klassischen und modernen Märchen wurden für die CD zusammengestellt. Sieben an der Zahl sind es, was sicher keine Zufall ist. In allen Geschichten spielt eine Prinzessin die Hauptrolle.

Jan und seine Schwester fahren mit ihren Eltern in den Schneewittchenweg. Schneewittchen kann dort nicht wohnen, die gibt es nur im Märchen, so viel ist klar. Die Kinder erfahren jedoch bald, warum die Fahrt dorthin geht. Die Eltern haben ein Haus im Schneewittchenweg gekauft und der Umzug steht kurz bevor. Jans Schwester findet schnell neue Freundinnen mit denen sie den ganzen Tag spielt, eine Prinzessin zu sein. Jan spielt mit den anderen Jungs aus der Straße lieber Fußball. In der Straße gibt es ein leerstehende Haus mit einem Turm der vergitterte Fenster hat, und einen verwilderten Garten. Es sieht aus wie ein Prinzessinnenschloss. Eines Tages kommt jemand mit einem tollen Auto dort an. Auch ein Mädchen ist dabei. Die Freundinnen glauben, dass sie eine Prinzessin ist. Die Jungen sind da eher skeptisch. Trotzdem machen alle das Spiel mit, nur Jan nicht. Doch als Prinzessin Lisa sich beim Spielen an den Dornen der Rosenhecke am Ohr verletzt, rettet er sie aus ihrer Not. Dafür bekommt er einen Kuss. Zum Glück sieht es niemand. Dennoch ist der Retter nun für die anderen Kinder der Prinz.

Es war einmal eine bezaubernde Prinzessin. Allerdings wollte sie nicht auf ihre Gouvernante hören. Sie wollte ihre Morgengymnastik nicht machen, sondern lieber singen und summen. Am glücklichsten war sie, wenn sie auf ihrer Geige spielte. Andächtig lauschten die Menschen im Schloss und vergaßen alles darüber. Selbst die Sonne konnte die Prinzessin mit ihrer Musik aus dem nächtlichen Schlaf erwecken. Der Gouvernante wurde das zu bunt. Sie verbot das Geigenspiel. Damit brach eine traurige Zeit an. Auf die Nacht folgte nicht der Tag, sonder nur die Dämmerung. Die Sonne ging nicht mehr auf. So kam es, dass das Volk zum Schloss zog, um eine Audienz zu erbitten. Die Prinzessin, so ihr Wunsch, sollte endlich wieder Geige spielen.

Die Auswahl an Märchen auf der CD gefällt ausgesprochen gut. In der Mehrzahl sind es überlieferte klassische Märchen wie „Die drei Prinzessinnen mit den gläsernen Herzen“. Aber auch das recht bekannte Märchen „Melisande“ nach Edith Nesbit ist darunter. Man findet aber auch ein modernes Märchen von Barbara Zoschke: „Die Prinzessin am Schneewittchenweg Nr. 1“. Sie alle lassen sich gut anhören, haben Lauflängen zwischen 5 und 20 Minuten.

Konzipiert wurde die Zusammenstellung für Kinder ab 6 Jahren. Die Märchen werden besonders Mädchen ansprechen, aber auch für erwachsene Ohren sind sie ein Hörgenuss.

Vorgetragen werden die Märchen von verschiedenen Sprechern. Die Märchen werden so sehr gut vorstellbar und wirken ausgesprochen lebendig. Passende Hintergrundmusik lockert die verschiedenen Szenen auf. Das Zuhören macht sehr viel Spaß.

Die CD ist sehr schön in altrosa gestaltet und eignet sich damit gut als Geschenk für kleine Mädchen, die davon träumen, eine Prinzessin zu sein.

Ich wär so gern Prinzessin Mit Marianne Rogée, Wolfgang Völz u.a. Zusammenstellung und Regie: Uwe Schareck Patmos Verlag 2007 1 CD mit 7 Tracks, Lauflänge ca. 70 min 12,95 Euro ab 6 Jahren ISBN: 3491241421

© www.literature.de

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