Alexandra, wohin fährst du?
Alexandra kann den Wanderweg zur Oma nehmen, wie die Eltern gesagt haben. Sie könnte aber auch zu ihrem Freund Tim fahren oder sie könnte die Landstraße nehmen, da kann man superschnell mit dem Fahrrad fahren.
Alexandra hat also drei Möglichkeiten. Jede gibt eine andere Geschichte. Und jede kann im Buch nachgelesen werden. Kinder können selbst entscheiden, welche Klappe sie nun öffnen. Natürlich sollte Alexandra ohne Umwege zur Oma radeln, aber es ist auch spannend zu sehen, was passiert, wenn sie nicht auf ihre Eltern hört. Die Landstraße zum Beispiel ist für ein radelndes Kind voller Gefahren. Das bekommt Alexandra zu spüren. Es passiert ein Unfall. Fährt sie dagegen zu ihrem Freund, hat das keine Konsequenzen, obwohl es auch nicht richtig ist. Eltern dürften sich wundern. Wenn Alexandra schon den Weg zur Oma durch den Wald nehmen darf, dann müsste die Oma ihre Enkelin doch erwarten, aber so scheint es nicht zu sein, obwohl Stunden vergehen.
Kinder sollen mit diesem Buch lernen, dass ihr Handeln Konsequenzen hat. Aber offensichtlich ist der Autor selbst nicht konsequent genug. Auf der anderen Seite regt er mit seinen drei Geschichten zum Diskutieren zwischen Eltern und Kind an. Es ist also empfehlenswert, dass Eltern und Kinder das Buch gemeinsam ansehen.
Die Zeichnungen gefallen gut. Sie sind detailgetreu und farbenfroh. Die Geschichten werden damit sehr gut vorstellbar. Die Idee mit den Klappen, hinter denen sich nach der einleitenden Geschichte jeweils ein anderer Erzählstrang verbirgt, ist sehr gut umgesetzt worden.
Felix Sonnenschein / Wolfgang Slawski Alexandra, wohin fährst du? „Mach ich aber“, Band 1 Hamburger Kinderbuch Verlag durchgehend illustriert, gebunden, 14,95 Euro ISBN: 3-86631-004-8
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