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15.08.2012, 21:20 Uhr

Forscher: Eisschmelze in Grönland erreicht Rekordniveau

New York (dpa) - Die Eisschmelze in Grönland hat nach Angaben von Forschern einen neuen Rekord erreicht - und das schon vier Wochen vor dem offiziellen Ende der Tau-Saison.

Schon von Juni bis zur ersten Augustwoche sei mehr Eis geschmolzen, als während der kompletten Saison 2010, wie Marco Tedesco und sein Team vom City College of New York in einer Mitteilung schreiben. Satelliten lieferten die Daten. Die Zeit der Schmelze geht offiziell von Juni bis September, wenn es wieder kälter wird.

"Da im August noch mehr kommt, wird der Gesamtwert der Schmelze alte Rekorde überschreiten", wird Tedesco in der Mitteilung zitiert. Demnach schmolzen seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen 1979 während einer Saison noch nie solche Eismassen wie 2012. Hinzu kommt, dass sich die Schmelze offenbar immer weiter in höhere Lagen ausbreitet - dort, wo es eigentlich besonders kalt ist.

Tedesco betonte, die Veränderungen stimmten mit den Modellen zur Vorhersage in etwa überein. Überraschend sei aber die Geschwindigkeit des Schmelzens.

Die Gletscherforscherin Angelika Humbert vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven schätzt Tedesco und seine Arbeit. "Wichtig ist, dass Tedesco nicht das Meereis, sondern das Inlandeis auf dem grönländischen Festland untersucht", sagte Humbert. Das Inlandeis hat sich über Jahrtausende durch Niederschlag entwickelt. Da es sehr lange Zeit im Winter mehr schneite als im Sommer schmolz, bildeten sich Gletscher.

Der Zeitraum der Beobachtungen - seit 1979 - sei im Verhältnis zur Erdgeschichte natürlich sehr gering. "Aber besonders während der letzten zwanzig Jahre beobachten wir immer weiter zunehmendes Schmelzen", sagte Humbert. Sogenannte Gletschermühlen transportieren das Schmelzwasser von der Eisoberfläche an die Unterseite der Gletscher. Dort wirkt es wie eine Art Gleitmittel und beschleunigt so die Bewegung des Eises. "Dies liefert einen direkten Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels", erklärte Humbert.

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22 Meinungen zu "Rekordschmelze in Grönland"

  • Liezzy
    Mittwoch, 29.08.2012, 14:49 Uhr
    "Wenn der Golfstrom seine Richtung ändern sollte haben wir ein Wetter wie in der Taiga...." Das wäre die natürliche Umkehr der "Erderwärmung", sprich ein weiterer (völlig natürlicher) Klimawandel.
  • geomant1
    Dienstag, 28.08.2012, 13:43 Uhr
    Das gebundene Wasser im Eisschild bedeutet 6 Meter (Süss!-) Wasseranstieg der Meere.Die Sogwirkung des Golfstromes basiert auf Temperaturunterschieden und Salzgehalten.Wenn der Golfstrom seine Richtung ändern sollte haben wir ein Wetter wie in der Taiga....
  • maho76
    Dienstag, 28.08.2012, 11:16 Uhr
    vor kurzem geiles zitat aus einer politik-öko-tagung. ich weiss leider nicht mehr wer es war, aber die frage war ernst gemeint: "wenn wir die 2° nicht hinkriegen können wir dann nicht einfach sagen 5° mehr gehen auch noch?" pippi langstrumpf und so....^^
  • ThomasXaver
    Dienstag, 28.08.2012, 10:59 Uhr
    Klimawandel ist natürlich und nicht zu stoppen. Wir können ihn vieleicht abbremsen, wen wir zusammen arbeiten. Mehr aber auch nicht.
  • ancanei
    Sonntag, 19.08.2012, 13:10 Uhr
    Wie ich dieses Klimaskepsisgerede verachte... Keiner weiß es wirklich - niemand kann mehr als etwas glauben. Und wer von diesem Gezerre wirklich profitiert, liegt auf der Hand: Die ganz großen Energiekonzerne. Ihnen arbeiten die Klimaskeptiker zu. Klar, das wollen sie nicht, aber wollen und erreichen sind nun mal zwei verschiedene Schuh. Wenn die Klimaskeptiker irren (was ja möglich ist, sie glauben ja nur zu wissen), dann möchte ich mit keinem von ihnen tauschen, weil sie ganz vieles bremsen oder gar verhindern, was möglicherweise überlebenswichtig ist. Diese Verantwortung tragen sie dann - vollkommen und ganz.
  • Cirby
    Donnerstag, 16.08.2012, 10:45 Uhr
    Schau das BBC-Doku, dann weist du, warum alle Institutionen dem CO2 die Hauptschuld zuweisen, es geht wie immer: ums liebe Geld. Und wenn du das nicht einsehen kannst, tja, dann tust du mir leid.
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