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20.08.2010, 14:55 Uhr

Unser Gehirn arbeitet wie das Internet

(ibe) - Was für das Internet Informationen sind, sind in unserem Gehirn die Signale. Wie amerikanische Wissenschaftler erstmals zeigen konnten, sind die beiden "Schaltzentralen" ganz ähnlich aufgebaut: Auch unser Hirn ist im Grunde nichts anderes, als ein komplexes Netzwerk.

Bisher galt die Annahme, dass unser Gehirn hierarchisch aufgebaut ist, und Informationsbefehle sozusagen "von oben nach unten" weitergegeben werden. Wie "Bild Online" meldet, konnten zwei US-Forscher nun aber zeigen, dass unser Gehirn wie ein Netzwerk funktioniert.

Den Nachweis für ihre Annahme, die sie im amerikanischen Wissenschaftsmagazin "Pnas" veröffentlicht haben, erbrachten die Wissenschaftler aus Versuchen mit Ratten. Sie untersuchten hierfür, wie und wohin deren Gehirne Impulse weiterleiten. Da Rattenhirne in Funktion und Aufbau dem der Menschen ähneln, lassen sich die Versuchsergebnisse übertragen.

Bei den Experimenten wurden laut "Bild Online" auch die Verbindungen von Gehirnregionen analysiert, die für Appetit, Stress oder Depressionen zuständig sind. Ziel der Forscher ist es, eine "Landkarte" aller vernetzten Nervensysteme des menschlichen Gehirns zu erstellen.

Schon im Jahr 2007 veröffentlichten amerikanische Psychologen eine wissenschaftliche Studie zum menschlichen Erinnerungsvermögen. Die Wissenschaftler Thomas Griffiths, Mark Steyvers und Alana Firl von der Universität Berkeley in Kalifornien fanden bei ihrem "Erinnerungs-Test" heraus, dass das Gehirn wie die Internet-Suchmaschine Google arbeitet. Der Mensch durchforstet seine Erinnerung ebenso nach Daten, Fakten, Wörtern oder Konzepten, wie es die Suchmaschine durch ihr "Page-Ranking" –Verfahren macht. Die Erkenntnisse der Forscher sollen in die Optimierung von Suchmaschinen und die weitere Entschlüsselung der Informationsverarbeitung des Menschen einfließen.

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58 Meinungen zu "Unser Gehirn arbeitet wie das Internet "

  • picopa
    Dienstag, 05.10.2010, 10:27 Uhr
    ursache und wirkung kann man leicht verwechseln. zuerst war da das menschliche gehirn mit seiner denkstruktur! oder?
  • Transformation
    Samstag, 28.08.2010, 12:31 Uhr
    ...ich würde sogar sagen unser Gehirn funktioniert ähnlich wie ein Computer! Das Internet ist die komminikation nach außen! Ein großer Unterschied ist, das der Mensch den Computer als Werkzeug benutzt, aber das Denken im Gehirn meistens mechanisch unbewußt bei den meisten menschen abläuft!
  • picopa
    Samstag, 28.08.2010, 08:54 Uhr
    pallacH schrieb am 27.8. 12.18h seite 8 hallo picopa, interessante these! allerdings: es gibt doch viele maschinen, die überhaupt nicht irgendwie wie das gehirn funktionieren. und könnte man nicht mittels des gehirns ein total anders funktionierendes system schaffen, indem man gezielt nach dem gegenteil sucht? Hallo pallacH jetzt "stelle mer uns mal janz dumm.." und spielen Feuerzangenbowle mit dem Lehrer (Name?) der die Dampfmaschin' erklärt: Jedes einzelne Bewegungsmuster und damit auch Handlungsmuster des Menschen (selbstverständlich auch anderer Lebewesen) kann nur entsprechend seiner Gehirnleistung funktionieren. Störungen, z.B. im Gleichgewicht oder Muskeltonus ergeben folglich andere Signale an das Gehirn und damit andere Resultate. Der Wunsch nach einem Hilfsmittel bedingt den Bau einer Maschine als solche Lösung. Diese ist zunächst dem Handlungsmuster (Denkstruktur!) eines Menschen nachempfunden. Bsp Lasten Steine von A nach B. bringen. Handlungsmuster, wenn keine weiteren Hilfsmittel als Hände Arme und Beine vorhanden sind: heben, tragen, schieben oder ziehen. Erst wenn das nicht mehr geht, wird geschaut, was helfen könnte. Bevor das gebaute Rad rollen konnte, mussten erstmal Seile und Kufen und Baumstämme als Schiebe und Ziehhilfen fungieren. Erst aus der Erfahrung und Beobachtung erweiterte sich der Handlungshorizont und immer komplexere Hilfsmittel (Maschinen) konnten entstehen. Für mich ist es ziemlich klar, dass die technische Entwicklung auch ein Spiegel der menschlichen Gehirnleistungsentwicklung ist. Wohlgemerkt, eine Veranlagung zu vielen neuronalen Verbindungen ist da, ob diese sich verbinden liegt an den Bedingungen und Anforderungen denen das einzelene Individuum ausgesetzt ist. Unter diesem Aspekt lassen sich zB. die vergangenen Hochkulturen betrachten. In friedlichen Zeiten konnten Hochleistungen immer mehr ausgearbeitet werden, in feindlicher/ zerstörter Umwelt gab es immer erstmal einen Rückschritt zu einfacheren Methoden. Man stelle sich mal vor, wer noch einen Computer bauen/erfinden könnte, wenn durch irgendeine Katastrophe unserer Zivilisation der Strom für Jahrhunderte ausfällt! Der Wunsch nach einer Maschine, die unsere Arbeit erleichtert wäre immer noch da. Die neuen Generationen müssten dann also erstmal das Rad wieder neu erfinden um dann irgendwann eine Energie zu erkennen die auch solch kleine Wunderkästchen, wie unsere jetzigen Computer in etwa, zu bauen und zu nutzen. Das könnte dann genau das Gegenteil vom jetzigen System sein, denn die Bedingungen auf dem jeweiligen Entwicklungsweg werden ja nicht identisch mit dem unserer gewachsen Welt- Kultur sein. Das menschliche Gehirn kann ganz viele unterschiedliche Systeme erkennen und nutzen, nur wir sind zu bequem dass auch zu versuchen und bleiben eben lieber beim alt Gewohnten und sind eben gerne konservativ (also Gehirnleistung in der Konserve!)
  • Transformation
    Freitag, 27.08.2010, 13:43 Uhr
    Das Gehirn ist ein wunderbares Organ und Werkzeug. Nur die meisten Menschen wissen es nicht bewußt zu nutzen, mißbrauchen es eher. Ähnlich wie im Internet. aber nur ähnlich...
  • pallacH
    Freitag, 27.08.2010, 12:18 Uhr
    hallo picopa, interessante these! allerdings: es gibt doch viele maschinen, die überhaupt nicht irgendwie wie das gehirn funktionieren. und könnte man nicht mittels des gehirns ein total anders funktionierendes system schaffen, indem man gezielt nach dem gegenteil sucht?
  • picopa
    Freitag, 27.08.2010, 11:52 Uhr
    da die existenz und funktionsweise des internet eine meschliche (gehirn-)leistung ist, kann es auch nur wie ein meschliches gehirn funktionieren, etwas anderes wäre doch völlig absurd! wie könnte irgendein mensch etwas schaffen/denken, was nicht denkbar oder schaffbar wäre? Sicher, die zufallsprodukte oder erkenntnisse gewisser erfindungen waren nicht zuvor er- oder bedacht, aber dass, woraus der 'zufall' kommt ist doch schon wieder der menschlichen denkstruktur entsprungen! oder andersherum- kann denn dass, was individuen einer spezies, hier mensch, auch mit hilfsmitteln nicht wahrnehmen, erkennen und erfahren können, überhaupt hergestellt werden?
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