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28.05.2012, 22:09 Uhr

Fukushima-Radioaktivität in Thunfischen vor der US-Küste

Washington/Stanford (dpa) - In Thunfischen vor der US-Küste sind radioaktive Stoffe nachgewiesen worden, die bei der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima freigesetzt wurden.

Die im August 2011 vor der kalifornischen Küste gefangenen Blauflossen-Thunfische seien deutlich stärker mit Cäsium 137 als 2008 gefangene Fische sowie mit Cäsium 134 belastet gewesen, berichten Forscher um Daniel Madigan von der Stanford University (US-Staat Kalifornien) in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS"). Im März 2011 waren nach einem verheerenden Tsunami im Kernkraftwerk Fukushima große Mengen Radioaktivität freigesetzt und auch ins Meer gespült worden.

Die gemessenen Werte lägen um mehr als eine Größenordnung unter dem von der japanischen Regierung festgelegten Grenzwert von 100 Becquerel pro Kilogramm Fisch, heißt es in "PNAS". Nach Einschätzung des Wissenschaftlers Marc-Oliver Aust vom Thünen-Institut für Fischereiökologie in Hamburg stellt die von den US-Wissenschaftlern erfasste Belastung keine Gefahr beim Verzehr von Thunfisch dar. Eine Fischmahlzeit von 200 Gramm wäre gerade einmal mit 0,064 Mikrosievert aus Cäsium 134 und 137 belastet. Zum Vergleich: Pro Jahr nimmt ein Deutscher eine Dosis von rund 2300 Mikrosievert allein durch natürliche Radioaktivität auf.

Vom Nordpazifischen Blauflossen-Thunfisch ist bekannt, dass seine Kinderstube in japanischen Gewässern liegt, bevor er an die amerikanische Küste wandert. Madigan und sein Team verglichen die radioaktive Belastung von 15 Fischen aus Fängen vom August 2011 mit der von fünf Fischen gleicher Art von 2008 sowie fünf Gelbflossen-Thunfischen, die während ihres Lebenszyklus' vor der amerikanischen Küste bleiben. Nur im Blauflossen-Thunfisch von 2011 fanden sie Cäsium 134 - es müsse daher von der Reaktorkatastrophe in Japan stammen, heißt es in "PNAS".

Die Wissenschaftler plädieren dafür, diesen Nachweis der Radioaktivität zu nutzen, um mehr über andere weitwandernde Meereslebewesen wie Karettschildkröten, Dunkle Sturmtaucher und Lachshaie zu erfahren, die sich zeitweilig in japanischen Gewässern aufhalten.

Alle News vom: 28. Mai 2012 Zur Übersicht: Wissen

160 Meinungen zu "Radioaktive Thunfische in USA "

  • blackeyedbulbul
    Mittwoch, 15.08.2012, 17:10 Uhr
    Wartet mal bis die ersten Babies mit mißbildungen geboren werden.
  • libellerine
    Mittwoch, 15.08.2012, 17:00 Uhr
    Es ist nicht verwunderlich,daß wir an der Natur mit Fauna und Flora ,alles vom Menschen vernichtet wird. Müssen wir mit Atom arbeiten? Alles wird verseucht. Menschen sind nur vernichtend. Erfreuen sollen sie sich an der Schöpfung und sie mit Glacehandschuhen anfassen. Es gibt genug Schönes was erhaltenswert ist. NICHT MACHT DIE ERDE UNNTERTAN!-------NEIN MACHT SIE ERHALTENSWERT.
  • wennwegdannweg
    Mittwoch, 15.08.2012, 13:55 Uhr
    Also ich esse nach wie vor mehrmals in der Woche Thunfisch und mir gehts blendend. Außer dass ich an meiner Rückenflosse so nen komischen juckenden Ausschlag gekriegt habe... Muss ich mir Sorgen machen???
  • Raffnixe
    Mittwoch, 15.08.2012, 13:16 Uhr
    Hauptsache, unsere AKW's sind sicher .... das dachten die Japaner auch ... und wenn ich sehe, wie die Verantwortlichen verschleiern und lügen, dann schwant mir übles.
  • Tierpostkartenjaeger
    Mittwoch, 15.08.2012, 12:46 Uhr
    Ist ein Thunfisch auch gelb und hat 3 Augen?
  • Childersfamilie
    Mittwoch, 15.08.2012, 12:31 Uhr
    Pizza mit Thunfisch, Thunfischsalt, wo ist euer Problem.
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