Milchstraße steht Kollision bevor - in vier Milliarden Jahren
© Zoomin
Die beiden Spiralgalaxien werden demnach zu einer großen elliptischen Galaxie verschmelzen. Unser Sonnensystem werde dabei voraussichtlich an einen völlig anderen Platz weiter am Rand der verschmolzenen Galaxie katapultiert, jedoch nicht zerstört, hieß es.
"Nach fast einem Jahrhundert Spekulationen über das Schicksal der Andromeda-Galaxie und unserer Milchstraße haben wir endlich ein klares Bild davon, was während der kommenden Milliarden Jahre passieren wird", sagte Sangmo Tony Sohn vom Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore (USA).
Seit langem wissen Astronomen, dass sich die Andromeda-Galaxie und die Milchstraße annähern. Beide rasen mit etwa 400 000 Kilometern pro Stunde aufeinander zu. Unklar war bislang aber, ob sie miteinander kollidieren, sich nur streifen oder sogar verfehlen werden, weil sich die genaue Flugrichtung der Andromeda-Galaxie nicht feststellen ließ.
Mit dem "Hubble"-Teleskop sei es nun erstmals gelungen, auch die seitwärts gerichtete Bewegung der Andromeda-Galaxie zu messen, betonte STScI-Teamleiter Roeland van der Marel. Dazu nahmen die Astronomen mit "Hubble" unsere Nachbargalaxie über sieben Jahre immer wieder ins Visier. Die hochauflösenden Bilder des Teleskops erlaubten den Forschern, die seitliche Bewegung der Galaxie zu messen.
Die Präzisionsmessungen beseitigten jeden Zweifel, dass Andromeda mit der Milchstraße kollidieren und verschmelzen werde, betonte die Nasa. "Unsere Beobachtungen sind statistisch konsistent mit einem Frontalzusammenstoß zwischen der Andromeda-Galaxie und unserer Milchstraße", unterstrich van der Marel.
Kollidierende Galaxien fliegen - anders als zusammenstoßende Autos - im Wesentlichen durcheinander hindurch. Direkte Zusammenstöße von Sternen kommen dabei in der Regel nicht vor. Die Galaxien werden jedoch durch ihre Schwerkraft aneinander gefesselt und verschmelzen dadurch schließlich. Daher werden sich die Andromeda-Galaxie und die Milchstraße in vier Milliarden Jahren zunächst gegenseitig durchqueren und zwei weitere Milliarden Jahre später erneut treffen, um zu verschmelzen. Vermutlich werde auch eine etwas kleinere Galaxie, der Dreiecksnebel, von dem verschmolzenen Paar eingesogen.
Im Laufe der Galaxienkollision werde sich auch der irdische Nachthimmel dramatisch ändern, führten die Forscher aus. So werde das schwache Band der Milchstraße zunächst ergänzt durch die immer größer werdende Andromeda-Spiralgalaxie. Während der Kollision könnten künftige Betrachter dann ein Feuerwerk der Sternentstehung beobachten, das in den aufgewirbelten Gas- und Staubmassen zündet.
Nach dem Verschmelzen der Galaxien wird nach Angaben der Forscher die resultierende elliptische Galaxie einen Großteil des Nachthimmels einnehmen. Allerdings steht unsere Sonne - und damit voraussichtlich auch die Erde - in vier bis fünf Milliarden Jahren am Ende ihrer Existenz, weil sie ihren Brennstoff weitgehend verbraucht haben wird.
357 Meinungen zu "Milchstraße steht Crash bevor"
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pallacH
Montag, 11.06.2012, 16:19 Uhr also, ich finde das auch übertrieben. oio... war ja echt nervig, aber er hat niemanden beleidigt. auch in anderen threads geht es derzeit sehr heftig her mit sperrungen. es liegt wahrscheinlich am nahenden weltuntergang. da möchte so mancher sich noch profilieren als hüter des guten und anständigen. man weiß ja nie, zwengs dem jenseits ... -
pallacH
Freitag, 08.06.2012, 13:43 Uhr @funkelfuchs aber niemand will Dir doch Deine meinung verbieten. ich erlaube mir nur, Deine position kritisch zu kommentieren (vom GG geschützt, das zu tun!). wenn ich aber mal quer durch die threads anschaue, was manche user als überflüssig, sinnlos, zu teuer etc. abschaffen würden, bliebe der menschheit kaum noch etwas außer auf der couch zu hocken und an die wand (oder in die glotze) zu starren. und das kann es ja wohl nicht sein. solltest Du aber einen praktikablen vorschlag haben, wie man das "sinnvolle" einer forschung verläßlich bewerten und für eine ungewisse zukunft auch noch prognostizieren kann, dann heraus damit! selbst die versuche der alchimisten, so unsinnig uns heute daran vieles vorkommt, haben einiges an chemischem wissen geliefert und so manchen konkreten beitrag geliefert.
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