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23.02.2012, 07:30 Uhr

Nasa-Forscher entdecken Rekord-Sturm im All

(mgb/ah) - Nasa-Wissenschaftler haben mithilfe des Chandra-Röntgen-Observatoriums den bislang schnellsten Sturm um ein stellares Schwarzes Loch ausfindig gemacht. Die Partikel um den Himmelskörper IGR J17091 sind mit über 30 Millionen Stundenkilometern im Weltraum unterwegs. Das entspricht rund drei Prozent der Lichtgeschwindigkeit.

Das stellare Schwarze Loch IGR J17091 ist rund 28.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und Teil eines Doppel-Systems, wie die Forscher, denen die Entdeckung gelang, mitteilten. Es befindet sich in der Nähe des Zentrums der Milchstraße und wird von einem sonnenähnlichen Stern umkreist.

Bislang wurden in der Umgebung von stellaren Schwarzen Löchern nur zehn Mal schwächere Partikel-Winde gemessen, so die Wissenschaftler weiter. "Das ist das kosmische Gegenstück zu einem Kategorie-5-Hurrikan auf der Erde", so Ashley King, von der Universität Michigan und Autor der Studie zum Phänomen auf der Web-Seite der Nasa.

Stellare Schwarze Löcher entstehen aus dem Kollaps eines massereichen Sterns, der in etwa die fünf- bis zehnfache Masse unserer Sonne hat. Dabei wird die Materie des Sterns so extrem verdichtet, bis sich nicht einmal mehr Licht der Gravitation entziehen kann. Überrascht hat die Forscher bei ihrer Entdeckung, dass es sich bei IGR J17091 um ein relativ kleines Schwarzes Loch handelt. Man kenne solche hohen Geschwindigkeiten bislang nur von wesentlich größeren Exemplaren, so die Wissenschaftler.

Ebenfalls zum Erstaunen der Astronomen befinden sich Wind und Gravitation in keinem Gleichgewicht. "Entgegen der landläufigen Meinung, dass ein Schwarzes Loch alle Materie in seinem Umfeld verschlingt, gehen wir davon aus, dass 95 Prozent der Materie in der Scheibe um IGR J17091 vom Wind zerstreut wird", führt King weiter aus. Damit verliert das Schwarze Loch durch den Wind mehr Materie in seiner Umgebung als es durch seine Gravitation einfängt.

Durch die Beobachtungen erhoffen sich die Forscher einen tieferen Einblick in die Prozesse eines Schwarzen Loches.

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66 Meinungen zu "Rekord-Sturm im All entdeckt"

  • benutzer
    Samstag, 25.02.2012, 17:08 Uhr
    ...da gehört sofort ein radargerät hin
  • Sioux666
    Samstag, 25.02.2012, 16:32 Uhr
    Muffinman Das kann natürlich möglich sein. Dann selektiert das schwarze Loch offenbar nach "Geschmack" und frisst nur etwas von der Materie, die ihm schmeckt. Alles andere verschmäht es und bläst es beiseite. Ein "wählerisches" schwarze Loch. Hat bestimmt keine Eltern gehabt, die ihm immer wieder einbläuten, dass gegessen wird, was auf den Tisch kommt. :-))
  • Muffinman
    Freitag, 24.02.2012, 16:56 Uhr
    @pappisbester Wind IST eine Bewegung von Teilchen. Auch hier auf der Erde, in unserer Atmosphäre. Es gibt keinen "herkömmlichen Wind".
  • opinator
    Freitag, 24.02.2012, 15:44 Uhr
    in griechenland ist auch ein schwarzes loch im finanzministärium entdeckt worden der wurmkanal geht in die schweiz!!
  • kurzundpunkt
    Freitag, 24.02.2012, 15:25 Uhr
    Winde müssen nicht unbedingt luft voraussetzen,ein Furz ist auch nur Gas!;-)
  • werner100
    Freitag, 24.02.2012, 15:15 Uhr
    @pappisbester Och so schlimm ist das eigentlich nit, es kann ja auch keinen Wind in der Luft geben, weil die sich auch im Vakuum befindet. Problem erkannt- Problem nicht gelöst.
  • Altayr
    Freitag, 24.02.2012, 14:56 Uhr
    @ Fatima: Man will am CERN nicht vordergründig schwarze Löcher produzieren. Es könnte lediglich unter gewissen theoretischen Umständen (z.B. zusätzliche Raumdimensionen) zur Entstehung extrem kurzlebiger sog. Mikro-Schwarze-Löcher kommen. Allerdings würden sich die messbaren Signaturen dieser Mikro-Holes nicht sonderlich von den Zerfalls-Signaturen herkömmlicher Elementarteilchen unterscheiden. Diese Löcher könnten theoretisch also tatsächlich am LHC entstehen, allerdings ist dies nicht vordergründiges Ziel der Forscher.
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