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28.06.2012, 15:27 Uhr

"Hubble"-Teleskop beobachtet verdampfende Planeten-Atmosphäre

Garching (dpa) - Das "Hubble"-Weltraumteleskop hat die verdampfende Atmosphäre eines fernen Planeten erspäht.

Der etwa 60 Lichtjahre entfernte Planet sei von seinem Heimatstern mit intensiver Röntgenstrahlung geröstet worden und habe mindestens 1000 Tonnen Gas pro Sekunde verloren, berichtete das europäische "Hubble"-Informationszentrum am Donnerstag in Garching bei München. Die Forscher um Alain Lecavelier des Etangs vom französischen Forschungszentrum CNRS stellen ihre Beobachtungen in einer der kommenden Ausgaben des Fachblatts "Astronomy & Astrophysics" vor.

Die Forscher hatten den Stern HD 189733A ins Visier genommen, der von einem etwa jupitergroßen Begleiter alle 53 Stunden eng umkreist wird. Planet und Stern trennen nur rund 5 Millionen Kilometer, das ist dreißigmal weniger als die Distanz der Erde zur Sonne. Der Exoplanet wird dadurch auf mehr als 1000 Grad Celsius aufgeheizt. Das ist allerdings noch nicht heiß genug, um seine Atmosphäre verdampfen zu lassen. Die ersten Beobachtungen aus dem Jahr 2010 zeigten daher noch keine Auffälligkeiten.

Partikel um Schwarzes Loch bewegen sich mit über 30 Millionen km/h. >

Im Jahr 2011 beobachteten die Forscher jedoch dramatische Veränderungen. Der Heimatstern des fernen Exoplaneten erlebte einen Ausbruch von Röntgenstrahlung, wodurch sich seine Helligkeit im Röntgenlicht vervierfachte. Der Planet bekam dadurch rund drei Millionen Mal soviel Röntgenstrahlung ab wie die Erde von der Sonne, schätzen die Forscher. "Es war der hellste Röntgenausbruch von HD 189733A von mehreren, die bislang beobachtet wurden", erläuterte Peter Wheatley aus dem Forschungsteam in der Mitteilung. "Und es scheint sehr wahrscheinlich, dass die Auswirkungen dieses Ausbruchs zu dem Verdampfen geführt haben, das ein paar Stunden später mit "Hubble" zu sehen war."

Der ferne Planet wandert von der Erde aus gesehen regelmäßig vor seinem Heimatstern vorbei. Dabei durchleuchtet der Stern die Atmosphäre des Exoplaneten, wodurch sich deren Zusammensetzung und Bewegung analysieren lässt. Die Forscher konzentrierten sich auf Wasserstoff als Hauptbestandteil der Planetenatmosphäre und konnten beobachteten, wie große Mengen Wasserstoff aus der Atmosphäre entwichen.

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41 Meinungen zu "Spektakulär: Es stürmt im Weltall"

  • FilkFrog
    Freitag, 29.06.2012, 14:12 Uhr
    @sweetamourboy (Seite 2) brauchen nun auch keinen rettungsschirm von angie mehr Das is aber auch sowas von am Thema vorbei (:-((>
  • Yunona
    Freitag, 29.06.2012, 14:09 Uhr
    @Reder: Ich hoffe, dass Ihr Kommentar ironisch gemeint ist. ;) _______ Insgesamt ein interessanter Artikel. Immer wieder ist es spannend, neue Dinge über das Weltall zu lernen. Macht mir richtig Lust, wieder bei den Planet Hunters auf Zooniverse mitzumachen.
  • Reder
    Freitag, 29.06.2012, 13:48 Uhr
    Na dass mit den schwarzen Löchern seh ich so: Manch einer sollte es sich mal gründlich waschen! Schon interessant was da vor 60 Jahren passiert ist. Da war der Planet wohl zu nah an seiner Sonne. Unsere Sonne rückt uns ja auch immer näher bis der Sommer vorbei ist. Waldbrände sind ja schon an der Tagesordnung und die Stürme nehmen auch zu. Wann wird sich unsere Sonne aufblähen oder fällt erst der Mond auf unsere Erde? Der Abstand wird ja geringer. Zur Frage "Kann Gas verdunsten?" Bei Blähungsgasen öffne ich immer das Fenster damit diese Gase verdunsten können. Unsere Forscher und Erfinder sollten jetzt aber mal schnell Rettungskapseln produzieren damit wir auf einem anderen Planeten ansiedeln können. Ich denke ich muß dann ein paar mal hin und her weil ich mit einem mal nicht alle meine Lieblingssachen tragen kann. Was nimmt man denn da alles mit? Ohje das sind Sorgen welche ich wohl nicht überleben werde. Ob diese Menschheit überleben wird oder sind wir schon vorher von radikalen Glaubensbrüdern ausgerottet worden? Ich sehe gerade das nicht nur meine politische Brille Kratzer hat sondern auch die im Hier und Jetzt auf meiner Nase. Da hilft mir nun auch kein Atombunker doch auch meine Wäsche kann ich nicht draußen auhängen weil gerade eine Gewitterwolke über mir platzt. Also hoffen wir das unsere Sonne noch eine Weile hält und unser Steuermann/-frau unsren Lebensball in die richtige Richtung lenkt. Da merkt man mal wieder wie klein schwach und hilflos wir sind.
  • pallacH
    Freitag, 29.06.2012, 13:45 Uhr
    ich hab's gegoogelt - und verstanden! der dauru war aber nicht nötig, kapiert? altayr und ich verstehen uns gut hier in den threads.
  • JTimoschenko
    Freitag, 29.06.2012, 13:27 Uhr
    Großartig!!! Da hat es sich gelohnt Stephen Hawking zu lesen! Danke für den Artikel
  • pallacH
    Freitag, 29.06.2012, 13:24 Uhr
    @altayr aha; who the hell is dunning-kruger?
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