Im Winter steigt die Unfallgefahr erheblich. Eine umfassende Kfz-Versicherung ist in der kalten Jahreszeit umso wichtiger, denn oftmals reicht die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht nicht aus. Wir sagen Ihnen, welche Versicherungen für Autofahrer speziell im Winter sinnvoll sind und für welche Schäden diese aufkommen.

Der Winter kommt, die ersten Schneeflocken sind gefallen und es beginnt zu frieren. Durch die geänderten Witterungsverhältnisse steigt die Unfallgefahr beim Autofahren. Schuld daran sind zumeist glatte Straßen und eine schlechte Sicht. Bei den Kfz-Versicherungen herrscht zwecks Schadensregulierung in dieser Zeit Hochbetrieb. Doch welche Versicherung zahlt wann?

Kfz-Haftpflicht: Bei Unfällen im Winter oftmals nicht ausreichend

Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für alle Fremdschäden auf, die der Autofahrer einem anderen Verkehrsteilnehmer zufügt, sofern kein fahrlässiges Handeln vorliegt. Wenn Sie beispielsweise bei Glatteis einen Unfall bauen, jedoch nicht zu schnell gefahren sind und Winterreifen aufgezogen hatten, bezahlt die Haftpflicht den beim Unfallgegner entstandenen Schaden. Allerdings reguliert die Kfz-Haftpflicht nicht den eigenen Schaden. Eine Teil- oder Vollkasko kann sich daher im Winter wegen der erhöhten Unfallgefahr lohnen.

Teil- und Vollkasko können im Winter Gold wert sein

Während die vergleichsweise kostengünstige Teilkasko nur bei bestimmten Schäden einspringt (darunter Diebstahl, Wildunfall, Hagel, Brand, Glasbruch und Überschwemmung), garantiert die Vollkasko einen umfassenden Versicherungsschutz auch bei selbst verschuldeten Schäden. Sofern man einen Neuwagen besitzt, ist eine Vollkasko eigentlich Pflicht, insbesondere dann, wenn man viel im Winter unterwegs ist.

Bei grob fahrlässigem Verhalten zahlt im Übrigen keine Versicherung. Ein solches Verhalten ist beispielsweise gegeben, wenn Sie im Winter die Scheiben nicht ausreichend von Schnee und Eis befreien, trotz Glatteises und Schneefalls zu schnell unterwegs sind oder keine Winterreifen aufgezogen haben.

Sinnvoll für Vielfahrer: Unfallversicherung und Verkehrsrechtschutz

Vielfahrer sollten darüber hinaus über eine private Unfallversicherung und sogar einen Verkehrsrechtschutz nachdenken, um speziell im Winter abgesichert zu sein. Die private Unfallversicherung kommt nicht nur für eigene Personenschäden auf, sondern schützt auch die anderen Insassen im Auto. Diese Versicherung bietet sich für Familien an.

Der Verkehrsrechtschutz, der auch im Ausland hilfreich sein kann, bietet einem Autofahrer Sicherheit bei Streitfällen und kommt beispielsweise für Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten auf. Vor Bußgeldern oder anderen Geldstrafen schützt die Versicherung allerdings nicht.

Autopanne im Winter: Sicherheit durch Schutzbrief

Im Winter ist nicht nur die Unfallgefahr hoch. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass technische Teile streiken und das Auto infolgedessen einfach liegen bleibt, ist größer. Durchaus zu empfehlen ist daher nicht zuletzt ein Schutzbrief eines Automobilclubs oder eines Versicherungsanbieters, der einen Pannenhilfe-Service umfasst.  © 1&1 Mail & Media / CF