Stuttgart - Klar, wer mit Anhänger unterwegs sein will, muss den richtigen Führerschein haben und darf die Limits von Anhängelast und Stützlast nicht überschreiten. Doch auch wenn das alles geklärt wurde: Korrektes Beladen und richtige Fahrweise sind fürs sichere Gespannfahren wichtig. Die Prüfgesellschaft GTÜ gibt Tipps:

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  • Richtig beladen: Die gleichmäßige Lastverteilung im Anhänger ist wichtig. Dabei gehört aber besonders schweres Ladegut über die Achse(n). Wer zu viel Last zu weit vorn oder hinten platziert, kann damit die Fahrstabilität erheblich beeinträchtigen. Und wenn der Anhänger ins Schlingern kommt, kann auch das Zugfahrzeug schleudern. Ladung lässt sich mit Spanngurten und Gepäcknetzen gegen Verrutschen sichern.
  • Richtig fahren: Auch wenn es logisch ist, muss man sich erst dran gewöhnen. Mit Gespann wird der Bremsweg viel länger als mit einem Pkw allein. Daher gilt: Noch mehr Abstand zum Auto voraus. Wer abbiegen will, sollte früher Geschwindigkeit herausnehmen. Auch in Kurven denkt man vorne im Auto besser an den Hänger hinten. Denn damit der Anhänger nicht am Mittelpunkt des Kurvenradius aneckt, sollte vor Kurven weiter ausgeholt werden – natürlich, ohne den Gegenverkehr zu behindern.
  • Vorsicht bei Seitenwind: Dann ist das Gespann besonders empfindlich, da hilft nur Tempo reduzieren und bei Bedarf sanft gegenlenken. Gerät der Anhänger ins Schlingern: Ruhe bewahren, Gas wegnehmen, ruckartige Lenkmanöver vermeiden und langsam abbremsen. "Schlingert bereits das gesamte Gespann, beherzter bremsen und schnell Tempo abbauen", so Reichert.
  • Auch beim Überholen aufpassen: Denn zum einen beschleunigt man mit Gespann auch langsamer und es ist länger. Daher beim Einscheren genug Platz zum Hintermann lassen. Auch zum Vordermann speziell auf der Landstraße mit Gegenverkehr mehr Platz lassen, damit andere Verkehrsteilnehmer einen trotz der Länge auch noch sicher überholen können.

  © Deutsche Presse-Agentur

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