Winterzeit ist Backzeit - wir sehen Kekse und uns läuft das Wasser im Mund zusammen. Kein Wunder, denn Zucker stimuliert das Belohnungssystem, welches das Glückshormon Dopamin ausschüttet. 37 Kilogramm Zucker isst jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr - das sind über 100 Gramm pro Tag, empfohlen sind maximal 50 Gramm.

Sie vereint auf ihrem Blog die Liebe zu gutem Essen und Sport.

Glukose (Traubenzucker) ist der Treibstoff im Körper, den die Zellen verbrennen und der alle körperlichen Vorgänge am Laufen hält. Jegliche Nahrung wird vom Körper in Traubenzucker umgewandelt. Bei komplexen Kohlenhydraten dauert das länger als bei Einfachzucker (weißem Zucker) und man ist somit auch länger satt. Weißer Zucker durchläuft unglaublich viele Prozesse in der Herstellung und er verliert dabei wertvolle Nährstoffe (enthalten in der Melasse). Weißer Zucker enthält am Ende einfach nur viele Kalorien, aber wenig Nährwert für den Körper. Hier einige Alternativen:

  • Vollrohrzucker
    Bei diesem entfällt die Raffination. Saft aus dem Zuckerrohr wird getrocknet und vermahlen und enthält am Ende noch die gesamte Melasse mit einem hohen Anteil an Mineralstoffen und einem karamelligen Geschmack.
    (Achtung: "brauner Zucker" kann manchmal einfach nur eingefärbter weißer Zucker sein und ist nicht zwingend Vollrohrzucker - daher immer genau lesen!)
  • Honig
    Dieser entsteht, indem Bienen Nektar oder auch andere süße Säfte von lebenden Pflanzen aufnehmen, mit körpereigenen Stoffen anreichern, in ihrem Körper verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen. Er enthält viele Mineralstoffe und es gibt sogar Sorten mit besonders viel Vitamin C (dieser wird aus Minz- und Thymianblüten gewonnen).
  • Ahornsirup/Agavensirup
    Der Saft aus den Ahornbäumen bzw. der Agave wird zu Sirup eingekocht. Beide lösen sich sehr leicht, auch in kalten Speisen, und sind für Veganer eine tolle Alternative zu Honig. Hochqualitativer Ahornsirup ist leider recht teuer, das hat einen Grund: 40 Liter Saft liefert ein ergiebiger Ahornbaum im Jahr, das ergibt allerdings nur 1 Liter Sirup.
  • Reissirup
    Enthält keine Fruktose (anders als Ahorn- oder Agavensirup) und ist somit für viele leichter verdaulich. Der Geschmack ist sehr neutral.
  • Kokosblütenzucker
    Dieser wird aus Blütenständen von Palmen gewonnen und enthält viele Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium, sowie Antioxidantien. Er hat außerdem einen niedrigen glykämischen Index, liefert dem Körper also über lange Zeit kontinuierlich Energie.

Alle diese Alternativen findet man im Reformhaus, bzw. teilweise auch schon im gut sortierten Supermarkt. Das ist doch toll oder? So kann man trotzdem weiter süße Kekse essen und nimmt zusätzlich auch noch wertvolle Nährstoffe auf! Aber Achtung: All diese Süßungsmittel bleiben dennoch Genussmittel mit vielen Kalorien und Folgen für die Zähne. Also sparsam einsetzen (und genießen!!) und Zähne putzen nicht vergessen.