Am Wochenende startet der große Zug in den Süden. Der Ferienbeginn bringt die verkehrsintensivsten Tage des Jahres mit sich.

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Mit der Zeugnisverteilung im Osten Österreichs starten die verkehrsintensivsten Tage des Jahres auf den heimischen Transitstrecken. Die Ö3-Verkehrsredaktion und der ARBÖ erwarten am Freitag Kolonnen auf den großen Wiener Stadtausfahrten. Generell bleiben die Bereiche vor Bau- und Mautstellen die Hauptstaupunkte, informierte der ÖAMTC.

Ende dieser Woche beginnen auch die Ferien in sechs deutschen Bundesländern sowie in Tschechien und in der Slowakei. Dazu kommt die An- und Abreise rund um den Formel 1 Grand Prix in Spielberg. In Kärnten sorgt der Ironman für Umleitungen, berichtete die Ö3-Verkehrsredaktion.

"Erfahrungsgemäß wird der Samstag der reiseintensivste Tag dieser Woche", betonte der ARBÖ. Zu Staus komme es hier vor allem im Westen Österreichs. Längere Wartezeiten sollten Lenker daher auf der Fernpaßstraße (B179) im Raum Nassereith und Reutte, abschnittsweise auf der Inntalautobahn (A12) im Großraum Innsbruck und auf der Brennerautobahn (A13) auf Höhe Mautstelle Schönberg und Sterzing einplanen.

Ferienbeginn: Zeitweise kann es zu Fahrverboten kommen

Auf zeitweise Fahrverbote auf Verbindungen im niederrangigen Straßennetz wies der ÖAMTC hin: In Tirol betrifft das einige Landesstraßen in Großraum Innsbruck und dem Wipptal - und zwar an Wochenenden bis 15. September jeweils von Samstag 7.00 Uhr bis Sonntag 19.00 Uhr sowie vom 14. August 7.00 Uhr bis 18. August 19.00 Uhr.

In Salzburg gibt es bei Bedarf bei langen Staus auf der Autobahn verordnete, temporäre Fahrverbote etwa in den Gemeinden Grödig und Wals. Im Bedarfsfall ist geplant, auch die Autobahnabfahrten der A10 Puch-Urstein (in Richtung Norden) und Kuchl (Richtung Süden) für wenige Stunden komplett zu sperren.

Der Ferienbeginn in Ostösterreich laufe vermutlich noch relativ ruhig ab, so der Club. Mit dem Ferienbeginn im West- und Südösterreich und der ersten größeren Reisewelle aus Deutschland, dem Ferienbeginn in Nordrhein-Westfahlen wird sich das Verkehrsaufkommen an den ersten beiden Juliwochenenden sukzessive steigern und mit dem Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg am letzten Wochenende im Juli seinen Höhepunkt erreichen. Im Rückreiseverkehr wird es an den ersten beiden September-Wochenenden so richtig eng.

An Grenzübergängen ist mit langen Wartezeiten zu rechnen

Aus Slowenien gebe es für Autoreisende gute und schlechte Nachrichten: "Einerseits wurde die Autobahn vor dem slowenisch-kroatischen Grenzübergang südlich von Ptuj fertiggestellt. Andererseits werden einige Mautstellen auf A1, A2 und A5 abgebaut. Hier entstehen Nadelöhre", sagte Erika Dworak von der ÖAMTC-Touristik.

In Italien wird eine 40 Kilometer lange Baustelle auf der Autostrada A4, der Hauptverbindung zwischen Venedig und Triest, zwischen Palmanova und Portogruaro zu Verzögerungen führen. Im Juli gibt es auch zwei Nachtsperren am Autobahnkreuz A4/A23 südlich von Udine. In Südtirol wird einmal mehr die Brenner-Route belastet sein, Hauptstaupunkt: die Mautstelle Sterzing.

An den Grenzübergängen müsse man aufgrund von Kontrollen mit langen Wartezeiten rechnen, so Ö3, besonders auf der A1 (Westautobahn) vor dem Autobahngrenzübergang Salzburg-Walserberg Richtung Deutschland. Zu Wartezeiten komme es auch immer wieder kurz nach dem Autobahngrenzübergang Suben Richtung Passau und vor dem Autobahngrenzübergang Kufstein-Kiefersfelden Richtung Rosenheim.

Das Reisen zu atypischen Zeiten hat sich laut ARBÖ "sehr bewährt". Einen Überblick über die stärksten Reisewochenenden und die jeweils betroffenen Strecken kann man sich unter www.oeamtc.at/staukalender verschaffen, die wichtigsten Informationen für die Auslandsreisen sind auf der ÖAMTC-Homepage zusammengefasst.  © APA