Keine Zeit für fünf Portionen Obst oder Gemüse am Tag? Viele Menschen ersetzen das Essen mit einem Smoothie. Aber der Obst- und Gemüsesaft ist teilweise gar nicht so gesund. Auf diese Fallstricke müssen Sie achten.

Smoothies sind wohl der größte Food-Trend der vergangenen Jahre. Viele Menschen haben die Mischung aus püriertem Obst, Gemüse und Kräutern schon einmal ausprobiert. Mittlerweile gibt es sie von verschiedenen Herstellern fertig zubereitet zu kaufen.

Zuckerbombe Fruchtsaft

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Doch dabei lohnt sich ein Blick auf die Nährwerte. Und wer da genauer hinsieht, entdeckt, dass viele der Fertigprodukte eine hohe Anzahl an Kalorien und nicht gerade wenig Zucker beinhalten. Das liegt daran, dass viele Hersteller ihre Getränke nicht aus frischem Obst und Gemüse pressen, sondern hauptsächlich aus Saft oder Konzentraten herstellen.

Im vergangenen Jahr haben Forscher Fertig-Smoothies getestet und fanden heraus: Pro 100 Milliliter enthalten diese ungefähr 13 Gramm Zucker - das ist mehr, als in der gleichen Menge Cola enthalten ist.

Smoothies enthalten weniger Nährwerte

Wer Smoothies trinkt, um seinen Nährstoffvorrat aufzufüllen, tut sich keinen großen Gefallen. Durch das Pürieren gehen Mineral- und Ballaststoffe sowie Vitamine verloren. Das gilt besonders für die im Obst enthaltenen Nährstoffe. Je höher der Saftanteil eines Smoothies, desto geringer die Nährstoffdichte.

Hinzu kommt, dass Smoothies nicht gerade kalorienarm sind. Zwar haben wir das Gefühl, wir trinken nur ein Glas Flüssigkeit, aber es handelt sich eben doch um eine kleine Mahlzeit.

Gleichzeitig ist der Sättigungseffekt geringer, berichtet Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in der Apotheken Umschau. Frisches Obst habe ein größeres Volumen und sättigt daher länger als Säfte. Auch das Kauen sendet ein Sättigungssignal an das Gehirn.

So gehen gesunde Smoothies

Wer auf seine Linie achtet, kann sich kalorienarme Smoothies mixen. Dabei ist es wichtig, dass vor allem wasserhaltiges Obst und Gemüse verwendet wird, zum Beispiel Melonen oder Gurken.

Die DGE empfiehlt, keinen Zucker zuzusetzen und mindestens für die Hälfte des Getränks Obst oder Gemüse zu verwenden und mit Fruchtsaft sparsam umzugehen.

Wer fertig gemixte Smoothies kaufen möchte, dem empfiehlt die DGE, auf durch Wasserentzug konzentrierte Smoothies zu verzichten. Diesen Getränken fehlt durch das Wasser das Sättigungsvolumen und die Energiedichte liegt so ebenfalls sehr viel höher.

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