Ein Winter im Lockdown: So genießen Sie die Zeit und besiegen die Langeweile

Uns wird viel abverlangt in diesen Tagen: Cafés und Fitnessstudios geschlossen, noch strengere Kontaktbeschränkungen und die Kollegen sehen viele nur im Video-Chat. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Zeit zu Hause sogar genießen können. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Wieder mal so richtig (r)ausgehen - aus sich: Das versprechen eine sanfte Yoga-Übung und eine anschließende Meditation. Sprach man vor den Corona-Beschränkungen eh schon von einem "Bewusstseins-Boom" und einem Run auf Yogamatten, hat sich die Entwicklung zuletzt nur noch verstärkt.
Erfahrene Yoga- und Meditations-Cracks können tatsächlich alles um sich herum vergessen - sogar die tollenden, nach Unterhaltung und Aufmerksamkeit haschenden Kinder.
Im Internet gibt es Abertausende Kurse und Anleitungen - auch für Anfänger. Viele Krankenkassen bezahlen zudem sogenannte Präventionskurse von professionellen Studios ganz oder teilweise. Einfach mal informieren. Auch diese finden aktuell online statt.
In der Mittagspause schnell was vom Imbiss oder aus der Kantine reindrücken? Wer aktuell im Homeoffice ist, muss sich selbst versorgen. Also ist nun die beste Zeit, Spaß am Kochen zu entdecken. Ob gemeinsam oder alleine: Speisen frisch zubereiten kann eine Geduldsprobe sein - die mit etwas Übung jedoch schnell in Freude umschlägt.
"Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gehl": Eine kleine Freude verspricht dieser dunklen Tage das Kuchenbacken. So können sich Schleckermäuler selbst belohnen - und den hiermit verpassten Ohrwurm schnell wieder vergessen.
Ein echter Trend seit Pandemie-Beginn: Brotbacken! In deutschen Küchen wird geknetet, gewirkt und genossen. Da die Vorbereitung und das Backen insgesamt gut und gerne einen ganzen Tag einnehmen, ist es die perfekte Ablenkung - mit leckerer Belohnung am Ende.
Wer es mit dem neu entdeckten Hobby ernst meint, legt sich einen Sauerteig-Starter an. Dieser muss wöchentlich gefüttert und gepflegt werden und sorgt für ein besonderes Brotaroma ganz ohne Hefe.
Baden ist verpönt. Zu viel Wasser- und Energieverbrauch. Und Zeit hat man dafür eh kaum. Eigentlich. Doch nun, wo man das Auto teilweise wochenlang stehenlässt, nicht in den Urlaub fliegt und Herumhetzen völlig überflüssig erscheint: Nehmen Sie ein Bad! Mit ganz viel Schaum und extra lange!
Auch wenn die Füße beim vielen Zuhausesein eher geschont werden, haben sie sich ein wenig Pflege verdient. Nach einer Bearbeitung alter Hornhautschichten hat man viel Zeit, um eine pflegende Creme einwirken zu lassen - ohne schnell wieder in Schuhe schlüpfen zu müssen.
Auch die Beauty-Salons haben geschlossen. Auf schöne Nägel und Hände müssen Mann und Frau deshalb aber nicht verzichten. Gerade wenn der hohe Verbrauch an Desinfektionsmittel die Hände belastet, hilft eine Maniküre aus Reinigung, Nagelbad und -Pflege, ein Handpeeling und einer Politur. Das geht mit etwas Übung auch aus eigener Hand.
Trockene Heizungsluft, Pandemie-Sorgen und dieser graue Winter: Da kann die Haut schon mal Zicken machen. Eine selbst gemachte Gesichtsmaske hilft. Die leichteste geht so: einfach drei Esslöffel Quark und einen Esslöffel flüssigen Honig mischen und zehn bis 15 Minuten auf Gesicht und Dekolleté einwirken lassen. Bei bärtigen Männern reichen auch Wange, Nase und Stirn.
Trockene Lippen erfreuen sich dank eines Peelings - auch Lip Scrub - an neuer Frische: Dafür einfach zwei Teelöffel braunen Zucker, zwei Teelöffel flüssigen Honig und drei Teelöffel Olivenöl vermischen und sanft auf den Mund auftragen. Nach zehn Minuten nass abtupfen. Die Mischung hält vier Wochen lang.
Gemütlichkeit siegt im Lockdown. Und nichts wirkt gemütlicher als ein Feuer, ob im eigenen, offenen Ofen, auf der Terrasse oder im Garten - und im Notfall als Video am Fernseher. Man muss sich nur darauf einlassen, um die Energie der Flammen spüren zu können.
Wer sich nicht am Feuerspiel eines Holzofens erfreuen kann, dem bietet sich eine naheliegende Alternative: Kerzen sorgen für ein gemütliches Wohnzimmer und eine warme Atmosphäre.
Ein angenehmer Duft kann nachweislich beruhigend wirken und entspannen. So ist nun auch die Zeit der Duftkerzen, Duftöle und Aroma-Diffuser gekommen. Letzteres elektronisches Gerät hat zudem den Vorteil, dass es die Luftfeuchtigkeit verbessert - ganz wichtig bei der aktuellen trockenen Heizungsluft.
So gewöhnlich es sich in vielen Ohren anhören mag, für andere gibt es nichts "langweiligeres": Lesen hat das Potenzial zum Zeitkiller der Stunde. Bewusst den gemütlichsten Ort in der Wohnung aufsuchen, Handy stummschalten und weglegen und tief in einem dicken Schmöker versinken. Versuchen Sie es doch mal!
Egal ob Schal, Socken oder gar einen Pullover: Stricken ist eine perfekte Lockdown-Beschäftigung. Man schlägt Zeit tot, kann nebenbei, ohne zu sehr abgelenkt zu sein, Musik, Podcasts und TV laufen lassen und hat am Ende auch noch was Schönes davon. Sticken und Häkeln für Dekoratives sind prima Alternativen.
Cafés zu? Also holen wir uns unsere Lieblingskreationen nach Hause. Zum Beispiel mit diesem selbst gemachten Kaffeegewürz: zehn Esslöffel Zimt, zwei Esslöffel Kardamom, ein Esslöffel Nelken (gemahlen), zwei Esslöffel Vanillezucker, ein Esslöffel Piment und zwei Esslöffel Kakao. Einfach mischen und in ein schönes Glas füllen. Für eine feine Note reicht davon ein halber Teelöffel im Kaffee.
Wenn nicht jetzt, wann dann? Faul sein ist in diesem Winter nicht verboten. Einfach mal den Tag vor dem Fernseher beginnen, Essen liefern lassen und die neueste Top-Serie an einem Stück durchbingen: Wer will es einem im Lockdown schon verübeln?
Zum Wellness-Paket gehört natürlich auch eine Massage. Hier kann sich der Partner am vorsichtigen Kneten versuchen. Von den Schultern bis zu den Füßen: Das viele Nichtstun schützt vor Verspannungen nicht.