• Die Lage in Österreich bessert sich zunehmend.
  • Es werden immer weniger Neuinfektionen gemeldet, die Inzidenz sinkt und immer mehr Menschen sind geimpft.
  • Die große Abrechnung der PCR-Tests kommt jedoch erst noch.

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Die Lage bessert sich zunehmend: 644 neue Corona-Infektionen sind seit Freitag in Österreich verzeichnet worden. Das liegt weit unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage (911). Die Sieben-Tages-Inzidenz betrug 71,6 Fälle auf 100.000 Einwohner. Mit Samstag gibt es in Österreich 11.151 aktive Fälle, um 1.651 weniger als am Freitag. 15 Todesfälle gab es laut Gesundheitsministerium seit Freitag. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie 10.470 Tote in Österreich gefordert.

Im Krankenhaus lagen am Samstag (Stand: 9.30 Uhr) 973 Covid-Patienten, das sind um 19 weniger als am Freitag, 321 davon auf Intensivstationen (minus einer Person seit gestern, minus 84 innerhalb einer Woche).

Die große Abrechnung der Tests steht noch aus

Die Positiv-Rate der innerhalb von 24 Stunden eingemeldeten PCR-Tests (54.303 aussagekräftig) betrug 1,2 Prozent. Dieser Wert liegt unter dem Schnitt der vergangenen Woche (durchschnittlich 1,5 Prozent der PCR-Tests positiv).

Bis 31. März wurden alleine für die behördlichen angeordneten PCR-Tests bei Verdachtsfällen und den Kontaktpersonen von Infizierten sowie Screeninguntersuchungen (etwa in Altersheimen) 182,108 Millionen Euro ausgegeben, berichtete die Tageszeitung "Kurier" unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die Kosten für Personal, Teststraßen, Test-Kits und anderes Material werde zum Teil vom Bund, zum Teil von den Ländern bezahlt. Die große Abrechnung sei hier noch ausständig.

Unternehmen erhalten je Test einen Zuschuss von zehn Euro, "macht bisher bereits 28 Millionen Euro", schreibt der "Kurier". Apotheken wird eine Pauschale von 25 Euro je Test erstattet. Bei 4,75 Millionen Abstrichen bis Freitag sind bisher Kosten von 118,75 Millionen Euro entstanden. Die Beschaffung der Wohnzimmer-Tests, gratis in Apotheken erhältlich, haben den Bund bis Anfang Mai weitere 82,7 Millionen Euro gekostet. Noch nicht abgerechnet seien Kosten für die Abgabe dieser Kits (pro Packung erhalten die Apotheken zehn Euro). "Alle diese genannten Posten läppern sich bereits auf 411,558 Millionen Euro", heißt es in dem Artikel.

Die Zahl der Impfungen steigt stetig an

84.777 Impfungen sind am Freitag durchgeführt worden. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 2.923.125 bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 32,8 Prozent der Bevölkerung. 1.056.056 und somit 11,9 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate in Tirol mit 36,5 Prozent. Im Burgenland sind 36,5 Prozent der Bevölkerung geimpft, in Vorarlberg 35,3 Prozent. Nach Kärnten (35,2), Salzburg (33), Oberösterreich (32,9), der Steiermark (32,5) und Niederösterreich (31,7) bildet Wien das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 29,2 Prozent. (Diese Zahlen beziehen sich auf den Freitag.)

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist derzeit Vorarlberg mit 115,8, gefolgt von Tirol, Steiermark und Kärnten (89,6, 82,5 bzw. 75,5). Weiters folgen Salzburg (67,7), Wien (66,6), Niederösterreich (55,4) und das Burgenland (41,8).  © APA

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