• In Österreich hat es mehr Todesfälle in Zusammenhang mit Corona gegeben, als bisher bekannt war.
  • Nun werden entsprechende Zahlen aus den Bundesländern nachgeliefert. Von Donnerstag auf Freitag kamen 959 Todesfälle hinzu, endgültig sind die Zahlen derzeit nicht.

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Nachdem am Dienstag bekannt geworden ist, dass weitaus mehr Menschen in Österreich an oder mit Corona gestorben sind, werden jetzt sukzessive die Zahlen aus den Bundesländern nachgemeldet, alle haben sich dennoch nicht vollständig durchgeschlagen. Von Donnerstag auf Freitag kamen laut Ministerium somit 959 Todesfälle hinzu. Nach derzeitigen Zahlen gab es seit Pandemiebeginn 18.016 Tote. Endgültig sollen die Zahlen in den kommenden Tagen eingespielt sein, hieß es.

Bei der Zählung der Gesamt-Todeszahl gab es weiterhin eine Differenz zu jenen am Dashboard der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Dort waren am Freitagnachmittag bereits 19.402 Tote gemeldet gewesen, das sind um 1.386 Fälle mehr.

Innerhalb von 24 Stunden wurden 8.155 Corona-Neuinfektionen von Gesundheits- und Innenministerium gemeldet. Das liegt über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage mit 7.957. Vorigen Freitag gab es noch 9.790 neue Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug österreichweit 620,3 Fälle pro 100.000 Einwohner, tags zuvor lag sie noch bei 638,5.

Burgenland mit höchster Sieben-Tages-Inzidenz

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist derzeit das Burgenland mit 1.145,1, gefolgt von Niederösterreich mit 817,7, Wien mit 754,9 und Vorarlberg mit 552,3. Danach kommen Oberösterreich (533), Kärnten (495,1), Salzburg (474), die Steiermark (426,2) und Tirol (362,7). Am Freitag laborierten 106.687 Menschen aktiv an einer Infektion, um 2.252 weniger als am Tag zuvor. In absoluten Zahlen hat Niederösterreich die meisten neuen Fälle mit 2.121, danach folgt Wien mit 2.054, Oberösterreich mit 1.234, die Steiermark mit 769, Kärnten mit 645, das Burgenland mit 376, Salzburg mit 361, Tirol mit 360 und Vorarlberg mit 235 neuen Infektionen.

Auch wenn weitaus weniger Tests als noch vor der Limitierung gemacht werden, ist die Positiv-Rate weiter zurückgegangen. Derzeit erhielten 3,3 Prozent der Menschen nach einem PCR-Test ein positives Ergebnis, was unter dem wöchentlichen Durchschnitt von 4,2 Prozent liegt. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 259.644 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet. Davon waren die meisten - nämlich 247.375 - aussagekräftige PCR-Tests. Seit Pandemiebeginn wurden fast 235 Millionen Tests gemacht. Fast 4,1 Millionen mal haben sich Menschen in Österreich mit SARS-CoV-2 angesteckt. Fast vier Millionen haben sich davon wieder erholt.

Die effektive Reproduktionszahl hat sich im Vergleich zur vergangenen Woche wieder erhöht. Laut dem dieswöchigen Update der AGES und der TU Graz beträgt sie 0,82. Das bedeutet, dass 100 Infizierte statistisch gesehen zuletzt 82 weitere Menschen mit SARS-CoV-2 anstecken. Vor einer Woche betrug die R-Zahl noch 0,76, davor 0,78.

Lage in Spitälern entspannt sich weiter

Die Lage in den Krankenhäusern hat sich auch weiter entspannt. Derzeit liegen 1.627 Menschen mit einer Coronainfektion im Spital, das sind um 77 weniger als am Donnerstag. 127 Menschen müssen intensivmedizinisch betreut werden. Diese Zahl sank seit gestern um drei und ist innerhalb einer Woche um 47 Patienten zurückgegangen.

Im Vergleich zur vorigen Woche stagniert die Zahl der Impfungen. Am Donnerstag wurden 3.708 Impfungen durchgeführt. Davon waren nur noch 150 Erststiche, 470 Zweitstiche und 3.088 Drittstiche. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6,8 Millionen Menschen in Österreich zumindest eine Impfung erhalten. Das sind 75,9 Prozent der Bevölkerung. 6,1 Millionen Menschen und somit 68,5 Prozent der Österreicher verfügen über einen gültigen Impfschutz.

Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 74,8 Prozent. In Niederösterreich haben 70,7 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 69,2 Prozent. Nach Wien (67,5), Tirol (66,4), Kärnten (65,3), Salzburg (64,6) und Vorarlberg (64,4) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 64,1 Prozent. (APA/tar)  © APA

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