Laut Merkel wollen Bund und Länder in knapp zwei Wochen erst die Auswirkungen der aktuellen Lockerungen prüfen, bevor sie über weitere Erleichterungen entscheiden. Alle News zum Coronavirus vom 23. April zum Nachlesen.

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  • 22:42 Uhr: Tschechien hebt Ausgangsbeschränkungen nach Gerichtsurteil auf
  • 21:50 Uhr: Leichtathletik-EM in Paris abgesagt
  • 21:00 Uhr: Entscheidungen über weitere Lockerungen erst am 6. Mai
  • 19:30 Uhr: EU-Gipfel: 500-Milliarden-Hilfspaket angenommen
  • 17:41 Uhr: Oberbürgermeister von Potsdam entlässt Klinikchefs nach Häufung von Corona-Infektionen
  • 16:05 Uhr: Coronavirus tritt laut Studie wahrscheinlich durch die Nase in den Körper
  • 14:27 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Söder plädiert für Impfpflicht gegen das Coronavirus
  • 14:13 Uhr: Wirtschafts-Experte Fratzscher hält Maßnahmen der Merkel-Regierung für unzureichend
  • 13:29 Uhr: Verbraucherschützer fordern Ausstattung aller Bürger mit Schutzmasken
  • 12:34 Uhr: Umfrage: Schulschließungen führen zu Faulheit in Abiturjahrgängen

Tschechien hebt Ausgangsbeschränkungen nach Gerichtsurteil auf

22:42 Uhr: Die tschechische Regierung hat die seit Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen überraschend aufgehoben. Dies gelte ab Freitag, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech am späten Donnerstagabend in Prag. Seit dem 16. März durften die Bürgerinnen und Bürger nur zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt oder auf Spaziergänge in Grünanlagen gehen. Damit sollte die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eingedämmt werden.

Das Minderheitskabinett reagierte damit auf die aktuelle Entscheidung eines Gerichts in Prag, das die bisherigen Maßnahmen aus formalen Gründen für rechtswidrig erklärt hatte. «Wir respektieren dieses Urteil», sagte Vojtech von der populistischen Partei ANO des Regierungschefs und Multimilliardärs Andrej Babis. Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern blieben verboten.

Leichtathletik-EM in Paris abgesagt

21:50 Uhr: Die für Ende August 2020 in Paris geplanten Leichtathletik-Europameisterschaften sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Wie der Kontinentalverband European Athletics am Donnerstagabend weiter mitteilte, wurde die Entscheidung aufgrund «einer beispiellosen Gesundheitskrise» getroffen. Die mit der Pandemie verbundenen Risiken seien «noch lange nicht unter Kontrolle». Deshalb habe die Gesundheit der Menschen und der Kampf gegen die Pandemie absolute Priorität und stehe «vor jeder anderen Überlegung». Ein möglicher neuer EM-Termin wurde in dem Statement nicht genannt.

Entscheidungen über mögliche weitere Lockerungen erst am 6. Mai

21:00 Uhr: Bund und Länder werden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) voraussichtlich erst am 6. Mai über mögliche weitere Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen entscheiden. Die Auswirkungen der am Montag begonnenen Öffnung der Geschäfte könne man erst 14 Tage später abschätzen, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Andere Lockerungen träten auch noch später in Kraft. «Das heißt, wir können dann am 6. Mai über diese Fragen sprechen.» Da es auch noch andere wichtige Themen gebe, gehe sie davon aus, dass sie und die Ministerpräsidenten der Länder sich aber auch schon wie geplant am 30. April zusammenschalten würden.

EU-Gipfel: 500-Milliarden-Hilfspaket angenommen

19:30 Uhr: Der EU-Gipfel hat das vereinbarte Paket mit Kredithilfen von bis zu 540 Milliarden Euro für Kurzarbeiter, Unternehmen und verschuldete Staaten gebilligt. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstagabend von Teilnehmern. Auch der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte, der zuletzt noch Vorbehalte gegen Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm ESM hatte, habe nicht widersprochen, hieß es. Die Hilfen sollen zum 1. Juni bereitstehen.

Auf das Paket hatten sich die EU-Finanzminister vor zwei Wochen geeinigt. Es enthält drei Punkte - jeweils ein «Sicherheitsnetz» für Jobs, für kleine und mittlere Unternehmen und für angeschlagene Staaten wie Italien oder Spanien, die ohnehin verschuldet sind und nun auch noch von der Corona-Pandemie schwer getroffen werden.

Klinikleitung in Potsdam nach Häufung von Corona-Infektionen entlassen

17:41 Uhr: Die beiden Geschäftsführer des Potsdamer Klinikums Ernst von Bergmann werden nach einer Häufung von Coronavirus-Fällen in dem Krankenhaus beurlaubt. Das entschied Oberbürgermeister Mike Schubert von der SPD nach Angaben der Stadt am Donnerstag. Eine Kommission soll die Krise aufklären.

In dem Krankenhaus war es seit Mitte März zu einer auffallend hohen Anzahl an Infektionen mit dem Coronavirus gekommen. Bisher starben dort 39 mit Sars-CoV-2 Infizierte. Am 1. April trat ein Aufnahmestopp für neue Patienten in Kraft. Notfälle bilden davon eine Ausnahme.

Die Geschäftsführung hatte fünf Tage Tage vor ihrer Entlassung erstmals eingeräumt, in der Beurteilung der Lage falsch gelegen zu haben. "Im Zeitraum vom 13. bis 26. März ist im Klinikum Ernst-von-Bergmann eine kritische Entwicklung im Rahmen der Corona-Pandemie nicht ausreichend erkannt worden", hieß es in einem Schreiben. Es seien "tatsächlich nachgewiesene und registrierte Infektionen bei einzelnen Mitarbeitern nicht in einen inhaltlichen Zusammenhang gebracht und tiefgreifend analysiert worden."

Spezielle Zellen in der Nase sind einer Studie zufolge die wahrscheinlichsten Eintrittspforten für das Coronavirus. (Symbolbild)

Kurzarbeit bei RTL

17:25 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise schickt die Mediengruppe RTL Deutschland ihre Beschäftigten ab Mai in Kurzarbeit. Diese Maßnahme soll zunächst für vier Monate gelten, wie es weiter hieß.

Die rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien darüber informiert worden, teilte die zu Bertelsmann gehörende Mediengruppe am Donnerstag in Köln mit. Man gehe mit dem gesamten Unternehmen in Kurzarbeit von 80 Prozent. Zugleich liefen noch Gespräche, ob bestimmte Bereiche des Unternehmens davon ausgenommen werden.

Als wahrscheinlich gilt, dass dies redaktionelle Teile und der Bereich Sende- und Produktionsbetrieb sein könnten. Zu den Sendern der Mediengruppe zählen unter anderem RTL, ntv, Vox, RTLzwei, Nitro, Super RTL und Bezahlsender wie RTL Crime.

Rynair-Chef will wegen Corona keine Sitze frei lassen: "Ist idiotisch"

17:11 Uhr: Zur Wahrung des in der Corona-Pandemie nötigen Abstands zwischen den Passagieren, soll in entsprechend ausgestatteten Flugzeugen die mittlere Sitzreihe unbesetzt bleiben.

Diese Idee bezeichnete Michael O'Leary, Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair als "idiotisch. Wir können mit einer Auslastung von 66 Prozent kein Geld verdienen", sagte O'Leary der "Financial Times". Sollte die irische Regierung die freien Sitze zur Auflage machen, müsse sie dafür zahlen - "sonst fliegen wir gar nicht", drohte O'Leary.

Europa solle besser dem Beispiel Asiens folgen und "effektivere Maßnahmen" für die Branche beschließen: Passagiere sollten zum Tragen einer Maske verpflichtet, ihre Temperatur sollte am Flughafen gemessen werden.

Friseurin richtet illegal Salon in einem Baucontainer ein

16:55 Uhr: Eine Friseurin hat in Niedersachsen trotz Verbots wegen der Coronakrise Kunden in einem Baucontainer bedient.

Nach einem Zeugenhinweis stießen Polizeibeamte am Mittwoch auf zwei mutmaßliche Kunden in dem Container, der komplett mit Waschbecken, Toilette, Spiegel, Trockenhaube, Kundenkartei und weiterem Salonzubehör ausgestattet war, wie die Polizei Cuxhaven am Donnerstag mitteilte.

Die Friseurin aus der Samtgemeinde Land Hadeln muss nun mit einem hohen Bußgeld rechnen, weil sie gegen die niedersächsische Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus verstieß. Gegen die mutmaßliche Kundschaft wurden ebenfalls Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Berlin öffnet Spielplätze wieder ab 30. April

16:22 Uhr: Die Berliner Spielplätze sollen am 30. April wieder öffnen. Darauf einigte sich am Donnerstag der Rat der Bürgermeister, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmer-Kreisen erfuhr. Dem Gremium gehören unter anderem der Regierende Bürgermeister Michael Müller von der SPD und die zwölf Bezirksbürgermeister an.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres von der SPD hatte die Bezirke am Mittwoch aufgefordert, die Spielplätze wieder zugänglich zu machen. "Gerade Kitas und Kinderläden ohne eigene Außenanlagen müssen die Spielplätze wieder nutzen können", sagte sie der dpa.

Diese Äußerung stieß in einigen Bezirken auf Kritik. So kritisierte der Spandauer CDU-Bezirksstadtrat Frank Bewig, dass der Senat nicht von sich aus versuche, "im Sinne des Infektionsschutzes auch unpopuläre Maßnahmen zu treffen und die Spielplätze weiter geschlossen hält". Auch die Reinickendorfer Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt von der CDU bemängelte, dass es vonseiten des Senats keine einheitlichen Empfehlungen gebe.

Virus tritt laut Studie wahrscheinlich durch die Nase in den Körper

16:05 Uhr: Spezielle Zellen in der Nase sind einer Studie zufolge die wahrscheinlichsten Eintrittspforten für das Coronavirus. Mehrere Forscherteams hatten Zellen aus Lunge, Nase, Auge, Darm, Herz, Niere und Leber untersucht, wie das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin am Donnerstag berichtete.

Sie wollten herausfinden, welche Zellen die beiden wichtigsten Eintrittsproteine ACE2 und TMPRSS2 enthalten, die das Virus für die Infektion nutzt. "Wir haben dann gezeigt, dass von allen Zellen die schleimproduzierenden Becherzellen und Flimmerzellen in der Nase die höchsten Konzentrationen dieser beiden Proteine aufweisen", erklärte Hauptautor Waradon Sungnak vom Wellcome Sanger Institute. "Das macht diese Zellen zum wahrscheinlichsten Erstinfektionsweg für das Virus."

Die beiden wichtigsten Eintrittsproteine seien auch in Hornhaut-Zellen des Auges und in der Darmschleimhaut zu finden, berichtete das Max-Delbrück-Centrum weiter. Das deute auf einen weiteren möglichen Infektionsweg über das Auge beziehungsweise die Tränendrüsen hin. Es gebe demnach auch ein Potenzial für eine Übertragung über Fäkalien und die Aufnahme durch den Mund, schreibt des MDC eher vorsichtig. Ihr Ergebnis haben die Forscherteams im Fachjournal "Nature Medicine" veröffentlicht.

An der Studie waren verschiedene Institute beteiligt, darunter etwa das Wellcome Sanger Institute, das Universitätsklinikum Groningen und die Universität Cote d'Azur sowie das Human Cell Atlas Lung Biological Network.

Bis zu 20 Prozent der Corona-Patienten erleiden nach Angaben der MDC-Mitteilung Schäden des Herzmuskels bis hin zum Herzversagen. Auch dort seien Andockstelle für das Coronavirus gefunden worden. Unklar sei jedoch noch, ob das Virus selbst die Schäden am Herzen verursacht oder ob es sich um sekundäre Effekte handle.

700.000 Euro Schaden in Berlin durch Betrug bei Corona-Soforthilfen

15:47 Uhr: Durch Subventionsbetrug bei Corona-Soforthilfen ist in Berlin bislang ein Schaden von rund 700.000 Euro entstanden. Nach Behördenangaben vom Donnerstag ermittelt die Staatsanwaltschaft in derzeit 46 Fällen gegen insgesamt 55 Tatverdächtige. Zudem sind demnach über hundert Verfahren beim Landeskriminalamt Berlin anhängig.

Betrugsversuche im Zusammenhang mit staatlichen Corona-Soforthilfen beschäftigten derzeit die Strafverfolgungsbehörden in mehreren Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Sachsen und Bremen. In Berlin werden diese Straftaten durch mehrere Abteilungen der Staatsanwaltschaft verfolgt, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft weiter mitteilten.

In allen bei der Staatsanwaltschaft Berlin geführten Verfahren wurden demnach Konten gesperrt und Beschlagnahmebeschlüsse erwirkt. Mit diesen Beschlüssen werden anschließend die betrügerisch verwendeten Konten gepfändet. Bereits abgeflossene und nicht mehr vorhandene Gelder werden durch Vermögensarrest gesichert.

Söder: Muss Impfpflicht gegen das Coronavirus geben

14:24 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würde in Deutschland eine generelle Impfpflicht gegen das Coronavirus befürworten.

"Für eine Impfpflicht wäre ich sehr offen", sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach einem Treffen mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann in Ulm.

Bis es einen Impfstoff gebe, könne es keine Entwarnung und damit auch keine Lockerungen ohne gleichzeitige Auflagen wie eine Maskenpflicht geben.

Wirtschaftsexperte Fratzscher kritisiert Maßnahmen der Bundesregierung

14:13 Uhr: Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, übte deutliche Kritik am derzeitigen Krisen-Management der Bundesregierung.

In einem Interview mit dem Online-Magazin "TheEuropean.de" betonte der 49-Jährige, es fehlten "einheitliche Regeln, auf die sich Unternehmer und Bürger einstellen können."

Fratzscher ist zudem davon überzeugt, dass die in der Coronakrise in Deutschland derzeit geltenden "Maßnahmen zur Maskenpflicht, Testverfahren und Tracking" nicht ausreichten, "um neue Ansteckungswellen zu verhindern."

Unabhängig davon bräuchte die heruntergefahrene deutsche Wirtschaft "zwei bis drei Jahre", um wieder so schlagkräftig wie vor Ausbruch der Coronakrise zu sein. Noch düsterer beurteilt Fratzscher die Zukunftsaussichten für hilfsbedürftige Staaten wie Spanien und Italien."Es ist nicht sicher, dass alle Länder aus der Krise herauskommen."

Podcast "Logbuch Quarantäne": Marc hängt in der Exklave Büsingen fest

14:01 Uhr: Aufgrund des Coronavirus haben die Länder weltweit ihre Grenzen geschlossen. Das ist nicht nur für gestrandete Urlauber ein großes Problem. Marc und seine schwangere Frau Iris leben in Deutschland, genauer gesagt in Büsingen. Das Leben in der kleinen Gemeinde ist aber nicht so alltäglich, wie der erste Blick vermuten lässt.

Hören Sie in unserem Podcast "Logbuch Quarantäne" Marc und Iris ganze Geschichte.

Die Coronakrise scheint Abiturienten die Motivation zu rauben. (Symbolbild)

Sie wollen weitere Geschichten von gestrandeten Urlaubern erfahren? In unserem Übersichtsartikel "Angst, Wut und Verzweiflung: Gestrandete Urlauber erzählen ihre Geschichte" finden Sie alle Folgen unseres Podcasts "Logbuch Quarantäne".

Männer-EM verschiebt Frauen-EM ins Jahr 2022

13:56 Uhr: Die eigentlich für das nächste Jahr geplante Frauen-Fußball-EM soll vom 6. bis zum 31. Juli 2022 stattfinden. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA beschloss am Donnerstag den neuen Termin. England bleibt Gastgeber.

Das Turnier war im Zuge der Verlegung der Herren-EM wegen der Coronakrise in den Sommer 2021 zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Ursprünglich hätten die Frauen vom 7. Juli bis zum 1. August 2021 spielen sollen.

Verbraucherschutz fordert Schutzmasken für alle Bundesbürger

13:29 Uhr: Verbraucherschützer fordern angesichts der geplanten Maskenpflicht eine ausreichende Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Mund-Nasen-Masken.

"Entscheidend ist, dass alle Menschen versorgt werden, also auch die, die es sich nicht leisten können", sagte der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Klaus Müller, am Donnerstag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Grundbedingung für die Einführung der Maskenpflicht sei, "dass Mund-Nasen-Masken in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen".

Müller betonte: "Es muss klar sein, woher die Masken, die getragen werden sollen, kommen und dass sie ohne Warteschlangen in ganz Deutschland verfügbar sind."

Kickers Offenbach passt Namen seines Stadions der Coronakrise an

13:19 Uhr: Das Stadion des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach firmiert künftig unter einem neuen Namen. Der bisherige Namensgeber, ein lokales Geldinstitut, kündigte am Donnerstag inmitten der Coronakrise die Umbenennung der Spielstätte in "Kommt-Gesund-Wieder-Stadion" an. Parallel zur Umbenennung wird beim deutschen Pokalsieger von 1970 eine Spendenaktion gestartet.

Zahlreiche Abitur-Kandidaten arbeiten weniger als zwei Stunden täglich für die Schule

US-Präsident Donald Trump hatte die Gefahr durch das Coronavirus lange Zeit verharmlost. Inzwischen achtet er darauf, welcher Gouverneur wo im Land zu früh damit beginnt, erlassene Maßnahmen aufzuheben.

12:34 Uhr: Die Schließung der Schulen in Deutschland führt bei zahlreichen Jugendlichen, die sich auf das Abitur vorbereiten sollten, offensichtlich zu einem bedenklichen Abfall an Disziplin und Engagement.

Viele Schüler der Sekundarstufe II wenden trotz der Bereitstellung von Lehrmaterialien derzeit nur wenig Zeit für schulische Aufgaben auf.

Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Schüler der gymnasialen Oberstufen gab in einer am Donnerstag veröffentlichten Befragung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung an, täglich weniger als zwei Stunden mit der Bearbeitung von Aufgaben oder digitalem Unterricht zu verbringen.

Mit 35 Prozent der Befragten gab ein gutes weiteres Drittel an, täglich zwei bis unter vier Stunden für die Schule aufzuwenden. Nur 27 Prozent der Jugendlichen lernten vier oder mehr Stunden täglich.

Auffällig sei, dass im Abiturjahrgang der Anteil der Schüler, die weniger als zwei Stunden am Tag lernen, mit 46 Prozent überdurchschnittlich ausfiel.

Donald Trump kritisiert Gouverneur Georgias für Lockerung der Corona-Regeln

12:16 Uhr: Der als Gegner strenger Corona-Maßnahmen geltende US-Präsident Donald Trump hat den republikanischen Gouverneur von Georgia wegen einer verfrühten Lockerung der Einschränkungen für Geschäfte zurechtgewiesen.

Er habe dem Gouverneur Brian Kemp gesagt, dass er "absolut nicht einverstanden" sei mit dessen Entscheidung, "bestimmte Einrichtungen zu öffnen", die gemäß eines von Washington vorgelegten Zeitplans weiter geschlossen bleiben müssten, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Es sei "zu früh" für eine Öffnung von Sportstätten und Geschäften, sagte Trump. Er respektiere Kemp und werde ihn "diese Entscheidung treffen lassen". Er selbst würde an Kemps Stelle jedoch anders handeln, betonte der US-Präsident weiter. "Ich möchte Menschenleben schützen."

In Georgia sollen nach Angaben Kemps bereits am Freitag Fitnessstudios, Bowling-Zentren, Tattoo-Studios und weitere kleinere Unternehmen wieder öffnen dürfen. Von Montag an dürfen demnach auch Restaurants wieder öffnen.

Trumps Kritik an einem republikanischen Gouverneur ist äußerst ungewöhnlich. In der Coronakrise geriet der US-Präsident bisher vor allem mit Gouverneuren der oppositionellen Demokraten in Konflikt, die er zu einer Lockerung der Einschränkungen wegen der Pandemie aufrief.

Sängerin Marianne Faithfull hat Corona-Infektion überstanden

12:10 Uhr: Die britische Sängerin Marianne Faithfull ist nach drei Wochen Behandlung mit einer COVID-19-Erkrankung wieder aus der Klinik entlassen worden. Das geht aus einer Nachricht auf ihrem Twitter-Account von Mittwochabend hervor. Sie erhole sich nun weiterhin in London. Die 73-Jährige war Anfang April in ein Londoner Krankenhaus gebracht worden.

Demi Moore und Bruce Willis melden sich aus gemeinsamer Quarantäne

12:08 Uhr: Die Schauspieler Demi Moore und Bruce Willis verbringen die Corona-Quarantäne zusammen. Auf Instagram teilte die 57-Jährige ein Foto, auf dem ihre Kinder und ihr Ex-Mann am Tisch beim gemeinsamen Malen zu sehen sind.

Es war nicht das erste Mal, dass Moore und Willis sich seit Beginn der Coronakrise zusammen zeigten: Anfang April postete Moore ein Foto mit ihren Kindern und Bruce Willis, auf dem sie alle grün-weiß gestreifte Pyjamas tragen. Die Schauspieler waren bis 1998 elf Jahre verheiratet und haben drei Töchter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert am 23. April 2020 im Deutschen Bundestag manche Bundesländer für ihr ihrer Ansicht nach "zu forsches" Vorgehen hinsichtlich Lockerungen von Zwangsmaßnahmen in der Coronakrise.

Polizei löst private Massen-Versammlung in Hannover auf

12:05 Uhr: Trotz der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben sich rund Hundert Jugendliche und junge Erwachsene auf einem Spielplatz in Hannover getroffen.

Mit zahlreichen Einsatzkräften sei die Polizei gegen die Ansammlung vorgegangen, teilte die Polizeidirektion Hannover am Donnerstag mit. Anwohner hatten die Beamten alarmiert, nachdem sie am Mittwochabend die Versammlung bemerkt hatten.

Mit Lautsprecherdurchsagen forderte die Polizei die Heranwachsenden auf, den Platz zu verlassen - was diese auch taten.

Russische Fake-News über das Coronavirus

12:03 Uhr: Russische Medien machen in der Coronakrise nach Einschätzung der EU weiter mit Desinformation Stimmung gegen die Staatengemeinschaft.

Allein in der vergangenen Woche seien 45 Fälle Kreml-freundlicher Falschnachrichten hinzugekommen, 30 von ihnen in Verbindung mit dem Coronavirus, teilte die EU-Kampagne "EU vs. Disinfo" am Donnerstag mit. Sie seien auf Twitter, Facebook, Pinterest und Reddit rund 36.500-mal geteilt, kommentiert und mit einem Like versehen worden.

Am erfolgreichsten war den Angaben zufolge ein Artikel der arabischen Ausgabe des russischen Staatsfernsehsenders RT ("Russia Today"), der fälschlicherweise behaupte, die EU habe ihren Partnern im Kampf gegen das Coronavirus nicht geholfen und stattdessen seien China und Russland zur Hilfe geeilt.

Lindner kündigt Kanzlerin Merkel "Einmütigkeit" im Kampf gegen Corona auf

11:28 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat scharfe Kritik am Corona-Krisenmanagement von Bund und Ländern geübt. Das Land habe bei der Bekämpfung des Virus Fortschritte erzielt, und deshalb müsse nun darüber gesprochen werden, "wie wir Gesundheit und Freiheit besser miteinander vereinbaren können", sagte Lindner am Donnerstag im Deutschen Bundestag an die Adresse von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Weil die Zweifel an den eingeleiteten Maßnahmen "gewachsen sind, endet heute auch die große Einmütigkeit in der Frage des Krisenmanagements", sagte Lindner in der Debatte über Merkels Regierungserklärung.

Lindner warf der Kanzlerin vor, den Eindruck zu vermitteln, das nach ihrer Meinung jeder fahrlässig handele, der nicht ihre Auffassung teile. "Der Staat ist immer begründungspflichtig, wenn er Grundfreiheiten einschränkt", mahnte Lindner.

Verstoß gegen Quarantäne-Regeln: Flüchtlinge auf Lesbos angeschossen

10:39 Uhr: Weil sie offenbar die Quarantänemaßnahmen wegen der Corona-Pandemie missachteten, sind auf der griechischen Insel Lesbos zwei Asylbewerber angeschossen worden. Ein Unbekannter habe die beiden Männer mit Schüssen aus einer Jagdflinte leicht verletzt. Dies berichtete der staatliche Fernsehsender ERT am Donnerstag unter Berufung auf die Polizei.

Der Zwischenfall habe sich am Mittwochabend in etwa sieben Kilometern Entfernung vom Camp Moria ereignet. Die beiden Migranten aus Afghanistan und dem Iran hätten der Polizei gesagt, sie seien spazieren gegangen.

Sie hätten sich am späten Mittwochabend mit Schusswunden in der Krankenstation des Flüchtlingslagers Moria gemeldet, hieß es am Donnerstag aus Kreisen des Lagers. Sie wurden demnach in ein örtliches Krankenhaus gebracht.

Atemwegserkrankungen: Zahl der Krankschreibungen mehr als verdoppelt

10:23 Uhr: Durch die Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse der Barmer vom Donnerstag hervor.

Während vom 22. bis 28. März rund 150.000 bei der Krankenkasse Versicherte krankgeschrieben waren, waren es im Vorjahreszeitraum vom 24. bis 30. März 2019 nur rund 67.000 Menschen gewesen - ein Zuwachs von mehr als 120 Prozent. Dabei waren tatsächlich nur etwas mehr als 5.500 Betroffene, die bei der Barmer versichert sind, an COVID-19 erkrankt.

Die Deutschen hamstern kein Toilettenpapier mehr

9:58 Uhr: Der Ansturm auf vorübergehend beliebte Hamster-Produkte wie Toilettenpapier hat deutlich nachgelassen: Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes zeigt, lagen die Verkaufszahlen für ausgewählte Hygieneartikel und Lebensmittel in der vergangenen Woche weiterhin deutlich unter den Zahlen der Wochen zuvor.

So lag der Absatz von Toilettenpapier erneut fast zwei Drittel (minus 65 Prozent) unter dem Durchschnittswert der Monate August 2019 bis Januar 2020.
Auch bei anderen Produkten ging demnach die Nachfrage in der vergangenen Woche deutlich zurück. So lag der Absatz von Teigwaren und Reis jeweils bei minus 27 Prozent und der Absatz von passierten Tomaten bei minus 18 Prozent.

Die AfD wirft Angela Merkel Bevormundung der Bürger vor

9:55 Uhr: Die AfD hält die von Bund und Ländern angeordneten Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie inzwischen für weitgehend überflüssig.

Da die meisten Bürger jetzt von sich aus Abstand hielten und Vorsicht walten ließen, sei es nun an der Zeit, "die Schutzmaßnahmen in die private Verantwortung der Bürger zu überführen", sagte Gauland am Donnerstag im Deutschen Bundestag.

Bundeskanzlerin Angela Merkel warf er vor, die wegen der Infektionsgefahr angeordneten Einschränkungen der Grundrechte mit einer "Basta-Mentalität" durchgesetzt zu haben. Die AfD sehe ihre Aufgabe darin, hier Alternativen aufzuzeigen. Eine Krise sei für die Regierenden immer auch eine Versuchung, "den Staat als Vormund der Bürger zu etablieren".

Angela Merkel: "Das war zu forsch"

Frank Ulrich Montgomery.

9:39 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel von der CDU hat das Vorgehen einzelner Bundesländer bei der Öffnung der Beschränkungen in der Coronakrise scharf kritisiert.

Die Umsetzung der Beschlüsse von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche wirke auf sie "in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch", sagte Merkel am Donnerstag in ihrer ersten Regierungserklärung zur Coronakrise im Deutschen Bundestag. Welche Länder sie meinte, sagte Merkel nicht.

Länder wollen mehr Hilfe für Kulturszene

8:02 Uhr: Die Kulturminister der Länder wollen vom Bund mehr Einsatz für die Kulturszene in der Coronakrise. "Es bedarf weiterer gemeinsamer Anstrengungen, um eine drohende Verarmung der Kunst- und Kulturlandschaft nach der Coronakrise zu verhindern", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Schreiben der Ministerrunde an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie die Minister für Finanzen und Wirtschaft, Olaf Scholz (SPD) und Peter Altmaier (CDU). "Es handelt sich um eine Sondersituation, die einen gesamtstaatlichen Kraftakt innerhalb der föderalen Ordnung einfordert."

In Abstimmung mit den Ländern solle ein umfassendes Programm der Bundeshilfen für den Kulturbereich auf den Weg gebracht werden, fordert der bayerische Kulturminister Bernd Sibler (CSU) als Vorsitzender des Kulturministerkonferenz im Auftrag seiner Amtskollegen. Dazu gebe es von Verbänden verschiedener Sparten konkrete Vorschläge, auf die zurückgegriffen werden könne. Die Länder wollten "an der Bewältigung der für die gesamte öffentliche Hand schwierigen Situation mitwirken".

Entwicklungsminister: Finanzielle Hilfen für ärmere Länder reichen nicht

07:27 Uhr: Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordert weitere drei Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt für die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie in armen Ländern. Das bisher geplante Sofortprogramm aus dem Entwicklungsetat im Volumen von etwas mehr als einer Milliarde Euro werde nicht reichen, "um der weltweiten Krise zu begegnen", sagte Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).

Es gebe einen weiteren Sofortbedarf von rund drei Milliarden Euro für Nothilfen zur Grundversorgung vor allem in Flüchtlingsregionen. Diese Mittel habe er für den Nachtragshaushalt 2020 angemeldet, sagte der CSU-Politiker. Die Pandemie entwickle sich zu einer globalen Gesundheits-, Ernährungs- und Wirtschaftskrise auch in unmittelbarer Nachbarschaft der EU. Es müsse verhindert werden, "dass erst Krankenhäuser und dann ganze Staaten zusammenbrechen". Müller warnte vor dramatischen Folgen wie "Hunger, Unruhen und am Ende unkontrollierbaren Flüchtlingsbewegungen".

Das Hilfskonzept aus dem Entwicklungsministerium sieht nach Informationen der Funke-Blätter unter anderem Investitionen von jeweils 800 Millionen Euro in die Gesundheitsversorgung und die Ernährungssicherung in besonders armen Ländern vor. Dazu gehört, dass Schutzkleidung und mobile Handwaschanlagen bereitgestellt werden. Auch sind Investitionen in die Wasserversorgung geplant.

Allein 600 Millionen Euro will das Ministerium den Zeitungen zufolge für die Stabilisierung von Flüchtlings- und Krisenregionen ausgeben - etwa in der Zone um Syrien, in Nordafrika, in der Sahelregion, im Jemen und in Südäthiopien. Aus dem laufenden Entwicklungsetat will Müller demnach insgesamt 1,15 Milliarden Euro einsetzen, weitere 3,15 Milliarden sollen aus dem Nachtragshaushalt kommen, der 156 Milliarden Euro umfasst.

Weltärztepräsident nennt Pflicht für Schals oder Tücher "lächerlich"

6:52 Uhr: Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat die inzwischen für ganz Deutschland beschlossene Maskenpflicht im Kampf gegen das Coronavirus kritisiert. "Ich trage selber eine Maske, aus Höflichkeit und Solidarität, halte eine gesetzliche Pflicht aber für falsch", sagte Montgomery der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag).

Denn: "Wer eine Maske trägt, wähnt sich sicher, er vergisst den allein entscheidenden Mindestabstand", betonte der Mediziner. Bei unsachgemäßem Gebrauch könnten Masken gefährlich werden. Im Stoff konzentriere sich das Virus, beim Abnehmen berühre man die Gesichtshaut, schneller könne man sich kaum infizieren.

Aus Sicht von Montgomery sollte es eine gesetzliche Maskenpflicht nur für echte Schutzmasken geben - eine Pflicht für Schals oder Tücher sei "lächerlich". Zugleich verwies er darauf, dass man derzeit noch alle "echt wirksamen Masken" für das medizinische Personal, Pflegende und Gefährdete brauche. Sarkastisch warf er die Frage auf: "Aber was will man gegen den Überbietungswettbewerb föderaler Landespolitiker mit rationalen Argumenten tun?"

Krankenkassen sehen Finanzierung von Corona-Massentests kritisch

05:41 Uhr: Die Krankenkassen machen Front gegen Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn, wonach sie die Kosten von Corona-Tests auch bei einer starken Erhöhung der Testzahlen tragen sollen. Die große Koalition will die Zahl der Tests massiv ausweiten, die gesetzlichen Krankenkassen sollen nach diesen Plänen auch die Kosten für symptomunabhängige Tests übernehmen. Bisher wird in der Regel nur bei einem begründeten Verdacht auf Corona getestet.

Zwar sei das Ziel des Gesetzes zu begrüßen, schnell flächendeckende Testungen zu ermöglichen, sagte der Chef des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). "Klar ist aber auch, dass es sich hierbei um eine Maßnahme zum allgemeinen Bevölkerungsschutz handelt. Infektionsschutz und Seuchenbekämpfung gehören zur Gefahrenabwehr, für die grundsätzlich die Länder die Aufgaben- und Ausgabenverantwortung tragen", so der Verbandschef. Daher sei die Übertragung der Kosten auf die Kassen "rechtlich fragwürdig".

Spahn plant Medienberichten zufolge, die Zahl der Corona-Tests von derzeit wöchentlich 650.000 auf bis zu viereinhalb Millionen zu steigern. Durch die flächendeckenden Untersuchungen sollen der schrittweise Ausstieg aus den Kontaktbeschränkungen und die Rückkehr zum normalen Wirtschaftsleben ermöglicht werden. Die Kosten werden den Angaben zufolge auf bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Monat geschätzt.

Kinderärzte: Maskenpflicht für kleine Kinder kontraproduktiv

04:03 Uhr: Der Kinder- und Jugendarztpräsident Thomas Fischbach hat vor einer Maskenpflicht für Kindergartenkinder zur Eindämmung der Corona-Pandemie gewarnt. "Es mag auch jüngere Kinder geben, die einen Mund-Nasen-Schutz akzeptieren, doch die allermeisten werden das eher als Spielzeug betrachten, daran herumhantieren und damit die Infektionsgefahr eher noch verstärken", sagte Fischbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Es ist deswegen unklug, sollten einige Bundesländer das Maskentragen in öffentlichen Bereichen sogar für Kleinkinder vorschreiben."

Fischbach sagte weiter: "Eine Maskenpflicht ist aus entwicklungspsychologischer Sicht erst vom Grundschulalter an sinnvoll." Grundschüler seien meistens schon in der Lage, mit Masken vernünftig umzugehen.

Das Tragen von Schutzmasken in öffentlichen Bereichen wird künftig in ganz Deutschland Pflicht sein. Das gilt in den meisten Bundesländern für das Fahren in Bus und Bahnen sowie für das Einkaufen in Geschäften.

Kanzler Kurz: Ziel ist Grenzöffnung Deutschland-Österreich

03:17 Uhr: Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass das Reisen zwischen Österreich und Deutschland wieder möglich wird. "Natürlich ist es das Ziel, dass wir die Grenzen wieder runterfahren", sagte Kurz am Mittwochabend in der ARD-Talkshow "Maischberger. Die Woche". Beide Länder seien bei der Eindämmung des Coronavirus auf einem guten Weg - und dies sei die Voraussetzung für ein Wiederaufleben des Tourismus. Einen genauen Zeitpunkt für Grenzöffnungen nannte er nicht.

Kurz bekräftige, dass in Österreich die Ausgangsbeschränkungen Ende April weitgehend auslaufen sollen. Dann seien auch wieder Treffen mit Familienmitgliedern und Freunden möglich. Die Eigenverantwortung der Bürger mit dem Einhalten der neuen Regeln wie Abstandhalten und dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz werde dann zentrale Bedeutung bekommen, so Kurz.

Vorwürfe, dass Skiorte wie Ischgl eine zentrale Rolle bei der Verbreitung des Virus in Teilen Europa gespielt hätten, hielt Österreichs Regierungschef für wenig konstruktiv. Er halte nichts von Schuldzuweisungen. Zur Verbreitung des Virus gebe es diverse Theorien und Studien - und eine gehe davon aus, dass sich das Virus im Wesentlichen von München aus verbreitet habe. Sollte es im Fall Ischgl zu Fehlverhalten gekommen sein, dann sei eine Bestrafung der Verantwortlichen selbstverständlich, meinte Kurz.

Coronakrise: Koalition einig bei Kurzarbeitergeld und Gastronomie

01:18 Uhr: Die Spitzen von Union und SPD wollen das Kurzarbeitergeld für besonders von der Coronakrise betroffene Arbeitnehmer anheben. Zudem soll der Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie vorübergehend von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden. Darauf einigten sich die Spitzen beider Parteien bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend in Berlin. Ferner sollen Schüler aus sozial schwachen Familien einen Zuschuss für den Kauf eines Computers bekommen.

Das Maßnahmenpaket verlangte den Spitzen der Koalitionsparteien und -fraktionen ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft ab. Besonders hart wurde um das Kurzarbeitergeld gerungen: Die Union wollte Forderungen der SPD nach einer pauschalen Erhöhung wegen der hohen Kosten nicht zustimmen.

Der erzielte Kompromiss beim Kurzarbeitergeld sieht ein Stufenmodell vor, das eine Erhöhung von der Bezugsdauer abhängig macht. Ab dem vierten Monat soll die Leistung auf 70 Prozent des Nettolohns beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern steigen. Derzeit liegt das Kurzarbeitergeld bei 60 und 67 Prozent. Ab dem siebten Monat soll die Leistung weiter auf 80 und 87 Prozent steigen.

Video macht sich über Trump lustig: "Der Lügner twittert heute Abend"

00:31 Uhr: Ein Musikvideo, in dem US-Präsident Donald Trump inmitten der Coronakrise als selbstverliebter Lügner dargestellt wird, verbreitet sich rasant auf Facebook. Der Song "The Lions Sleeps Tonight" geht auf einen Klassiker aus den 1930er Jahren zurück und ist unter anderem auch durch den Film "König der Löwen" bekannt.

Donald Trump hat seine Meinung in der Coronakrise häufiger mal geändert.

In dem Video über Trump heißt: "Der Lügner twittert heute Abend". Er müsse abgewählt werden, heißt es immer wieder in dem Video, das die linke Gruppe Occupy Democrats auf ihrer Facebook-Seite verbreitete.

Zudem werden Trump in dem Video frühere Aussagen zum Coronavirus um die Ohren gehauen, das er mal mit der normalen Grippe verglichen hatte und ein andermal als Scherz und Putsch der ihm feindseligen linken Demokraten bezeichnet hatte. Das Video des Kabarettisten Roy Zimmerman hatte am Mittwochabend (Ortszeit) auf der Facebook-Seite von Occupy Democrats bereits mehr als 200.000 Likes, war 360.000 Mal geteilt und gut 12 Millionen Mal abgespielt worden. Auch auf Zimmermans Facebook-Seite gab es bereits eine Million Aufrufe.

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Trumps tägliche Pressekonferenzen zur Coronakrise werden in dem Video auch aufs Korn genommen, zumal er sich dort immer wieder mit der Presse anlegt und Experten der Regierung widerspricht. "Schweigt Reporter, schweigt Ärzte, schweigt Wissenschafts-Nerds", heißt es in dem Video. Der Sänger Zimmermann macht sich dann auch über Trump lustig, weil er sich trotz der Coronakrise mit Tausenden Toten immer wieder für die Einschaltquoten seiner abendlichen Pressekonferenzen lobt. "Guckt, meine Einschaltquoten gehen durch die Decke, solange ich nur fröhliche Sachen sage", imitiert ihn der Sänger.

Anstatt des im Original-Lied als Untermalung wiederkehrenden "Wimoweh"-Gesangs heißt es in der Parodie immer wieder "vote him away" (wählt ihn ab). Zimmerman bezeichnet Trump als selbstverliebt und wirft ihm vor, den früheren Präsidenten Barack Obama für die Fehler seiner Regierung verantwortlich zu machen. Als Refrain folgt dann in Anspielung auf Trumps Vorliebe für den Kurznachrichtendienst Twitter, wo er 78 Millionen Follower hat: "Der Lügner twittert heute Abend" (Englisch: the liar tweets tonight"). Das Video steht unter dem Motto: "Die Anti-Trump-Hymne, die wir jetzt alle brauchen!"

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.
Teaserbild: © Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa