• Elisabeth Köstinger schiebt Ideen anderer Länder bezüglich der anstehenden Wintersportsaison einen Riegel vor.
  • Die Tourismusministerin will das Skifahren ermöglichen, lediglich Après-Ski wird es "mit Sicherheit nicht geben".

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Die Österreicher werden - sofern es die Infektionszahlen erlauben - nicht aufs Skifahren rund um Weihnachten verzichten müssen. Das hat Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) erneut klargemacht.

Die Ministerin lehnt die Vorstöße anderer Länder ab, die Wintersaison erst Mitte Jänner zu starten. "Das Virus verbreitet sich nicht auf den Skipisten, sondern vor allem auch in geschlossenen Innenräumen", sagte Köstinger Donnerstagabend in der "ZiB2".

Wandern in der freien Natur, Skitouren gehen oder auch Skifahren sollen möglich sein, sofern es die Infektionszahlen auch zulassen. Après-Ski werde es hingegen "mit Sicherheit nicht geben".

Seit Beginn der Woche haben sich Italien, Frankreich und Deutschland für ein Verschieben der Wintersaison ausgesprochen. Die Geschehnisse in Ischgl sitzen noch tief. In dem Tiroler Wintersportort war es zu einem größeren Ausbruch des Coronavirus gekommen. Die ersten Fällen wurden Anfang März bekannt, die Ansteckungen sollen vor allem in Après-Ski-Lokalen passiert sein.

"Entscheidungen in Österreich selber treffen"

Von einer Öffnung der Skigebiete erst Mitte Jänner hält Köstinger dennoch nichts. "Auch wir geben Italien nicht vor, wie nächstes Jahr der Karneval auszuschauen hat oder wann in Frankreich der Louvre wieder öffnet, geschweige denn, ob Deutschland die Schulen aufsperren soll oder zusperren soll", sagte die Ministerin in dem ZiB-Beitrag. "Wir werden die Entscheidungen in Österreich selber treffen."

Auf ein genaues Datum ließ sich Köstinger freilich nicht festnageln. "Wir haben kein Interesse daran, den Tourismus frühzeitig zu starten, ganz im Gegenteil, auch wir haben immer die Lage im Gesundheitssystem vor Augen, beobachten das sehr intensiv, werden gleichzeitig die Betriebe und die Mitarbeiter bestmöglich unterstützen", so die Tourismusministerin.

Probleme beim Anstellen, in den Gondeln oder Seilbahnen sieht Köstinger nicht. "Wir haben eine ähnliche Herausforderung auch im öffentlichen Verkehr, erleben das tagtäglich auch im Frühverkehr mit den U-Bahnen, wo tausende Menschen dann auch zur Arbeit kommen und zur Arbeit gehen, auch hier haben die Seilbahnbetreiber bereits Sicherheitskonzepte vorgelegt."  © APA

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