• Im lebensnotwendigen Handel bleibt die Pflicht zum Tragen einer Maske vorerst bestehen.
  • Dies wurde zum Schutz vulnerabler Personen beschlossen.
  • Die Gewerkschaft und der Handelsverband sind gegen die Maskenpflicht in Geschäften, Banken und ähnlichem aufgetreten.

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Die Maskenpflicht für den lebensnotwendigen Handel bleibt vorerst bestehen. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) hat der Forderung der Gewerkschaften, auch im Handel und Banken auf den Corona-Schutz zu verzichten, eine Absage erteilt.

Die Verordnung mit den auch für Krankenhäuser und Pflegeheime, Öffis und Behörden geltenden Maßnahmen zum Schutz vulnerable Personen gilt zumindest bis 8. Juli.

Wegen Varianten: "Heikler Zeitpnkt für Lockerungen"

Rauch argumentierte am Freitag in der "ZiB2", dass vor Kurzem erstmals zwei neue Corona-Varianten - BA.4 und BA.5 - in Österreich festgestellt worden seien. Das sei "ein heikler Zeitpunkt, um jetzt weitere Lockerungen zu verkünden". Da neue Lockerungsschritte ins Auge zu fassen "wäre in meinen Augen jetzt nicht angezeigt". Man beobachte die Lage sehr genau, wenn sie stabil bleibt und die Zahlen weiter sinken, halte er es "durchaus für möglich, zum Sommerbeginn weiter zu gehen".

Seit dem letzten großen Lockerungsschritt Mitte April gilt die FFP2-Pflicht - zum Schutz vulnerabler Personen - nur noch in geschlossenen Räumen von Krankenanstalten und Heimen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis, im Kundenbereich des lebensnotwendigen Handels, im Parteienverkehr der Verwaltungsbehörden und in Einrichtungen zur Religionsausübung außerhalb von Messen.

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Maske sei eine große Belastung für Angestellte

Die Gewerkschaft ist in der vergangenen Woche massiv dagegen aufgetreten, dass die Corona-Prävention in jenem Teil des Handel, in dem lebensnotwendige Güter verkauft werden, sowie im Kundenbereich von Banken beibehalten wurde.

Die GPA-Vorsitzende Barbara Teiber brachte vor, dass das Maskentragen eine "sehr große Belastung" für die Angestellten wäre - und verwies darauf, dass Tausende maskenlos feiern dürften und es etwa in Gasthäusern keine Zugangsbeschränkungen gebe. Der Handelsverband hat schon am Karfreitag eine Petition für die Abschaffung der Maskenpflicht gestartet.  © APA

Seit Beginn der Pandemie: 25 Millionen Corona-Infektionen offiziell registriert

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind mehr als 25 Millionen Corona-Infektionen offiziell in Deutschland registriert worden - Fachleute gehen aber von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. (Foto: IMAGO/Rene Traut/IMAGO/Rene Traut)