• Wenn es nach Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer geht, sollen Bürger die Kosten für Corona-Tests bald selbst tragen müssen.
  • Eine Impfflicht für bestimmte Berufe wie in Niederösterreich soll es mit ihm indes nicht geben.

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Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) erwägt, Corona-Tests im Herbst kostenpflichtig zu machen. Die Corona-Impfung, die Schutz bietet, werde gratis bleiben, "aber die Gratis-Tests wird man in dieser Form nicht auf Dauer aufrechterhalten können", sagte er zur "Kleinen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe). Wie sein Tiroler Amtskollege Günther Platter (ÖVP) drängt auch Stelzer auf "Klarheit aus dem Gesundheitsministerium, wie das mit der dritten Impfung ist".

Stelzer: Impfflicht muss wenn vom Bund kommen

Stelzer bekräftigte, dass man in Oberösterreich nicht daran denkt, eine Impfpflicht für bestimmte Berufe - wie in Niederösterreich - einzuführen. Wenn, dann müsse das eine Bundesentscheidung sein, "das liegt im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsministers", mit Länderlösungen mache man da "ohnehin keine großen Sprünge".

Die Kostenpflicht für Corona-Tests sei "auch eine wirtschaftliche Frage". In einem Flächenbundesland wie Oberösterreich brauche man eine "unglaubliche Anzahl an Test-Stationen". Wenn nach den Sommerferien der Schulbetrieb wieder startet, werde man entscheiden müssen wie man weitermacht, sagte Stelzer.

Gesellschaft soll nicht für "Impfunwille Einzelner" zahlen müssen

Aus Oberösterreich kam bereits Mitte Juli der Ruf nach einer Kostenpflicht für Corona-Tests. Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser stellte damals fest, dass sich mittlerweile jeder kostenlos mit dem Vakzin seiner Wahl impfen lassen könne. "Am Ende darf es nicht so sein, dass die Gesellschaft für den Impfunwillen Einzelner aufkommen muss", merkte er an.  © APA

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