• Am Nationalfeiertag der USA am 4. Juli kam es zu mehr als 400 Schießereien.
  • Dabei starben an nur einem Wochenende mehr als 150 Menschen.

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Mehr als 400 Schießereien: In den USA sind am vergangenen Wochenende rund um den 4. Juli mindestens 150 Menschen getötet worden – darunter der Profigolfer Eugene Siller.

Allein in Chicago waren es 83 Menschen. Zwischen Freitag, 18 Uhr und Montag, 6 Uhr wurden sie angeschossen, 14 von ihnen starben.

Unter den Opfern waren auch Kleinkinder

Unter den Verletzten ist ein fünf Jahre altes Mädchen, auf das am Sonntag geschossen wurde und ein sechs Jahre altes Mädchen, auf das Montag Morgen geschossen wurde.

Schon vor dem Wochenende sprach der Polizeichef von Chicago, David Brown davon, dass es wohl herausfordernde Tage werden würden, wahrscheinlich das herausforderndste Wochenende des ganzen Jahres. Brown sprach von dem Wochenende rund um den 4. Juli, dem Nationalfeiertag in den USA. Brown sollte recht behalten.

Mehr als 400 Schießereien - Zahl der Toten könnte noch steigen

Mindestens 150 Menschen verloren ihr Leben an diesem Wochenende, weil jemand mit einer Waffe auf sie zielte. Laut dem Gun Violence Archive gab es mindestens 400 Schießereien im Land. Und das sind erst noch die vorläufigen Zahlen.

Unter den Todesopfern vom Wochenende ist auch Eugene "Gene" Siller. Die Polizei fand ihn mit einer Schusswunde im Kopf im Pinetree Country Club im US-Bundesstaat Georiga. Zwei weitere Menschen wurden dort erschossen.

Der oder die Schützen seien bisher nicht identifiziert worden und auf der Flucht, berichtete die Regionalzeitung "The Atlanta Journal-Constitution" am Montag unter Berufung auf die Polizei. Der Präsident des US-Golfverband PGA, Jim Richerson, zeigte sich auf Twitter "untröstlich über den sinnlosen Mord" an Siller.

Joe Biden verurteilt Waffengewalt als "internationale Schande"

In den USA kommt es immer wieder zu tödlicher Waffengewalt. Im vergangenen Jahr starben dem Gun Violence Archive zufolge landesweit mehr als 43.000 Menschen durch Schusswaffen, Suizide eingeschlossen.

US-Präsident Joe Biden hatte die Waffengewalt im vergangenen Monat als "Epidemie" und "internationale Schande" verurteilt. Biden hatte kürzlich zwar einige Regelverschärfungen des sehr lockeren Waffenrechts beschlossen, für weitergehende Reformen bräuchte er aber die Zustimmung des Kongresses. Dort scheitern Gesetzesvorstöße immer wieder am Widerstand der konservativen Republikaner.  © DER SPIEGEL