Im steirischen Murtal sind seit Samstag rund 20.000 Haushalte ohne Strom. Durch die Schneelast der immensen Schneefälle am Wochenende ist ein Hochspannungsleitungsmast eingeknickt. Mehrere Monteure arbeiten gemeinsam mit der Feuerwehr mit Hochdruck daran, den Strom wiederherzustellen.

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Nach den heftigen Schneefällen am Wochenende sind 20.000 Haushalte seit Samstag im steirischen Murtal von der Stromversorgung abgeschnitten. Wegen der Schneelast war in Weißkirchen bei Judenburg ein Hochspannungsleitungsmast eingeknickt.

An der Behebung werde "mit Hochdruck" gearbeitet, es sei aber davon auszugehen, dass die Region noch für mehrere Stunden ohne Strom bleibt und auch die Kommunikationsinfrastruktur noch nicht sichergestellt werden kann, hieß es Sonntagmorgen.

Einzelne Ausfälle seit Samstag

Wie die Landeswarnzentrale Steiermark mitteilte, waren bereits am Samstag einzelne Mobilfunkstationen ausgefallen, was zu Mobilfunkunterbrechungen führte. Die Rüsthäuser der Feuerwehren und die Dienststellen des Roten Kreuzes der Feuerwehrbereiche Murau und Judenburg waren seit Samstagabend als Notanlaufstellen eingerichtet. Sie seien auch am Sonntag den ganzen Tag über besetzt, wurde vonseiten der Landeswarnzentrale betont. Den Eltern von Babys und Kleinkindern wurde empfohlen, wenn möglich Verwandte oder Freunde außerhalb des betroffenen Gebietes aufzusuchen und nicht auf die Wiederherstellung der Stromversorgung zu warten.

Laut Energienetze Steiermark waren Sonntagfrüh steiermarkweit noch 268 Trafostationen ausgefallen. "Wir haben 100 Trafostationen wieder ans Netz gebracht", schilderte Energie Steiermark-Sprecher Urs Harnik im Gespräch mit der APA. Allerdings seien noch immer rund 20.000 Haushalte im Murtal ohne Strom.

An einer Behebung wird gearbeitet, aber es kann noch dauern

Ein Team aus 30 Monteuren arbeite seit Samstagnacht gemeinsam mit der Feuerwehr bei eisigen Temperaturen an der Errichtung eines provisorischen Ersatz-Gittermastens. Der Einsatz im verschneiten teils unwegsamen Gelände sei "immens gefährlich und herausfordernd", es werde noch "bis in die Nachmittagstunden hinein dauern", schätzte Harnik die Situation ein. Insgesamt waren 120 Mitarbeiter der Energie Steiermark dabei, die Störungen zu beheben.

Die Feuerwehren in der Region verzeichneten aufgrund der Wettersituation ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Umgestürzte Bäume und hängen gebliebene Fahrzeuge führten zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehren aus dem Bereichsfeuerwehrverband Knittelfeld. So mussten auf der Gaberlbundesstraße 13 Personen - darunter zwei Kinder, die von umgestürzten Bäumen eingeschlossen waren, von der Feuerwehr befreit werden. (APA/nis)

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