Blaue Hunde in Russland irritieren Bevölkerung - Was steckt dahinter?

Sieben Straßenhunde mit knallbunter Fellfarbe stellen die Behörden einer russischen Stadt vor ein Rätsel. Die Tiere wurden zur Untersuchung in Tierkliniken gebracht. Russische Medien sehen eine stillgelegte Fabrik als möglichen Grund.

Nachdem die Fotos der ungewöhnlichen Hunde an die Öffentlichkeit gelangt waren, schlugen Tierschützer in Russland Alarm, wie die Zeitung "The Moskow Times" berichtet. Sie fragten sich, ob ein Gesundheitsrisiko für die Tiere bestehe.
Insgesamt sieben blaue Hunde wurden laut örtlichen Behörden zur Untersuchung in Tierkliniken gebracht. Dort wurden an ihnen diverse Tests durchgeführt.
Die Tests hätten laut Ria Nowostu bei allen sieben Tieren keine auffälligen Werte ergeben. Bis auf die ungewöhnliche Fellfarbe ist mit den Hunden also alles in Ordnung. Zwei der Streuner hätten inzwischen auch wieder neue Besitzer gefunden.
Doch was ist mit den Hunden passiert? Wie die Agentur "Ria Nowosti" unter Berufung auf einen Insolvenzverwalter meldete, waren sie wohl zuvor auf dem Gelände einer stillgelegten Plexiglasfabrik herumgelaufen und dort möglicherweise in Kupfersulfat gefallen. Die Behörden erklärten, das Unternehmen deshalb kontaktiert zu haben.
Sogar ein Abgeordneter der Staatsduma schaltete sich kürzlich in den mysteriösen Fall ein: Es müsse geklärt werden, ob die Substanzen für Menschen gefährlich seien, sagte der Vorsitzende des Umweltausschusses, Wladimir Burmatow, in einem Interview des Radiosenders Goworit Moskwa.
Die Staatsanwaltschaft sei bereits einbezogen worden, denn die blauen Streuner könnten ein Hinweis auf ein ernsthaftes Umweltproblem sein, erklärte er. "Wir müssen jetzt sehr genau ermitteln, wo diese armen Kerle herumgeklettert sind." (Mit dpa-Material)