• In Österreich sind zwei Diphtherie-Fälle aufgetreten.
  • Eine betroffene Person ist in einem Wiener Krankenhaus gestorben.
  • Der zweite Erkrankungsfall wird ebenfalls in einem Spital in Wien behandelt.

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Die meldepflichtige Krankheit tritt durch eine Impfung samt Auffrischung alle zehn Jahre hierzulande kaum auf. Seit 2014 wurden aber einzelne Fälle gemeldet, heißt es auf der Internetseite des Gesundheitsministerium.

Diphtherie wird durch Gifte (Toxine) von Bakterien - Corynebakterium diphtheriae - verursacht. Die Bakterien werden durch Tröpfchen und engen Kontakt übertragen. Die Inkubationszeit der Erkrankung beträgt in der Regel zwei bis fünf Tage. Das Krankheitsbild kann von einer lokalen Infektion (Nase, Rachen, Kehlkopfdiphtherie) über eine Infektion der Atemwege bis zu einer schweren toxischen Form (Herzmuskel-, Nieren-, Leberschäden) variieren. Ausreichend geimpfte Personen können C. diphtheriae im Nase-Rachenraum tragen und dieses übertragen, ohne selbst zu erkranken. Behandelt wird die Erkrankung mittels Antibiotika und Antitoxin, informierte das Gesundheitsministerium.

Impfung schützt vor schweren Verläufen

Das wirksamste Mittel zur Vorbeugung gegen die Erkrankung und einen schweren Verlauf ist eine Schutzimpfung. Die Grundimmunisierung erfolgt in der Regel bei Kindern im Rahmen der Sechsfach-Impfung mit Kombinationsimpfstoffen gegen Diphtherie-Tetanus-Polio-Pertussis-Hepatitis B-Haemophilus B. Dabei sind drei Impfungen im dritten, fünften und elften bis zwölften Lebensmonat empfohlen.

Für Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr werden Kombinationsimpfstoffe empfohlen, die Komponenten gegen Diphtherie-Tetanus-Pertussis und gegebenenfalls Polio enthalten. Die erste Auffrischungsimpfung ist im siebenten bis neunten Lebensjahr empfohlen, danach alle zehn Jahre, bzw. alle fünf Jahre ab dem vollendeten 60. Lebensjahr.

Zweite infizierte Person schwebt nicht in Lebensgefahr

Die zwei Fälle in Österreich wurden laut Ministerium im Rahmen der Meldepflicht "in den vergangenen Tagen" bekannt. Eine Person sei in Folge der Erkrankung verstorben, die zweite befinde sich auf dem Weg der Besserung. Weitere labordiagnostische Abklärungen sind im Gang.

"Die Gesundheitsbehörden vor Ort haben die notwendigen Maßnahmen veranlasst und die beiden Fälle wurden den internationalen Gesundheitsbehörden gemeldet", hieß es aus dem Ressort von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne).  © APA

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