Das Edelweiß ist die Königin der Alpenblumen: Schwer zugänglich, symbolträchtig und sagenumwoben. Dass die Blume jetzt zum Kauf in der Migros erhältlich ist, ist Naturschützern ein Dorn im Auge.

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Als Symbol der österreichischen Kaiserin Elisabeth und der Alpinisten und Bergsteiger wurde das Edelweiß zur populärsten Alpenblume. Auch ihre schwierige Erreichbarkeit trug dazu bei - erst ab 1.800 Metern wächst sie.

Schon seit 1886 steht die Gebirgspflanze unter Naturschutz und darf nicht gepflückt werden, denn sie ist selten geworden. Deshalb sorgt jetzt die Migros für Aufruhr, weil sie das kostbare Alpengewächs in ihren Märkten verkauft. Und zwar im Topf zum Einpflanzen im eigenen Garten. Naturschützer sind besorgt.

Woher kommen die Migros-Edelweiße?

Die Migros holt die Edelweiße aber nicht etwa aus den Bergen, sondern verkauft die Pflanzen aus einer Zucht, wie Migros-Mediensprecherin Andrea Bauer dem Onlineportal "Nau.ch" erklärt: "Wenn wir geschützte Pflanzen anbieten, dann immer aus Zuchten, welche nicht auf Basis von Wilderei ihre Kulturen betreiben."

Bei der Naturschutzorganisation Pro Natura sorgt die Aktion dennoch für Besorgnis. "Edelweiß bewundert man am besten dort, wo sie natürlicherweise wachsen, nämlich in den Alpen", wird Sprecherin Franziska Rosenmund von "Nau.ch" zitiert. Im eigenen Garten solle man demnach einheimische und standortgerechte Pflanzenarten einsetzen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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