Am Samstag heißt es in München wieder "O'zapft is'!" Und wie jedes Jahr um diese Zeit wird dort das Rätsel vom Sinn des Lebens von einer anderen Frage überlagert: Was wird heuer der Wiesn-Hit? Ein Blick in die Glaskugel zeigt: Womöglich erobern - mal wieder - österreichische Künstler das Bierfest.

Wir können vielleicht keine Wahlen abhalten (wobei der Klebstoff ja aus Deutschland kam), aber wir können offenbar Musik machen, die hängenbleibt. Schon längst gehören Songs wie "Fürstenfeld", "Anton aus Tirol", "Schifoahn", "Hiatamadl" und "Macho Macho" zum Standardrepertoire der Kapellen auf dem Oktoberfest.

Bei der für Münchner wichtigen Frage, welche Lieder heuer das Münchner Oktoberfest dominieren werden, sind unter den Top 3 gleich drei österreichische Nummern.

Was ein Wiesn-Hit drauf haben muss

Letztes Jahr, "da gab's gar nix, wo man gesagt hat, des musst du spielen", erklärt Kapellmeister Wolfgang Köbele von der "Münchner Zwietracht" gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Heuer fallen ihm bei der Frage gleich drei Lieder ein - oder besser gesagt "Aspiranten", denn: "Du kannst proben, was du willst. Was ein Hit wird, entscheidet sich erst im Bierzelt".

Seine mehr als 20 Jahre lange Erfahrung aber macht ihn zum "Hit-Orakel" von München. Der Wiesn-Hit, erläutert er in dem Zeitungsbericht ...

  • ... darf nicht unbekannt sein
  • ... muss nach einem Takt erkennbar sein
  • ... darf das Publikum noch nicht nerven
  • ... sollte volkstümlich, aber auch schrill und etwas albern sein.

Auf Platz zwei für die möglichen Wiesn-Hits 2016 sieht er "Die immer lacht" von Stereoact feat. Kerstin Ott:

Auf Platz drei liegen Seiler und Speer:

Und auf Platz 1 - Trommelwirbel ... Andreas Gabalier:

Die Chancen stehen gut für Österreich. Denn dass man in München schon seit Monaten unsere Hits einstudiert, beweist dieses Video, in dem die FC-Bayern-Stars Thomas Müller und David Alaba hingebungsvoll mitgrölen:

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