• Einer der führenden Grünen-Politiker in Frankreich, Julien Bayou, hat seine Spitzenämter nach Misshandlungs-Vorwürfen aufgegeben.
  • Ihm wird zur Last gelegt, seine Ex-Partnerin psychisch fertig gemacht zu haben.
  • Der Fall wird nun aufgearbeitet.

Mehr Panoramathemen finden Sie hier

Einer der führenden Grünen-Politiker in Frankreich, Julien Bayou, hat seine Spitzenämter nach dem Vorwurf der psychischen Misshandlung seiner Ex-Partnerin aufgegeben. Er trete als Generalsekretär der Partei Europe Ecologie-les Verts (EELV) sowie als Fraktionsvorsitzender im Parlament zurück, teilte Bayou am Montag in Paris mit. An seinem Abgeordnetenmandat und politischen Engagement werde er festhalten.

Bayou soll seine Ex-Partnerin psychisch fertig gemacht haben, lautet der Vorwurf

Der Vorwurf, dass Bayou seine Ex-Partnerin psychisch fertig gemacht haben soll, war zunächst parteiintern aufgearbeitet aber vor einer Woche von einer Kollegin öffentlich gemacht worden. Juristisch sind die Vorwürfe demnach nicht relevant. Bayou gibt an, sich nicht unangemessen verhalten zu haben. Solange die Vorwürfe nicht konkret benannt würden, könne er sich aber nicht verteidigen.

Wirbel um häusliche Gewalt hatte es kurz zuvor schon bei Frankreichs Linkspartei La France Insoumise (LFI) gegeben. Hoffnungsträger Adrien Quatennens war als Koordinator der Partei zurückgetreten, nachdem er öffentlich eingeräumt hatte, seine Frau im Streit geschlagen zu haben. (dpa/mit)