Sie antwortet auf eine Partnerschaftsanzeige - doch ihr vermeintlicher neuer Freund hält sie dann wochenlang gefangen. Nach immer neuen Misshandlungen stirbt die Frau.

Eine 41-jährige Frau ist im ostwestfälischen Höxter wochenlang auf einem Bauernhof gefangen gehalten worden und schließlich gestorben. Gegen das Paar, das auf dem Gehöft lebt, seien Haftbefehle wegen Totschlags erlassen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn am Freitag.

Rosenheim: Polizei findet Frau zufällig bei Wohnungsräumung.

Momentan ermitteln die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Mordkommission Bielefeld. In einer gemeinsamen Pressemitteilung wird erklärt, wie es zu dem Kontakt zwischen der 41-Jährigen aus Bad Gandersheim und dem Paar kam.

In eine Falle gelockt?

Demnach hatte sich die Frau auf eine Zeitungsannonce gemeldet, in der der Mann eine Frau für eine feste Beziehung suchte. "Nach einer kurzen Phase des Kennenlernens zog die 41-Jährige im März 2016 nach Höxter, wo der Beschuldigte zusammen mit seiner Ex-Frau lebt. Hier wurde die Frau festgehalten und körperlich misshandelt, wobei es bis jetzt keine Hinweise für ein Sexualdelikt gibt."

Zu einem Motiv haben sich die ermittelnden Behörden noch nicht geäußert. Todesursache ist offenbar stumpfe Gewalt auf den Kopf.

Das Paar hatte das "körperlich schwer angeschlagene Opfer" in dieser Woche eigentlich wieder nach Hause bringen wollen. Doch wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes riefen sie einen Krankenwagen. Anschließend wurde die Frau in ein Krankenhaus gebracht, wo sie etwa zwei Stunden später verstarb. (cai/dpa)