Vor genau neun Jahren ist die damals dreijährige Madeleine McCann an der Praia da Luz an der portugiesischen Algarveküste verschwunden. Noch immer dauert die Suche an. Doch eine neue Theorie über ihren Verbleib lässt einen traurigen Schluss zu.

Am 3. Mai 2007 ist die damals drei Jahre alte Madeleine McCann aus einer Ferienwohnung an der Praia da Luz verschwunden. Noch immer suchen ihre Eltern Garry und Kate, die lange selbst als Verdächtige in dem mysteriösen Vermisstenfall galten, nach dem Mädchen.

Eltern investieren großen Betrag, um verschwundene Tochter zu finden.

Die Eltern saßen an jenem Abend mit Freunden beim Abendessen. Als sie zurückgekehrt waren, bemerkten sie, dass das Kind verschwunden war.

Die portugiesische Justiz stellte die Ermittlungen 2008 zunächst ein, nahm sie im Oktober 2013 aufgrund neuer Indizien aber wieder auf. Auch die britische Polizei beteiligte sich an den Ermittlungen.

Nun hat Scotland Yard offenbar eine neue - womöglich allerletzte - Theorie zum Verschwinden von Maddie, nachdem alle anderen Spuren bisher ins Leere gelaufen sind.

Am vergangenen Donnerstag sprach der Chef von Scotland Yard, Sir Bernard Hogan Howe, mit der "Daily Mail". Demnach kam das Kind vermutlich Einbrechern in die Quere, die an jenem Abend die Ferienwohnung der McCanns ausrauben wollten.

Zu der drei Personen umfassenden Gruppe von Einbrechern sollen unter anderem ein damals 16-Jähriger sowie ein Mann gehören, der damals in der Ferienanlage gearbeitet hat.

Laut der "Sun" gibt es Telefonanrufe aus der fraglichen Nacht, die diesen Schluss nahelegen. Die Personen seien früher bereits vernommen worden und gaben Diebstähle zu. Mit dem Verschwinden von Maddie wollen sie jedoch nichts zu tun haben.

Die britische Polizei möchte die Personen nun erneut vernehmen, doch die portugiesische Polizei verhindert dies aktuell - weil es ihr zufolge keine neuen Beweise gebe.

So scheint der Fall von Madeleine McCann neun Jahre nach ihrem Verschwinden kaum mehr aufzuklären zu sein.

Doch Scotland Yard gibt die Hoffnung nicht auf: Sollten sich neue Hinweise ergeben, wird die britische Polizei auch diesen nachgehen, versichert Bernard Hogan Howe: "Wir sagen immer, dass Vermisstenfälle von Kindern nie geschlossen werden." (cai)