Seit Monaten bangen Fans aus aller Welt um Michael Schumacher. 254 Tage nach dem tragischen Ski-Unfall in den französischen Alpen kam am Dienstag die erfreuliche Nachricht: Der ehemalige Formel-1-Pilot kehrt in seine Schweizer Heimat zurück. In seinem luxuriösen Anwesen am Genfer See setzt Schumacher die Reha fort. Für bestmögliche Bedingungen scheint gesorgt.

Michael Schumacher kommt endlich nach Hause. Der am 29. Dezember 2013 beim Skifahren verunglückte Formel-1-Rekordweltmeister wird seine Reha in seinem Luxus-Anwesen am Genfer See weiterführen. Das teilte Schumachers Managerin Sabine Kehm am Dienstag mit. Zahlreiche Prominente sendeten Schumacher kurz nach Bekanntwerden der erfreulichen Botschaft Genesungswünsche.

Schumi kehrt heim: Twitter-User und Promis senden Genesungswünsche.

Über den genauen Gesundheitszustand des 45-Jährigen gibt es allerdings keine neuen Informationen. Managerin Kehm schrieb in ihrem Statement, Schumacher habe "in den vergangenen Wochen und Monaten der Schwere seiner Verletzung entsprechend Fortschritte gemacht, aber es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm."

Reha auf Luxus-Anwesen

Dieser Weg soll nun in der Schweiz weitergegangen werden. In der Gemeinde Gland besitzt die Familie Schumacher ein Luxus-Anwesen - direkt am Ufer des Genfer Sees. Nach Informationen von "Focus Online" besteht die Villa unter anderem aus 24 Zimmern, einem Helikopter-Landeplatz und 25 Stellplätzen in der Tiefgarage. 35 Millionen Euro soll das Luxushaus wert sein.

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Michael Schumacher ist 50: Seine Karriere in Bildern

Vor 28 Jahren fuhr Michael Schumacher sein erstes Formel-1-Rennen in Spa. Seitdem ist im Leben des Rekordweltmeisters der Formel 1 viel passiert.

Der "Berliner Kurier" berichtete 2005, dass das rund zehn Millionen Euro teure Grundstück 13 Hektar umfasse. Auf 730 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich demnach acht Schlafzimmer und fünf Bäder. Zudem gebe es ein Hallenbad, einen Fitness-Raum, ein Zimmer für Trophäen und ein Extra-Haus für das Personal.

Spekulationen, dass die Villa während der Zeit, als Schumacher im künstlichen Koma lag, zu einer Art "privater Mini-Klinik" umgebaut wurde, stimmen nach Informationen der "Bild"-Zeitung nicht. Der neu erbaute Extra-Trakt sei lediglich das neue Haus für Michaels Vater Rolf.

Neurologe: Heimkehr ein gutes Signal

Neurologe Daniel Zutter, ärztlicher Direktor der Rehaklinik Zihlschlacht, bewertet Schumachers Heimkehr als "ein günstiges Signal", wie er im Interview mit dem Schweizer "Blick" sagte. Einen Patienten könne man nach seiner Einschätzung grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt nach Hause lassen. Wichtig sei, "welche Infrastruktur man auf die Beine stellen kann. Wenn jemand Therapeuten und Pfleger findet, die eine intensive Rehabilitation aufrecht erhalten, steht einem Umzug nach Hause nichts im Wege."

Diese Bedingungen für Schumacher zu schaffen, dürfte für dessen Familie kein Problem sein. Laut "Bild"-Zeitung beläuft sich das Vermögen des ehemaligen Rennfahrers auf rund 500 Millionen Euro. Schumachers Ehefrau Corinna wird problemlos die medizinische Betreuung wie Pfleger und Physiotherapeuten für ihren Mann bezahlen können.

Zutter sieht in der Tatsache, dass Schumacher nun wieder bei Ehefrau Corinna und den gemeinsamen Kinder Gina-Maria (17) und Mick (15) lebe, viel Positives: "Mit der Unterstützung von Freunden und Familie erhält Michael Schumacher emotionalen Halt und es bedeutet eine Rückkehr in den gewohnten Alltag. Das bewirkt viel! In der Regel machen die Patienten Zuhause nochmals ganz große Fortschritte." (tfr)